29.11.2016, 13:34 Uhr

Das Christkind lässt sich beraten

Blicken optimistisch aufs heurige Weihnachtsgeschäft (v.l.): Ernst Gittenberger (KMU Forschung Austria), Gerhard Wohlmuth (Obmann der Sparte Handel) und Helmut Zaponig (Geschäftsführer der Sparte Handel) (Foto: Fischer)

Der Handel freut sich schon jetzt auf Weihnachten, denn laut Marktforschung sind die Steirer heuer besonders spendabel.

Süßer die Kassen nie klingen als zur Weihnachtszeit. Heuer scheint die Wirtschaftslage besonders "goldig" zu sein, wie die KMU-Forschung Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Steiermark erhoben hat. "Wir erwarten uns für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ein Plus gegenüber dem Vorjahr, steiermarkweit werden rund sechs Millionen Packerln unter den Christbäumen liegen", berichtet WKO-Spartenobmann Gerhard Wohlmuth.

Vorteile beim Shoppen im Geschäft

Besorgt werden die Geschenke zu 50 Prozent direkt im Handel. "Für den 24. Dezember wird besonders viel Wert auf persönliche Beratung und Ideenfindung gelegt – Vorteile, die das Internet schlicht nicht bietet", weiß Helmut Zaponig, WKO-Spartengeschäftsführer für den Handel. Daneben ist aber auch die Tatsache, dass knapp 40 Prozent der Steirer zur Kategorie der "Late-Christmas-Shopper" gehören, ausschlaggebend dafür, dass der Handel im Weihnachtsgeschäft punktet. Konkret heißt das, diese Spätentschlossenen kaufen die Geschenke für ihre Lieben erst in der letzten Woche vor dem Heiligen Abend. So kurz vor Weihnachten ist man im Handel einfach auf der sicheren Seite gegenüber eventuell ausbleibenden Online-Lieferungen. Auch ein nicht selten nach den Feiertagen anfallender Umtausch funktioniert im Geschäft rasch und unkompliziert.

Es wird mehr ausgegeben

Investierten die Steirer im Jahr 2015 noch durchschnittlich 340 Euro in Weihnachtsgeschenke, so rechnet die KMU-Forschung heuer sogar mit 360 Euro pro Person. Am liebsten werden Gutscheine, Bekleidung, Bücher und Spielwaren verschenkt. "Das ‚Nachweihnachtsgeschäft‘ wird auch immer wichtiger", so Wohlmuth. "Wenn Geschenke umgetauscht werden, geben die Beschenkten beim Umtausch noch etwas mehr aus als den Geschenkwert. Dasselbe gilt beim Einlösen von Gutscheinen, da werden auch oft noch bis zu 15 Prozent mehr ausgegeben."
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