19.10.2017, 19:10 Uhr

Zeugnis für die Köche: Der neue Gault Millau ist da

The King: Simon Taxacher erkocht erneut 19 Punkte und als einziger vier Hauben in Tirol. (Foto: marketing deluxe)

Simon Taxacher verteidigte seine Spitzenposition im renommierten Restaurantführer. (Foto: marketing deluxe)

TIROL. Nun ist er da, der von den Top-Köchen jährlich immer wieder mit Ehrfurcht erwartetet Restaurantführer Gault Millau 2018. Und in Tirol wurden 91 Haubenrestaurants 134 Hauben vergeben. Mehr gibt es nur in Wien, die Stermark hat mit 92 zwar mehr Haubenrestaurants, doch "nur" 125 Hauben erreicht.
Und was hat sich in Tirol getan?
Unangefochten an der Spitze bleibt Simon Taxacher vomRestaurant Rosengarten in Kirchberg. Als einziger hat er wieder die 19 Punkte erreicht. Beständig Martin Sieberer in der Paznaunerstube in Ischgl, der Tannenhof in St. Anton und  Alexander Fankhauser in Fügenberg. Alle drei holten erneut drei Hauben und 18 Punkte. Neu in der Riege ist Benjamin Parth. Im Restaurant Stüva erkochte er sich erstmals die 3. Haube und ebenfalls 18 Punkte. 

Die weiteren Tiroler Aufsteiger: Der Engel in Grän  ist erstmals mit 17 Punkten bewertet, ebenso der Tennerhof in Kitzbühel und das Schlosshotel Romantica in Ischgl. Das im Vorjahr nicht benotete Arlberg Hospiz Hotel wurde mit 15 Punkten und 2 Hauben belohnt. 
Die Mühle in Gerberbach wurde um einen Punkt auf 13 gestuft,  ebenso wie die Alte Post in St. Anton und der Strasserwirt in Strassen. 

Zu den Trends in der gehobenen Gastronomie sagen Martina und Karl Hohenlohe, die Herausgeber des Gault Millau: "Wie jedes Jahr können wir uns mit unserer kulinarischen Watchlist nicht zurückhalten.  Wir finden, Pulled Pork hat seinen Auftritt gehabt, es klingt genauso wie die Burger- Manie bereits etwas ab. Ganz im Gegensatz zu unserem Dauerbrenner in diesem Anti- Ranking. Bitte verzeihen Sie die Vehemenz, aber das Beef-Tatar breitet sich aus wie eine Pest. Gibt es keine andere Art, mit einem guten Stück Rindfleisch umzugehen? Die Köche beantworten unsere unterschwellige  Tatar-Fadesse damit, dass die Gäste das wollen. Manchmal weiß man aber gar nicht, dass man etwas anderes will, solange man es nicht vorgesetzt bekommt. Wäre eine Idee.", so die beiden.  Was sie sich für die Zukunft wünschen? "Mehr eigenständige Konzepte, weniger Beef Tatar und ein gesteigertes Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel."

Der Gault Millau erscheint heuer bereits zum 39.Mal. Alle Haubenrestaurants in Tirol finden Sie unten.
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