09.12.2016, 11:17 Uhr

Aufgeblättert – "Als der Teufel erwachte" von Jennifer B. Wind - Jetzt drei handsignierte Exemplare gewinnen!

Jennifer B. Wind und ihr Debüt-Roman "Als Gott schlief" waren für mich eine der positivsten Überraschungen in diesem Jahr. Nun stellt die Autorin mit "Als der Teufel erwachte" ihren zweiten Roman rund um die Wiener Ermittlerin Jutta Stern vor.

Wind gelingt mit „Als der Teufel erwachte“ das Kunststück, einen topaktuellen Kriminalroman zu schreiben. Zwei Leichen werden in einer Werkstatt in Favoriten im Kofferraum gefunden. Die Besitzerin zeigt sich unwissend und kann keine nützlichen Informationen liefern. Jutta selbst steigt erst später ins Geschehen ein, denn sie befindet sich anfangs im Ausland auf der Suche nach ihrem für tot geglaubten Vater.

Während ihrer Abwesenheit kehrt auch ihr Kollege Tom von einem mehrmonatigen FBI-Ausflug zurück. Tom, der schon seit längerem Gefühle für seine Kollegin hegt, ist enttäuscht, dass er nicht in Julias Reisepläne eingeweiht wurde. Als Jutta endlich zurückkehrt, ist die Stimmung zwischen den beiden eisig. Und das nicht nur, weil Julia traumatische Erlebnisse in ihrem Urlaub gemacht hat.

Doch ihre zwischenmenschliche Probleme werden zugunsten der Lösung des Falls zurückgedrängt. Die Ermittler kommen anfangs keinen Schritt weiter. Zwar kristallisieren sich alsbald Verdächtige heraus, aber ein Zusammenhang zu den Geschehnissen lässt sich nicht nachweisen. So halten die beiden Ermittler nur lose Puzzlestücke in den Händen, die sich nicht zu einem Ganzen zusammenfügen lassen.

Wind beginnt ihren Roman an zwei Fronten: Zum einen in Wien Favoriten und zum anderen aus der Sicht eines syrischen Flüchtlings, der nach Österreich flüchtet. Wind beschreibt die aufreibenden Stunden der Flucht, die mit viel Leid und Trauer verbunden sind. Es gibt verschiedenste Zeitebenen, die alle im späteren Lauf der Geschichte zusammenfließen.

„Als der Teufel erwachte“ ist trotz aller Vielschichtigkeit ein leicht zu lesender Thriller. Vielleicht auch gerade deswegen, weil die Geschichte gegenwärtig nicht realer sein könnte und der Leser relativ einfach einen unmittelbaren Bezug zur gegenwärtigen Ereignissen herstellen kann.
Wind lädt uns zu einem kleinen Ausflug in die Welt der Mafia und ihre Machenschaften. Tiefere Einblicke gewährt sie uns jedoch in die Welt der Schlepper, die sich am Los der Flüchtlinge skrupellos bereichern. Man hat als Leser zu jeder Zeit das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Trotz etlicher Zeitsprünge bewegt sich Winds aktueller Roman nicht in einem Höllentempo dem Finale zu. Langsam pirschen sich die Protagonisten an des Rätsels Lösung heran, bis am Ende alle Puzzlestücke auf die richtigen Plätze fallen.

Jennifer B. Wind hat mit Tom, Jutta und Georg ein Trio erschaffen, welches sich trotz aller zwischenmenschlicher Probleme immer als professionell eingespieltes Team erweist. Man darf gespannt sein, welche Fälle das Trio in weiterer Folge noch zu lösen haben wird.


432 Seiten - erhältlich bei Emons Verlag um 12,90 EUR (Taschenbuch) | 9,49 EUR (Ebook)
Verlag: Emons Verlag
ISBN 978-3954519804









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Poldi Lembcke aus Ottakring | 29.11.2016 | 09:46   Melden
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Iris Wilke aus Land Wien | 29.11.2016 | 11:33   Melden
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Alois Fischer aus Liesing | 29.11.2016 | 13:37   Melden
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Iris Wilke aus Land Wien | 29.11.2016 | 13:42   Melden
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Heidi Michal aus Favoriten | 13.12.2016 | 23:11   Melden
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