28.09.2017, 16:43 Uhr

Arbeiten im "EU-Ausland"

Ewald Verhounig leitet das Institut für Wirtschafts- und Standortentwicklung der Wirtschaftskammer Steiermark. (Foto: Fischer)

In der WOCHE-Serie über die EU erläutert Experte Ewald Verhounig die Funktion des gemeinsamen europäischen Arbeitsmarkts.

Inwiefern beeinflusst die EU den steirischen Arbeitsmarkt?
Über die EU wurden legislativ die Weichen gestellt, dass die EU-Nachbarländer und Regionen auch arbeitsmarktpolitisch langsam zusammenwachsen. Dank der Dienstleistungsrichtlinie geschieht dies auf Basis eines fairen Wettbewerbs.

Wie läuft der Austausch zwischen österreichischen und anderen Unternehmen im EU-Raum?
Der Austausch ist sehr rege, heimische Firmen konnten dabei die Vorteile eines erweiterten Heimmarktes in den letzten Jahren sehr gut nutzen, etwa im Projektbereich beziehungsweise auf dem Wege von Subvergaben in der Baubranche. Freilich gibt es auch Schattenseiten. So hat im grenznahen Bereich nicht nur der Wettbewerb massiv zugenommen, sondern auch unlautere Praktiken wie beispielsweise Lohn- und Sozialdumping.

Wie viele Steirer arbeiten im EU-Ausland und wie viele EU-Bürger bei uns?
2016 haben im Jahresschnitt rund 3.000 Steirer außerhalb Österreichs gearbeitet – der Großteil in EU-Ländern –, während umgekehrt über 36.000 EU-Ausländer in der Steiermark gearbeitet haben.


Mehr über den gemeinsamen Arbeitsmarkt sowie über die Studienmöglichkeiten über das Programm Erasmus+ lesen Sie hier.
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