22.10.2014, 14:40 Uhr

Informieren und engagieren: Startschuss für regionale Freiwilligenzentren gefallen

LH Günther Platter (l.) und der Leiter der Abteilung Landesentwicklung und Zukunftsstrategie, Christoph Platzgummer, präsentierten das neue Logo der „Freiwilligenpartnerschaft Tirol“. (Foto: Land Tirol/Pidner)

Ob Nachbarschaftshilfe, Mitarbeit in einem Verein oder Einkaufsdienste für ältere Menschen – die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich zu engagieren sind vielfältig. Um die Freiwilligenarbeit in Tirol zu stärken, vorhandene Strukturen auszubauen, neue Angebote zu schaffen und mehr Menschen für ehrenamtliche Tätigkeiten zu gewinnen, startete im Frühjahr 2014 auf Initiative von LH Günther Platter das Projekt „Freiwilligenpartnerschaft Tirol“.

Mit Freiwilligenzentren in allen Bezirken des Landes, nimmt das Projekt "Freiwilligenpartnerschaft Tirol" im Jänner 2015 Fahrt auf. Der Startschuss für die lokalen Anlaufstellen fiel heute bei einem Vernetzungstreffen im Landhaus.

„Wir alle kommen irgendwann in die Lage, auf die Hilfe unserer Mitmenschen angewiesen zu sein. Der Staat kann das in geeigneter Weise nicht alleine erledigen“, schilderte LH Platter eingangs die Grundidee der Initiative. „Die gegenseitige Unterstützung und Solidarität, die nur aus der Gesellschaft heraus erwachsen kann, ist der Kitt unserer Gemeinschaft – und diesen wollen wir gemeinsam mit den Sozialpartnern, der Caritas Tirol und verschiedenen Unternehmen stärken.“ Eine effiziente Grundstruktur für zivilgesellschaftliches Engagement stelle das Land Tirol mit den Freiwilligenzentren. Die Kosten dafür tragen das Land Tirol und die Projektpartner.

Angebote aufzeigen, Interessierte gewinnen

Während den Organisationen, die Freiwillige suchen, die Möglichkeit geboten wird, sich zu präsentieren, können sich Interessierte bei den Freiwilligenzentren über ehrenamtliches Engagement informieren. Außerdem sollen Ehrenamtliche mit Aus- und Weiterbildungsangeboten unterstützt werden.

Darüber hinaus ist eine tirolweite Online-Börse für Freiwilligenarbeit geplant. Bis auf den Bezirk Schwaz sowie Innsbruck und Umgebung werden die Freiwilligenzentren an die Regionalmanagements angeknüpft. In Schwaz werden der Verein „TU-WAS!“ und für den Raum Innsbruck das Freiwilligenzentrum der Caritas der Diözese Innsbruck als zentrale Drehscheibe für Freiwilligenarbeit fungieren.

Nachwuchs speziell im Sozialbereich gesucht

Während es bei Sport-, Kultur- oder Traditionsvereinen nicht an Nachwuchs mangelt, gibt es im Sozialbereich Lücken. Da es in Zukunft aber weder die Mittel noch die Menschen geben wird, um jeden Bereich mit Hauptamtlichkeit abzudecken, ist Engagement in diesem Bereich wichtig - dabei ist es egal ob es sich bei den Freiwilligen um Jugendliche oder SeniorInnen handelt. Jeder Mensch zählt.

Caritas-Direktor Georg Schärmer lädt Einrichtungen, Vereine und Organisationen ein, sich für den nächsten Freiwilligentag am 19. März 2015 unter freiwilligenzentrum@dibk.at anzumelden.
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