Neue Regelung
App soll Taxi-Probleme in Ischgl lösen

Mit den bestellten Fahrten sollen Leerfahrten im Ort vermieden werden.
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ISCHGL (otko). Leerfahrten im Ort reduzieren: Seit der Wintersaison müssen Taxifahrten per App bestellt werden.

Konflikte vorprogrammiert

Im Winter wird Ischgl nicht nur zu einer Touristen-, sondern auch zu einer Taxihochburg. Insgesamt fünf Taxiunternehmern kämpften in der Vergangenheit im engen Dorfzentrum um Kundschaften. Konflikte zwischen den Taxilenkern, der Polizei und der Security waren in der Wintersaison vorprogrammiert. Gerade das Kreisen nach Fahrgästen in der Fußgängerzone sorgte bei der Gemeinde und bei den Taxiunternehmern für Ärger und reichlich Zündstoff.

Beruhigung gelungen

"Jetzt haben wir keine Taxi-, sondern wieder eine Fußgängerzone. Mit der neuen innovativen Taxi-App ist uns eine Beruhigung gelungen und die Leerfahrten im Ort wurden deutlich reduziert. Seit 2004 wird hier versucht eine Lösung zu finden. Immer wieder wurden vor dem Start der Wintersaison Verbesserungen gemacht", berichtet der Ischgler Bgm. Werner Kurz.
Ein eigener Taxiausschuss mit Gemeinderäten, Hoteliers, TVB und Polizei wurde gebildet und seit Mai 2019 mehrere Sitzungen abgehalten. Dort kam man zum Konsens, dass künftig keine Taxis mehr ins Ortszentrum hineinfahren sollen. "Im Gemeinderat gab es dann heiße Sitzungen und dieser Wirbel hat dann produktive Ideen gebracht. Schlussendlich ist dann die Idee für eine Taxi-App gekommen und Ende August die Entscheidung dafür gefallen. TVB, Seilbahn und Vermieter haben dann ihre Wünsche für die App dargelegt", blickt der Dorfchef zurück. 50.000 Euro wurden dann in die Taxi-App investiert. Die Kosten teilen sich die Gemeinde und der Verein der Ischgler Tourismusunternehmer.

Taxis per App bestellen

Wenn die Gäste im Ortszentrum nun ein Taxi benötigen, dann müssen sie sich seit der heurigen Wintersaison an ihren Vermieter bzw. Wirt wenden. "Mittels einer App samt Passwort, die über die Buchungsplattform des Tourismusverbandes läuft, kann jeder Betrieb am PC, Tablet oder Handy ein Taxi von und zum Betrieb bestellen. Sämtliche Taxiunternehmen des Tals sind darin aufgelistet. Die Polizei und die Security bekommen dann eine Info samt Auto-Kennzeichen des bestellten Taxis aufs Handy und wissen dann sofort, ob das betreffende Fahrzeug eine Einfahrgenehmigung besitzt. Ohne explizite Bestellung dürfen Taxis nicht mehr in die Fußgängerzone einfahren", erläutert der Dorfchef. Ausnahmen gibt es aber weiterhin nur für Gästean- und -abreise sowie für Krankentransporte. Auch die Security und die Polizei können mit der App per Zufallsprinzip Taxis bestellen, damit Gäste das seit 2016 bestehende Skischuhverbot nach 20 Uhr einhalten können.
"Beim Start hatten wir aber noch einige Schwierigkeiten und bis Weihnachten wurde die App noch verbessert. Nach der Wintersaison ist aber eine Evaluierung geplant. Von Seiten der Gäste und Lokalbetreiber habe ich bislang keine Beschwerden gehört. Es ist eine Umstellung und etwas aufwendiger für die Vermieter und Unternehmer, aber damit haben wir die Fußgängerzone beruhigt", unterstreicht Kurz.

Weitere Taxistandplätze

Neben der neuen Taxi-App wurde auch eine langjährige Forderung der Wirtschaftskammer und der Taxiunternehmer erfüllt. In jedem Ortsteil wurden von der Gemeinde weitere Taxistandplätze ausgewiesen. An fünf Orten (beim Billa, Gemeinde, TVB, MPreis und gegenüber Salnerhof) gibt es nun insgesamt 16 Taxistandplätze.

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Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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