14.09.2018, 15:21 Uhr

"Über Grenzen, Schleichwege und Gemeingut" - Wienwoche hat begonnen

Die Küsten Österreichs (Foto: Julia Gaisbacher / Christoph Hoebart)

Die Wienwoche findet von 14. September bis 23. September 2018 statt. Das Motto in diesem Jahr: "Über Grenzen, Schleichwege und Gemeingut".

WIEN. Bereits zum siebten Mal findet die Wienwoche in diesem Jahr statt. An mehreren Schauplätzen werden dabei verschiedene Projekte präsentiert, die sich in diesem Jahr mit dem Thema "Grenzen überwinden" auseinandersetzen. Das Wiener Festival, experimentiert mit der Verschmelzung von kreativen Praktiken und Aktivismus. Diese findet man in unterschiedlichen Größen und Formaten und von verschiedenen Seiten der Kunst und sozialer Bewegungen. 


(Foto: Process Studio; Aus dem Stück: Der Staatenlose)

Im Vorhinein wurden zwölf Projekte ausgewählt. Während des Open Calls für die Wienwoche 2018 standen folgende Fragen im Zentrum:  Wie überwinden wir geografische, politische oder soziale Grenzen? Wie können wir Raum, Zeit und Güter gemeinsam nutzen? 

"2018 lädt die Wienwoche ein zu künstlerischer Forschung, zu aktivistischen Ausflügen und zum Kampf ums Gemeingut, darum, dass die Welt endlich uns allen gehört“, so die Nataša Mackuljak und Ivana Marjanović, das Leitungsteam der Wienwoche. Dementsprechend verbindet das Thema "Grenze" auch alle teilnehmenden Projekte.

(Foto: Daniel Jarosch)

Veranstaltungen

Wie unterschiedlich das ausgelegt sein kann, zeigt sich, wenn man sich die Projekte näher anschaut. So gibt es etwa das Projekt von Amina Handke "AAA! – Anonyme Ältere Aktionistinnen", wo Internet-Lehrvideos gezeigt werden, die erklären, wie sich Frauen ab 40 im Alleingang politisch engagieren können. Im Anschluss kann darüber diskutiert werden. (Termine: 18. & 20.9., Beginn 18 Uhr im Florianihof)

Ebenfalls zum Mitmachen ruft das Projekt "K im Sommercamp" auf. Dabei versuchen Interessierte ein alternatives Ende zu Franz Kafkas unvollendetem Roman "Amerika" zu finden.  Das Endergebnis kann als performative Installation am 23. September im Werk X zu sehen sein. 

Mit den ehemaligen Grenzen Wiens setzt sich das Projekt "Wiener Linien Bau" auseinander. Die Grenze, die der Wiener Linienwall einst in die Stadt einschrieb, existiert heute zum Teil als Verkehrsbauwerk weiter. Aber wo verlaufen die neuen Grenzen in der Stadt? Das Projekt von Tomash Schoiswohl, will klären, welche Linien Wall und Verkehrsbetriebe durch Wien ziehen: verbindende oder trennende? Verschiedene Spaziergänge und Ausstellungen finden ab 18. September statt.


(Foto: Juri Schaden)

Alle weiteren Infos und Zeitpläne gibt es unter: www.wienwoche.org/

Alle Veranstaltungen können kostenlos besucht werden und sind barrierefrei zugänglich.

Träger des Festivals ist der unabhängige Verein zur Förderung der Stadtbenutzung.
Die Wienwoche wird von der Kulturabteilung der Stadt Wien mit einer Jahresförderung in der Höhe von 453.000 Euro unterstützt.
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