Umweltschutz und Mülltrennung
„Apfelputzen rein - Plastik nein!“ Kompost-Infoaktion in Landeck

Die "kompostierte" Infoaktion am Landecker Frischemarkt stößt auf großes Interesse bei der Bevölkerung.
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LANDECK (tth). Warum hochwertiger Kompost ohne Verunreinigungen wichtig für den Boden ist, wie man damit die Umwelt schützen kann und wie wichtig richtige Mülltrennung ist, darüber informierte derABV-Westtirol und die Umweltwerkstatt, mit tatkräftiger Unterstützung von SchülerInnen der NMS Landeck am Frischemarkt.

Rohstoffkreisläufe schließen und Qualität sichern

"Es macht keinen Sinn Kompost aus Holland oder von noch weiter her importieren zu lassen. Wir haben hier ein regionales Top-Produkt von höchster Qualitätsklasse," erklärt Bernhard Weiskopf von der Umweltwerkstatt. Der ABV- Westtirol produziert in Roppen jährlich ca. 4000t Kompost aus rund 10.000t Bioabfall und zusätzlich 8.000t Baum- und Strauchschnittabfall, welcher aus 53 Gemeinden der Bezirke Landeck und Imst gesammelt wird. Ungefähr die Hälfte davon, wird momentan an Gemeinden verteilt bzw. von Privatpersonen abgeholt. Der Rest wird nach Vorarlberg verkauft. Durch die Aktion soll bei der Bevölkerung das Bewusstsein geschaffen werden, dass es keinen Kunstdünger oder schädliche Chemie braucht um eine ertragreiche Ernte im eigenen Garten hervorzubringen. Viel besser für den Boden, seine Biodiversität und Fruchtbarkeit geeignet, ist dieses natürliche Rotteprodukt aus organischen Abfällen. Dem Boden werden entzogene Nährstoffe durch Kompost zurückgegeben. Leider verirrt sich aber auch immer wieder Plastik, Glas und anderer Abfall in die Biomülltonnen. "Der ABV kann mit der Qualitätsklasse A+ die Beste Qualität aufweisen.  Kann diese Qualität nicht gehalten werden, bedeutet dies große Einschränkungen für die Weiterverwendung des Komposts. Der Grundstein für die Produktion von hochwertigem Kompost wird schon in den Haushalten gelegt. Jedes Jahr müssen ca. 800 - 1.000 Tonnen dieser Störstoffe mit einem Mehraufwand von über 100.000€ herausgefiltert und in einer Verbrennungsanlage entsorgt werden", berichtet Eva-Maria Weinseisen  vom AVB Westtirol. Deshalb werden Biotonnen in Zukunft im Zuge der „Apfelputzen rein - Plastik nein“- Kampagne des Landes Tirol und den Tiroler Abfallverbänden vermehrt kontrolliert. "Mülltonnen mit Fehlwürfen bekommen einen Zettel mit einem Hinweis und werden stehen gelassen. Damit soll die Qualität des Biomülls der nach Roppen geliefert wird verbessert werden", erklärt Toni Prantauer, Unterstützer der Aktion, welcher mit seiner Firma Biomüll aus den verschiedenen Gemeinden zum ABV transportiert und von dort auch den fertigen Kompost wieder in die Gemeinden zurückführt. Dieser Rohstoffkreislauf soll in Zukunft noch verbessert und auf weitere Gemeinden ausgeweitet werden. "Man sieht, viele Leute haben ein sehr großes Umweltbewusstsein und Liebe zum eigenen Garten und der Natur", freut sich Landecks Bürgermeister Wolfgang Jörg über den Erfolg dieser bewusstseinsbildenden Verschenkaktion die passend zur neuen Vegetationszeit großen Andrang fand. Die Kinder der NMS waren wirklich höchst beschäftigt mit dem Befüllen und Verteilen der Kompostkübel und die Leute freuten über das sympathische Auftreten und die Informationen der Kinder.


Appell des ABV

Der Appell des ABV- Westtirols lautet auf eine sachgemäße Trennung des Biomülls zu achten, um den Rohstoffkreislauf im Sinne der Umwelt und der Wirtschaftlichkeit zu erhalten.  Über 10t Humus standen bei der Aktion zur Verfügung, der restliche Humus kann noch im Laufe der Woche beim Bauhof in Landeck gratis von Privatpersonen abgeholt werden. Außerdem können alle BürgerInnen der Bezirke Landeck und Imst das ganze Jahr über Kompost gratis vom ABV beziehen. "Auch in der Gemeinde Ried werden bald Boxen mit Kompost vom ABV zur freien Entnahme am Recyclinghof zur Verfügung stehen", erklärte der Rieder Bürgermeister Elmar Handle. 

Das Projekt „Kompostverschenkaktion“ veranstaltete Eva-Maria Weinseisen vom ABV-Westtirol zusammen mit der Umweltwerkstatt Landeck, der Firma Prantauer und mit fleißiger Beteiligung zweier Klassen der NMS Landeck mit KV Cordula Spiss.

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