29.03.2017, 08:22 Uhr

Shanghai: Das Autokennzeichen muss man sich ersteigern

Shanghai - eine der größten Städte der Welt.

Es ist eine der aufregendsten Städte der Welt, pulsierendes Wirtschaftszentrum, eine gefühlt nahezu minütlich wachsende Region: Die Rede ist von der 24-Millionen-Einwohner-Metropole Shanghai (übersetzt: „über dem Meer“ – exakt 4 Meter über dem Meeresspiegel).

Zusätzlich halten sich noch rund 8 Millionen Wanderarbeiter in Shanghai auf, die meisten von ihnen sind auf Baustellen beschäftigt. Von denen es übrigens aktuell rund 20.000 in der Stadt gibt. „Rund ein Fünftel aller Kräne der Welt stehen in unserer Stadt“, weiß die Fremdenführerin zu berichten, die eine Steirer-Delegation (angeführt von LH Hermann Schützenhöfer) gekonnt durch die Mega-City führt. Auch die WOCHE hat dabei die Ehre, die hochkarätige weiß-grüne Delegation zu begleiten.

Die Sehenswürdigkeiten

An imposanten Sehenswürdigkeiten mangelt es der Stadt nicht, die Dimensionen pendeln zwischen mega und gigantisch, sie ziehen jährlich rund 8 Millionen Touristen an. So wie etwa das Observation Center, ein 602 Meter hoher Tower, der vom Boden bis zur Aussichtsplattform eine 120-Grad-Drehung vollzieht. Der Tower ist auch das Highlight der Shanghai-Skyline an der Uferpromenade des Huangpu – enstanden ist diese übrigens in den letzten 20 Jahren, parallel zur Entwicklung Shanghais zu einem der bedeutendsten Wirtschafts- und Finanzzentren der Welt. Weiters sehenswert: der Huangpu-Park, das legendäre Peace-Hotel aus den 1930er-Jahren, der Fernsehturm und Nanjing Lu, die wahrscheinlich größte Einkaufsstraße der Welt. Nicht zu vergessen der Finanzbezirk Pudong: Eine feste Bleibe sollte man sich dort aber nur suchen, wenn man finanziell halbwegs gut gestellt ist: Den Quadratmeter Wohnfläche erwirbt man dort um wohlfeile 20.000 Euro.


Uferpromenade des Huangpu

Das Klima

Die Sommer sind heiß und aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit extrem schwül. Das ergibt abends ein interessantes Stadtbild: Es ist in Shanghai durchaus üblich nach dem Abendessen noch einen kleinen Spaziergang zu machen – das erledigt man aber aus Effizienzgründen gleich im Pyjama. Im Winter kann es schon einmal Minusgrade haben – auf Heizungen verzichtet Shanghai allerdings, man zieht sich im Winter einfach wärmer an.

Der Verkehr

Das allbestimmende Alltagsthema ist der Verkehr, dieser wird mittlerweile auf drei Ebenen übereinander geführt, rund 70.000 Taxis sind täglich im Einsatz. „Viel zu wenige“, wie die Fremdenführerin seufzt. Der Trend im Land des größten Wirtschaftswachstums (7 Prozent im Schnitt) geht aber ohnehin zum „Eigentumsauto“. Um diese Lawine in den Griff zu bekommen, werden in Shanghai pro Monat „nur“ 9.000 Autos neu zugelassen. Interessenten gibt es deutlich mehr, deshalb werden die Kennzeichen einmal pro Monat online versteigert. Das kostet im besten Fall – man höre und staune – 12.000 Euro. Die Shanghaier sparen also zuerst aufs Kennzeichen und erst dann aufs Auto ...
1
1
4
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.