Bergbau Gand
Glück auf! Bergbau in St. Jakob

Feierliche Eröffnung des Markus-Stollens.
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ST. JAKOB (jota). Mit "Glück auf!" wurde das rekonstruierte Bergwerk Gand in St. Jakob eröffnet. Pfarrer Norbert Jakab segnete die Stollenanlage. 

"Es handelt sich hier um einen ganz speziellen Bergbau, von dem wir wenig wissen", erklärt DI Peter Gstrein, der als wissenschaftlicher Leiter die Bauarbeiten seit Beginn vor zwei Jahren begleitet. "Zwischen 1400 und 1520 wurden hier Fahlerze abgebaut, das sind verschiedene Metalle, die an Schwefel gebunden sind", erläutert Gstrein. "In Gand finden sich extrem hohe Quecksilberanteile, so war Gand der einzige Quecksilberproduzent in ganz Tirol!"
"Insgesamt wurden bis jetzt 500.000 Euro investiert", betont Bgm. Helmut Mall. Untertage soll es weitergehen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen und um die geheimnisumwobene Kaverne, die in Erzählungen überliefert wurde, vielleicht doch noch zu finden. "Großer Dank gebührt dem leider inzwischen verstorbenen Markus Kaser, der als Hobbyarchäologe die Stollen wieder frei legte und so den Grundstein für weitere Arbeiten setzte!" Nach ihm wurde auch der Markus-Stollen benannt, der ca. 54 m ins Berginnere reicht. Im so genannten Knappa-Loch sieht man noch Original-Zimmermannskunst aus früheren Jahrhunderten.
Mit einem geschnitzten Bergmann und Gestein aus dem Berginneren bedankten sich Bgm. Helmut Mall, TVB-Obmann Josef Chodakowsky und Peter Mall bei Peter Gstrein, Manuel Venier, Frank Traxl, Sabine Kaser und Manuel Matt. Als besonderen Tag für die ganze Region bezeichnete auch Josef Chodakowsky die Eröffnung des Bergwerks.
Pfarrer Norbert Jakab segnete die Menschen und die Bergwerksanlage. "Bergmänner suchen Mineralien, Pfarrer die Schätze in den Menschen", verglich der Geistliche die Tätigkeiten. 
Bei Führungen wird das Bergwerk für Interessierte zugänglich gemacht.

NACHGESCHENKT

Bergbau spielt seit Jahrtausenden eine wichtige Rolle. Ohne die wertvollen Rohstoffe wären viele Erzeugnisse in der heutigen Zeit nicht möglich. Allerdings müssen Menschen in armen Ländern oft unter unwürdigsten Bedingungen arbeiten, damit sich reiche Länder jederzeit Handys, Autos, Computer oder anderes leisten können. Es ist unsere Pflicht, verantwortungsbewusster mit begrenzten Rohstoffen umzugehen, damit Menschen ihr Leben nicht aufs Spiel setzen müssen und die Erde nicht ausgebeutet wird.

Autor:

Dr. Johanna Tamerl aus Landeck

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