Bezirk Landeck
ASFINAG investierte 350 Millionen Euro in die Tunnelsicherheit

In die Sanierung des Arlbergtunnels wurden 154 Millionen Euro investiert.
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BEZIRK LANDECK. Das Ziel der ASFINAG ist, die sichersten Tunnel in Europa und sogar weltweit zu betreiben. Mit dem Abschluss der ersten großen Phase der Tunnelsicherheitsoffensive hat die ASFINAG den entscheidenden Schritt hin zu diesem Ziel gesetzt. Rund 350 Millionen Euro wurden im Bezirk Landeck in den Neubau bzw. Sanierung investiert.

5,6 Milliarden für Tunnelsicherheit

Seit Beginn – ausgelöst durch den Brand im Tauerntunnel 1999 – wurden mehr als 5,6 Milliarden Euro nur allein in Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit in den mittlerweile 165 Tunnel investiert. Der größte Anteil davon entfiel auf Neubauten: So wurden im Tiroler Oberland der Roppener Tunnel (A 12 Inntal Autobahn) oder auch Perjentunnel (S 16 Arlberg Schnellstraße) errichtet und die bestehenden, älteren Tunnelröhren anschließend generalsaniert.
Das auf einer EU-Richtlinie basierende Straßentunnelsicherheitsgesetz Österreichs (STSG) war für das Plus an Sicherheit ein wesentlicher Motor. Bis April 2019 mussten sämtliche Tunnel in Österreich mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 20.000 Fahrzeugen pro Tag mit einer zweiten Tunnelröhre ausgestattet sein oder bei geringerer Frequenz über ausreichend Fluchtwege verfügen. Das Gesetz sieht auch zusätzliche technische Standards vor. Alle diese Anforderungen wurden von der ASFINAG mehr als erfüllt.

„Hörende Tunnel“, Sprühnebel gegen Brände

Der hohe Anspruch der ASFINAG sorgte aber auch dafür, dass zahlreiche Tunnel mit Besonderheiten ausgestattet wurden, die weltweit einzigartig sind. Allen voran steht das akustische Tunnelmonitoring AKUT, das in derzeit 30 Tunnel (u.a. auch im Arlbergtunnel) eingebaut ist. Dieses System – gemeinsam entwickelt mit der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research – erkennt über Mikrofone samt spezieller Software untypische Geräusche wie Reifenplatzer oder Stimmen und schlägt dann Alarm.
Bei Tunnelbränden sind Hochdrucksprühnebelanlagen die vollautomatische erste Front. 90 Minuten kann die Anlage feinsten Wassernebel im jeweils betroffenen Tunnelabschnitt einsprühen. Dadurch wird die Temperatur im Falle eines Brandes in Schach gehalten – mehr Schutz für Mensch und Bauwerk ist die Folge. Die eigentlichen Löscharbeiten erledigen in bewährter Manier die Feuerwehren. Im Arlbergtunnel (S 16 Arlberg Schnellstraße) ist das bereits umgesetzt.

Tunnelprojekte im Bezirk Landeck

Wesentliche abgeschlossene Tunnelprojekte auf der S 16 Arlberg Schnellstraße sind die Sanierung des Arlbergtunnels (Fertigstellung Ende 2017 / Gesamtinvestition 154 Millionen Euro) und der Neubau der zweiten Röhre des Perjentunnels sowie die Sanierung der alten Bestandsröhre (Fertigstellung März 2020 / Investition: 130 Millionen Euro).
Auf den technisch neuesten Stand gebracht und/oder den Anforderungen des Straßentunnelsicherheitsgesetzes angepasst wurden im Bezirk Landeck auf der S 16 Arlberg Schnellstraße zudem der Strenger Tunnel (12 Millionen Euro), der Flirscher Tunnel (10 Millionen Euro) und der Tunnel Pians-Quadratsch (19 Millionen Euro). Auf der A 12 Inntal-Autobahn erhielten die Galerien Fallender Bach und Senftenberg sowie der Milser Tunnel (24 Millionen Euro) ein umfassendes Sicherheitsupgrade.

Perjentunnelsanierung läuft auf Hochtouren

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