07.11.2017, 10:30 Uhr

Öffis in Wien werden ab Jänner teurer – Pensionisten trifft es besonders

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Ab 1. Jänner werden die Öffi-Tickets in Wien wieder teurer. Für Einzelfahrten muss tiefer in die Tasche gegriffen werden, auch Seniorentickets werden erheblich teurer. (Foto: Wiener Linien/Johannes Zinner)

Die Wiener Linien erhöhen ab 1. Jänner - mit wenigen Ausnahmen - alle Ticketpreise. Die Jahreskarte für Senioren etwa wird, sogar bei Einmalzahlung, um satte elf Euro teurer.

WIEN. Ab 1. Jänner 2018 wird das Öffi-Fahren in Wien wieder teurer. Die Wiener Linien heben die Preise für fast alle Tickets - und die Preissteigerungen sind deutlich. Wenige Ausnahmen, etwa die Jahreskarte bei Einmalzahlung, das Jugendticket, Top-Jugendticket und Semesterkarten bei Onlinekauf, bleiben von der Preiserhöhung unberührt. Einzelfahrscheine werden um 20 Cent teurer und kosten künftig 2,40 Euro. Einige Fahrscheine wie das 4-Fahrten Ticket (Streifenkarte) oder das 90-Minuten Ticket werden wegen geringer Nachfrage aufgelassen. Neu im Sortiment ist ab 1. Jänner ein 2-Fahrten Fahrschein und ein Einzelfahrschein für Senioren.

Senioren zahlen mehr

Besonders hart trifft die Preissteigerung die Senioren der Stadt. Ein Seniorenticket erhält man künftig erst mit 63 Jahren und für die Jahreskarte muss dann wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden als bisher. Bei Einmalzahlung kostet die Karte ab Jänner 235 Euro - bisher 224 Euro. Bei monatlicher Abbuchung erhöht sich der Preis gar um 17 Euro. Insgesamt werden die Ticketpreise ab 2018 um 3,7 Prozent steigen. Für die Seniorenjahreskarte jedoch beträgt die Preissteigerung satte 22 Prozent. Man habe die Preise für Seniorenkarten seit zehn Jahren nicht angehoben, daher sei die Preissteigerung vertretbar, so Wiener Linien Geschäftsführerin Alexandra Reinagl. Und außerdem hätten sich die Pensionen auch erhöht.

Grundsätzlich seien die Preissteigerungen auf einen erhöhten finanziellen Aufwand zurückzuführen. Die letzte Preissteigerung bei den Tickets hingegen habe es im Jahr 2014 gegeben. Doch das soll, geht es nach Reinagl, nicht so bleiben. "Mein Wunsch ist, im 2-Jahres Rhythmus moderate Anpassungen zu machen."

Kein Busverkauf mehr

In den Bussen der Wiener Linien werden in Zukunft keine Fahrkarten mehr verkauft. Eine Maßnahme, die zur Effizienzsteigerung führen solle. Das gilt in Zukunft auch für die Nachtbuslinien. Das heißt, wer mit dem Nachtbus fährt, muss sein Ticket entweder mit dem Handy kaufen oder aber vorsorglich Fahrscheine einpacken.

Schwarzfahrer aufgepasst

Wer ohne gültiges Ticket unterwegs ist und erwischt wird, zahlt künftig 105 statt bisher 103 Euro - wenn der Betrag sofort beglichen wird. Danach hat man zwei Wochen Zeit, um 115 Euro Strafe zu zahlen. Nach zwei Wochen - bisher waren es drei Tage - erhöht sich die Strafe auf nun 145 Euro (bisher 134).

Die Preise ab 1. Jänner 2018

Einzelfahrt: 2,40 Euro; 2,60 Euro im Fahrzeug (Ermäßigt: 1,20 Euro; 1,40 Euro)
Einzelfahrt Senioren (NEU): 1,50 Euro
2 Fahrten Wien: 4,80 Euro (Ermäßigt: 2,40 Euro)
2 Fahrten Wien Senioren: 3 Euro
24/48/72 Stunden Wien: 8 Euro/14,10 Euro/17,10 Euro
8 Tage Klimakarte: 40,80 Euro
Wochenkarte: 17,10 Euro
Monatskarte: 51 Euro
Jahreskarte: 365 Euro (monatl. Abbuchung 33 Euro)
Jahreskarte Senioren: 235 Euro (monatl. Abbuchung: 20,50 Euro)
Monatskarte Sozialpass: 18 Euro
Jugendticket: 19,60 Euro
Top-Jugendticket: 60 Euro
Semesterkarte Online: 75 Euro (Vorort: 78 Euro)
Semesterkarte Nicht-Wien Online: 150 Euro (Vorort: 156 Euro)
Ferien-Monatskarte Studierende: 29,50 Euro
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34.420
Renate Blatterer aus Favoriten | 07.11.2017 | 18:13   Melden
99
Martin Weber aus Favoriten | 08.11.2017 | 11:08   Melden
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