Spendensammelaktion der AG Burschlkirche
In der Burschlkirche nagt der Wurm der Zeit

Josef Hueber, Eva Lunger, Ingrid Bürger und Andreas Pfenniger (v.li.) beim Frischemarkt Landeck.
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  • Josef Hueber, Eva Lunger, Ingrid Bürger und Andreas Pfenniger (v.li.) beim Frischemarkt Landeck.
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LANDECK (sica). Als positiven Abschluss des 40-jährigen Engagements für die Burschlkirche sammelt die Aktionsgemeinschaft Spenden, um die Bekämpfung des Holzwurmbefalls in der Kirche in Höhe von knapp 15.000 Euro zu finanzieren.

Der Wurm ist drin

Die Burschlkirche, ein Mahnmal einer Pandemie aus früherer Zeit, geht auf ein Gelöbnis der Familie Weinzierl im der Zeit von 1635/36 zurück. Die überregionale Bedeutung verdankt die Kirche beim ehemaligen Pestfriedhof vor allem den drei in ihr verwahrten Schnitzaltäre, die von heimischen Bildschnitzern des Raumes Landeck errichtet wurden.

Die Burschlkirche kämpft mit starkem Holzwurmbefall und benötigt dringend Renovierungsarbeiten.
  • Die Burschlkirche kämpft mit starkem Holzwurmbefall und benötigt dringend Renovierungsarbeiten.
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Nun nagt an den Kunstwerken im wahrsten Sinne des Wortes der Zahn der Zeit - Im Fall der Burschlkirche der Holzwurm.

Mit Bildern vom Holzwurmbefall wurde die Dringlichkeit der Bekämpfung durch einen Kammerjäger verdeutlicht.
  • Mit Bildern vom Holzwurmbefall wurde die Dringlichkeit der Bekämpfung durch einen Kammerjäger verdeutlicht.
  • Foto: AG Burschlkirche/AG-Sophie-Scholl
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Als Nachfolgeverein der Pfadfinder, welche die große Restaurierung von 1980-1991 trugen, übernahm die Aktionsgemeinschaft Burschlkirche/Aktionsgemeinschaft-Sophie-Scholl in einer Art Vertrag mit der Pfarrkirche Bruggen die Verpflichtung, weiter Sorge um den Erhalt zu tragen. Darin wurde auch vereinbart, dass Beobachtungen und Mängel zu melden seien und die Zuständigkeit und Letztverantwortung beim Kirchenrat der Pfarre Bruggen verbleibt. Bei Bemerken des Holzwurmbefalls wurde dieser gemeldet, es wurden Begehungen mit Experten durchgeführt und ein Gutachten erstellt, welches auch andere Mängel bei der Kirche erwähnte. Dekan Martin Komarek bestätigte, dass die Aktionsgemeinschaft beim Holzwurmbefall um Hilfe gebeten wurde, doch die Ausarbeitung eines Projektes dieser Dimension war nicht die Absicht. Nach einigem Hin und Her gab die Aktionsgemeinschaft im vergangenen Dezember bei einem Pressegespräch bekannt, das Engagement für die Burschlkirche zurückzulegen, die Aufgabe des Erhalts wurde von Dekan Komarek an die zuständige Pfarre Bruggen übertragen. 

In der Burschlkirche ist der Wurm drin

Spenden für Wurmbekämpfung

Bereits beim Pressegespräch im Winter vorigen Jahres wies die Aktionsgemeinschaft darauf hin, einen positiven Abschluss anzustreben und mit einer Baustein-Aktion einen Teil der Restaurationskosten finanzieren zu wollen. Ein eigens erstelltes Heft über die Geschichte und die Entwicklungen im Laufe der Zeit in und um die Burschlkirche kann nach wie vor in den lokalen Buchhandlungen, bei Mitgliedern der Aktionsgemeinschaft oder im Weltladen erworben werden. Die 25 Euro pro Exemplar kommen dabei zu hundert Prozent der Burschlkirche zugute, da der Druck bereits durch Sponsoren finanziert wurde.

Der "Baustein", ein eigens erstelltes Heft über die Burschlkirche, kann bei Mitgliedern der AG, in lokalen Buchhandlungen oder dem Weltladen erworben werden.
  • Der "Baustein", ein eigens erstelltes Heft über die Burschlkirche, kann bei Mitgliedern der AG, in lokalen Buchhandlungen oder dem Weltladen erworben werden.
  • Foto: Siegele
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Nun hat sich die AG die komplette Finanzierung der Bekämpfung des Holzwurmbefalls zum Ziel gesetzt, welche bei Durchführung von einer Spezialfirma knapp 15.000 Euro kosten wird. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Summe bis Herbst gesammelt haben.", zeigt sich Andreas Pfenniger von der Aktionsgemeinschaft zuversichtlich.

Am Frischemarkt wurden Passanten über den Zustand durch den Holzwurmbefall in der Burschlkirche informiert.
  • Am Frischemarkt wurden Passanten über den Zustand durch den Holzwurmbefall in der Burschlkirche informiert.
  • Foto: Siegele
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Vergangenen Freitag waren einige Mitglieder am Landecker Frischemarkt stationiert, um Passanten über die aktuelle Lage in der Kirche zu informieren und Spenden zu sammeln. Zusätzlich wurde ein eigenes Spendenkonto (AT40 4239 0005 00051089) eingerichtet, um Menschen die bei der Sammelaktion am Freitag nicht vor Ort waren eine Möglichkeit zu bieten, etwas zum Erhalt der Kunstschätze in der Burschlkirche beizutragen.

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