Kirchenrenovierung ist in der Zielgeraden

Die Mauern der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt wurden trocken gelegt und werden heuer neu verputzt.
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LANDECK (otko). Die spätgotische Landecker Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt wird seit einigen Jahren umfassend restauriert und saniert. Einen Einblick in die laufenden Arbeiten gaben vergangenen Freitag Dekan Martin Komarek und Architekt Fritz Falch. "Heuer ist die intensivste Investitionsphase und Ende Frühjahr 2016 wird die Generalsanierung abgeschlossen. Wir liegen absolut im Kosten- und Zeitplan", berichtet Falch. Insgesamt 29 Firmen und Experten sind tätig. Die Investitionskosten liegen bei 2,4 Millionen Euro. "Bis dato haben wir eine Millionen Euro investiert und für den restlichen Betrag wurden bereits die Aufträge an die entsprechenden Firmen und Restauratoren vergeben. Allerdings sind 400.000 Euro noch nicht gedeckt", so Falch. Weitere Spenden sind daher erbeten (IBAN: AT17 4585 0005 0006 6892).
Auch der Termin für die Einweihung steht bereits fest. Am Patronatsfest – 15. August 2016 – wird die Einweihungsfeier mit Bischof Manfred Scheuer stattfinden. "Die Vorbereitungen für das Jubiläum 1.500 Jahre Kirche in Landeck sind voll am laufen. Derzeit wird auch eine Festschrift vorbereitet", verrät Komarek.

Stein aus Jerusalem

Die Innenschale des Gotteshauses wurde neu gefasst und das Gewölbe mit 1.600 Stahlankern fixiert und stabilisiert. Derzeit sind die Elektro- und Sanitärinstallationen im Gange. Heuer wird zudem der Boden inklusive Bodenheizung verlegt. Unter dem Natursteinboden befindet sich ein Kalkestrich, der dampfdurchlässig durchlässt. "Eine Fußbodenheizung klingt zwar luxuriös, aber dieses System ist relativ kostengünstig und verhindert Temperaturschwankungen, die den Kunstwerken schaden", betont Dekan Komarek. Anstelle von Kirchenbänken wird eine Sesselbestuhlung installiert, die stabil verbunden werden kann. Besonders erfreut zeigt sich der Stadtpfarrer über den neuen Zelebrationsaltar, dessen Stein aus Jerusalem kommt. Die restlichen Altäre befinden sich derzeit in der Restaurierung.
Bereits abgeschlossen wurde die Trockenlegung der Kirchenmauern. Heuer kommt auch noch der Außenputz – ein reiner Kalkputz – drauf. "Nach eingehenden Diskussionen wird jener Verputz wieder hergestellt, wie er seit den 1970er Jahren war. Vorher war die Kirche anders verputzt, aber wir tätigen hier keine mutwillige Geldausgabe und den historischen Putz wieder herzustellen", erklärt Falch.

Sehenswürdigkeiten

Bei den archäologischen Grabungen konnte die Landecker Kirchengeschichte bis ins 5. Jahrhundert zurückdatiert werden. Künftig wird das 1.500 Jahre alte frühchristliche Taufbecken unter einer klimatisierten Glasplatte im Boden sichtbar sein. Der Rest der archäologischen Grabungen wurde nach der Dokumentation wieder zugeschüttet und kann in Form eines 3D-Films besichtigt werden.
Auch die Grabanlage des 1497 verstorbenen Kirchenstifters Oswald von Schrofenstein wird eine künftige Sehenswürdigkeit. "Die zahlreichen Untersuchungen haben zweifelsfrei ergeben, dass es sich um das Grab des Kirchenstifters handelt", verweist Falch. Die nicht mehr vorhandene Grabplatte wird rekonstruiert und die besonderen Fundstücken wie das Schrofensteiner-Schwert werden in einer klimatisierten Vitrine ausgestellt. Einen prominenten Platz im Eingangsbereich der Kirche bekommt auch der Schrofensteiner Taufstein.
Die drei historischen Glasfenster mit marianischen Motiven aus dem 19. Jahrhundert werden künftig zusammengeführt. "Wir wissen aber, dass noch ein viertes Fenster existiert hat und schließen nciht aus, dass es irgendwo in Landeck verwahrt wird", so Falch abschließend.

Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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