05.07.2017, 09:33 Uhr

Wo der Euro herkommt ...

Claudia Macheiner ist Direktorin der Zweiganstalt Süd der Österreichischen Nationalbank. (Foto: Furgler)

Im Interview mit der WOCHE berichtet Claudia Macheiner über die Arbeit der Österreichischen Nationalbank.

Welche Rolle spielt die EZB für Österreich?
Claudia Macheiner: Die nationalen Zentralbanken der EU-Mitgliedstaaten sind die Eigentümer der EZB. Sie stellen gemäß einem Kapitalschlüssel, der sich nach Wirtschaftsleistung und Bevölkerungszahl errechnet – das Eigenkapital der EZB zur Verfügung . Die Österreichische Nationalbank ist, vertreten durch ihren Gouverneur im EZB-Rat, direkt an den geldpolitischen Entscheidungen der EZB beteiligt.

Wie viel Bargeld wird jährlich von der Österreichischen Nationalbank produziert?
Rund 80 Prozent aller Transaktionen in Österreich werden in Bar getätigt. In Österreich sind 28 Milliarden Euro im Umlauf. 1,6 Milliarden Banknoten werden jährlich bearbeitet. Die Banknoten werden auf ihre Umlauffähigkeit und Echtheit geprüft und dann wieder in den Bargeldkreislauf gebracht.

Wie nehmen die Österreicher den Euro an?
Jüngste Umfragen zeigen, dass 77 Prozent der Österreicher mit dem Euro zufrieden sind und sich ein Fortbestehen wünschen. Die Gemeinschaftswährung wird sehr geschätzt. Natürlich gibt es viele Menschen, die noch in Schilling „rechnen“. Das ist natürlich, weil der Schilling über Jahrzehnte auch Stabilität und Sicherheit bedeutet hat.

Mehr über den Euro und seine Bedeutung als Gemeinschaftswährung lesen Sie hier.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.