15.09.2016, 15:09 Uhr

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol für Mobilitätsmanagement von Berger Logistik

Preisverleihung: Wolfram Gehri, Markus Ley, Ingrid Felipe, und Markus Gansterer.

Vorbildliche Maßnahmen des Wörgler Unternehmens für die Mitarbeiter

Das Mobilitätsmanagement für die MitarbeiterInnen von Berger Logistik in Wörgl wurde heute in Innsbruck von VCÖ, LHStv. Ingrid Felipe und ÖBB mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Tirol ausgezeichnet. „Der Arbeitsweg macht bei den meisten Tirolerinnen und Tirolern einen Großteil des Mobilitätsbedarfs aus. Deswegen ist besonders relevant für Klima, Luft und Natur, wie sie zur Arbeit kommen“, sagte Felipe bei der Verleihung des VCÖ-Mobilitätspreises in Innsbruck.
Berger Logistik hat seinen Unternehmensstandort vom schwer erreichbaren Industriegebiet in Radfeld zum Hauptbahnhof Wörgl verlegt. Begleitend wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, damit die Beschäftigten möglichst nicht mehr mit dem Auto, sondern umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder wer in der Nähe wohnt, zu Fuß zur Arbeit kommen.
Im Vergleich zum früheren Standort werden nun durch den neuen Unternehmensstandort rund eine Million Autokilometer pro Jahr vermieden, was einer Verringerung der klimaschädlichen Treibhausgas-Emissionen von mindestens 150.000 Kilogramm entspricht.

Infrastruktur für ohne Auto

Unter anderem wird das Gehen sowie Radfahren zur Arbeit beworben. Es gibt gute Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder, einen eigenen Abstellraum, Garderoben mit Duschen und einer Stromtankstelle für E-Bikes. Es wird Beschäftigten das Öffi-Jobticket angeboten (Unternehmen übernimmt Kosten der Jahreskarte, ist steuerlich begünstigt), die Arbeitszeiten werden auf die Fahrpläne von Bahn und Bus abgestimmt und es gibt keine gratis Pkw-Parkplätze mehr.
„Dieses Projekt zeigt, wie groß das Klimaschutzpotenzial durch betriebliches Mobilitätsmanagement ist. Ein Vorbild, das hoffentlich in und außerhalb Tirols von vielen Betrieben aufgegriffen und ebenfalls umgesetzt wird", sagt VCÖ-Experte Markus Gansterer.
„Das Gewinnerprojekt beim VCÖ-Mobilitätspreis Tirol ist der lebende Beweis dafür, dass eine gute Erschließung mit Bus und Bahn den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel unschlagbar attraktiv macht. Moderne Bahnhöfe als Drehscheiben die im Takt von Zügen und Regionalbussen angefahren werden machen die Öffis zum fixen Begleiter in die Arbeit. Wir vom ÖBB-Postbus sind für viele Kundinnen und Kunden ein Teil der Mobilitätskette und gratulieren den Vertretern des heurigen Siegerprojektes“, so ÖBB-Postbus Regionalmanager Wolfram Gehri.
Der VCÖ-Mobilitätspreis Tirol wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Tirol und den ÖBB durchgeführt und vom Verkehrsverbund Tirol und der TIWAG unterstützt.

Zur Sache:

VCÖ-Mobilitätspreis Tirol: Die GewinnerInnen
Jahr 2016: Mobilitätsmanagement am neuen Standort Wörgl: Berger Lgistik
Jahr 2015: Gemeinde Serfaus – Begegnungszone Serfaus
Jahr 2014: Innsbrucker Verkehrsbetriebe und Stubaital GmbH: Innsbrucker Tram / Regionalbahn
Jahr 2013: Marktgemeinde Reutte
Jahr 2012: Klimabündnis Tirol
Jahr 2011: Stadtgemeinde Schwaz: „Schwaz mobil“
Jahr 2010: Verkehrsverbund Tirol „Einführung Wipptal S-Bahn“
Jahr 2009: Stadtgemeinde Schwaz „Bahnhofsprojekt Schrankenlos“
Jahr 2008: EGGER
Jahr 2007: Klimabündnis Tirol
Jahr 2006: GE Jenbach
Jahr 2005: Stadtgemeinde Schwaz
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