18.08.2016, 11:21 Uhr

Holz kann's: Expertentreffen in der Steiermark

Stolz auf Holz: Landesrat Johann Seitinger und Gerhard Schickhofer, Leiter des Institutes für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz. (Foto: Land Steiermark)

Vier Tage lang steht die Steiermark ganz im Zeichen der internationalen Holztechnologie, in Graz treffen derzeit Experten aus insgesamt sechs Kontinenten auf Einladung der Technischen Universität zusammen.

Noch bis Sonntag ist Graz Drehscheibe, wenn es um den Austausch internationaler Holztechnologie geht. Ziel ist es, die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich des Holzbaus zu vernetzen und daraus neue marktfähige und innovative Produkte zu entwickeln. Außerdem sollen auch Produkte außerhalb des konstruktiven Holzbaus, wie zum Beispiel für die Flugzeug- und Autoindustrie gefunden werden.

Landesrat Johann Seitinger, unter dessen Schirmherrschaft das Holz-Expertentreffen stattfindet, ist die Steiermark geradezu prädestiniert als Veranstaltungsort: „Wenn man das Glück hat, mit Holz eine so große Rohstoffressource zu haben, die in der Steiermark bisher schon 55.000 Menschen einen Arbeitsplatz sichert, dann ist es unser Auftrag, die Produktentwicklung weiter voran zu treiben. Diese internationale Veranstaltung bietet die passende Gelegenheit, unser großes Know-how in diesem Bereich zu verbreiten, aber auch von anderen Ländern zu lernen.“

Steirische Innovationskraft

Wie stark und innovativ die Steiermark in Sachen Holzbau ist, demonstriert das Institut für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz unter der Leitung von Gerhard Schickhofer seit vielen Jahren. Gemeinsam mit österreichischen Unternehmen wurde beispielsweise Brettsperrholz zu einem industriell gefertigten Produkt weiterentwickelt und der Holzbau damit international revolutioniert. Das Know-how wird nun von der Steiermark aus in die ganze Welt exportiert, was dazu geführt hat, dass Österreich zum größten Brettsperrholzproduzenten der Welt avancierte.

Steirische Wertschöpfung

Dem steirischen Holzbau – die steirische Holzbau-Quote wurde in den letzten zehn Jahren von 5 auf 30 Prozent angehoben - steht aber vor allem auch wegen der regionalen Wertschöpfung eine rosige Zukunft bevor. Das zeigt auch ein erst unlängst fertiggestelltes Leuchtturmprojekt auf den Gründen der ehemaligen Hummelkaserne in Graz Reininghaus. Dort wurden vier Gebäude mit 92 Wohneinheiten bis zum sechsten Stockwerk in Holzmassiv-Bauweise ausgeführt. Der Baustoff wurde von Mayr-Melnhof Holz am Standort in Gaishorn gefertigt und vom steirischen Unternehmen Kulmerbau montiert, wodurch die gesamte Wertschöpfung in der Region blieb. Außerdem spricht auch die Bauzeit für den Holzbau, so konnte ein ganzes Geschoß innerhalb von nur vier Tagen aufgebaut werden, wodurch sich auch positive Auswirkungen auf die Baukosten ergeben.
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