Leserbrief
Bernhard Pircher: "Klarstellung zum Schlagabtausch gegenüber Landtagsvizepräsident Anton Mattle"

Leserbrief von Bernhard Pircher, Obmann der Agrargemeinschaft Alpe Versing, aus See.
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SEE. Leserbrief von Bernhard Pircher, Obmann der Agrargemeinschaft Alpe Versing zum Beitrag "LT-Vizepräsident Mattle erntete Kritik für Paznauner Wolfs-Petition".

Sehr geehrte Volks- und/oder politischen Vertreter/innen!
Geschätzte Medienvertreter!
Sehr geehrte Damen und Herren!

"Unsere Agrargemeinschaft Alpe Versing wurde heuer per 12. Juli 2020 schlagartig mit der Thematik Beutegreifer Wolf konfrontiert. Innerhalb weniger Wochen waren wir im Bezirk Landeck die dritte Alm welche ihre Tiere aufgrund der örtlichen Gegebenheiten, diverser fachlicher Ratschläge und zum Schutz der übrigen Herde ihre Tiere kurzfristig zurück auf ihre Heimweiden holten.
Unzählige Gespräche, Diskussionen und Versammlungen folgten.
Wenige Wochen vorher erlebten unsere Nachbargemeinden Serfaus und Fiss mit ihren Almtieren ein ähnliches Gemetzel durch den Beutegreifer Wolf.
Hier wurde auch die Petition zum Schutz der Bevölkerung, der Land- Alm- und Tourismuswirtschaft sowie des ländlichen Raumes vor dem gefährlichen Beutegreifer Wolf vorbereitet und eingebracht.

Breite Rückendeckung und Unterstützung

Für uns war sofort klar, dass diese Petition als Rückendeckung und Unterstützung breit mitgetragen werden muss. Als Agrargemeinschaft Alpe Versing und der Verantwortung für unsere Mitglieder, suchten wir hier den Kontakt zu den einzelnen Bürgermeistern des Tales, Touristikern, landwirtschaftlichen und jagdlichen Vertretern der einzelnen Gemeinden.
Wir erhielten hier für unser Anliegen und diese Petition auch entsprechenden Rückhalt.
Einer unserer Unterstützer im Paznaun war und ist hier Landtagsvizepräsident und Bürgermeister aus Galtür, Hr. Anton Mattle.
Meine sehr geehrten Damen und Herren und geschätzte Medienvertreter: Ich weiß nicht wer hier wem Populismus vorwirft und manchmal wäre auch eine gezielte Recherche bzw. Nachfrage hilfreich. Damit kann man auch verstehen wie hier die Hintergründe zu dieser Petition waren und sind.
Tatsache ist: Aus meiner Sicht hat Hr. Anton Mattle sehr wohl als einer von wenigen Volksvertretern seine Rolle richtig verstanden. Nämlich jene Rolle, das Gespür für Land und Leute nicht zu verlieren und mit Herz, Hirn und Hand zu handeln.

LT-Vizepräsident Mattle erntete Kritik für Paznauner Wolfs-Petition

Mit Anliegen der Almbauern direkt konfrontiert

Hr. Anton Mattle ist nämlich neben seiner höchsten politischen Funktion als Landtagsvizepräsident auch Bürgermeister in Galtür. Und auch in der Gemeinde Galtür wurde eine Alm im Sommer 2020 mit der Thematik Beutegreifer Wolf und somit auch Hr. Anton Mattle direkt in seiner Verantwortung als Bürgermeister mit den Anliegen seiner Almbauern aktiv konfrontiert (die Medien berichteten kleingedruckt).
Hier nun daraus einen Strick drehen zu wollen sehe ich eher seitens einiger Redakteure oder politischen Volksvertreter für einen Offenbarungseid der Hilfslosigkeit.
Wie bei vielen anderen Dingen, sollten hier aber politische Volksvertreter auch Farbe bekennen. Unsere Almwirtschaft darf hier nicht zum Pingpong Spiel werden. Es gibt eben Themen im Lande wo auch als Sachthema behandelt und von Fachexperten und mit betroffenen beurteilt und abgearbeitet werden sollten.
D.h. es geht hier nicht um Populismus, sondern um die „Sache“.
Dieses Thema ist eines von vielen, wo wir am Ende des Tages „wieder“ alle im selben Boot sitzen. Und es wäre auch hier eine Profilierung für alle Parteien im Lande, um für uns gemeinsam eine Lösung zu finden.
Wer sich am Ende des Tages das „Krönchen“ zur Lösung aufsetzen darf, ist unseren Almbauern egal. Diese „Almkrone“ würde sogar viel netter leuchten, wenn sie mit roten, pinken, grünen, blauen und schwarzen Steinchen besetzt wäre.
Es nützt nichts, wenn alle Parteien bei diesem Thema nach „außen“ schießen und lieber die Oppositionsrolle einnehmen um ihre Wählerklientel zu bedienen.
Es benötigt Lösungen und die Mobilisierung aller Vertreter im Lande und unsere Vertreter in Brüssel benötigen vollen Rückenwind, statt „landesinternes“ Parteien-Gemetzel.

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Verantwortung als Volksvertreter/in

Ich bin dankbar, für jeden Politiker welcher sich seiner Verantwortung als Volksvertreter/in bewusst ist und sich auch dann nicht verbiegen lässt, wenn es darum geht seine Meinung zu äußern und hinter einer Entscheidung zu stehen.
Ich bin dankbar, wenn sich gewählte Volksvertreter/innen bei einem vielleicht politischen oder in der Wahrnehmung unangenehmen Thema nicht aus der Affäre ziehen oder sich gar ihrer Stimme enthalten.
Ich bin dankbar für jeden politischen Volksvertreter/in, welcher sich auch in höheren politischen Ämtern und Funktionen seiner Erdung und Bürgerpflicht bewusst ist.
Und ich „wäre“ dankbar, wenn auch gelernte Oppositionspolitiker manchmal ihr wahres Gesicht zeigen, ihre Zähne fletschenden Wolfsmasken ablegen und sich ihrer Rolle als Wolf im Schafspelz entledigen.
Man kann auch durchaus erfolgreich politisch tätig sein, wenn man nicht immer gegen alles und überall dagegen ist und sich manchmal auch aktiv und unterstützend statt schimpfend bei Sachthemen einbringt. Herzlichen Dank!"

Mit freundlichen Grüßen

Pircher Bernhard
Obmann Agrargemeinschaft Alpe Versing
Friedenegg 85
6553 See

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