Faszination Sternenhimmel: Neue Nacht-Wanderung im Kaunertal

Ziel von „FUTOURIST“ ist es, Natur- und Kulturschätze in den Alpen zu fördern. Am 20. Juli startet die erste „Sternen-Wanderung“ am „Gepatsch“ im Kaunertal.
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  • Ziel von „FUTOURIST“ ist es, Natur- und Kulturschätze in den Alpen zu fördern. Am 20. Juli startet die erste „Sternen-Wanderung“ am „Gepatsch“ im Kaunertal.
  • Foto: Christophmalin.com
  • hochgeladen von Othmar Kolp

KAUNERTAL. Großer Wagen, Kleiner Bär, Sirius oder der Abendstern. Viel mehr erkennt man am Nachthimmel kaum noch. Denn unsere hell erleuchteten Städte lassen die Sterne meistens verblassen. Orte, an denen es in der Nacht noch richtig dunkel wird, werden immer seltener. Das Kaunertal ist ein solcher Ort. Der Nachthimmel im Kaunertal gilt als einer der dunkelsten Österreichs.
Hier, mitten in der vom Gletschereis geformten Bergwelt, fernab von großen und kleineren Städten, wo selbst die Dörfer weit auseinander liegen, kommt man bei den neuen geführten Sternen-Wanderungen dem Himmelszelt besonders nah. Die erste Wanderung findet am 20. Juli statt. Erschlossen wird die „dunkle Welt“ des Kaunertals durch die Gletscherstraße, die über 26 Kilometer und rund 1500 Höhenmeter von Feichten bis an den Rand des Weißseeferners führt – hier eröffnen sich auch bei Tageslicht spezielle Naturschauspiele und sämtliche alpinen Vegetationsstufen.

Wandern im Schein von Halbmond und Gestirnen

Die Sterne hatten immer einen großen Einfluss auf die Menschen. Sie dienten der räumlichen und zeitlichen Orientierung, halfen bei der Erklärung der Welt und der Entstehung der Wissenschaften. In Tirol hatten sie vor allem auch in der Landwirtschaft eine große Bedeutung. Bis heute sind wir fasziniert von den leuchtenden Himmelskörpern. Warum das so ist, was man alles sehen und daraus schließen kann, erklären ausgebildete Guides während der nächtlichen Wanderung: Biologe und Geschichtenerzähler Alexander Legniti und der Meteorologe und Geophysiker Norbert Span.

Nächtliche Treffen an einer der schönsten Sackgassen der Welt

Drei Termine gibt es im Sommer 2018, die sich jeweils am zunehmenden Halbmond orientieren: 20. Juli, 17. August und 14. September. Die maximal 20 Teilnehmer treffen sich je nach Termin zwischen 20.00 und 22.00 Uhr an der Mautstelle in Feichten, an der Kaunertaler Gletscherstraße, einer der schönsten Sackgassen der Welt.
Ohne künstliche Lichtquellen wandert die Gruppe rund 45 Minuten auf Wanderwegen bis zu einem Platz, von dem aus man den Nachthimmel besonders gut beobachten kann. Der Guide erklärt die Sterne und Sternbilder und gibt zahlreiche Hintergrund-Informationen. Ergänzt wird das Sternenerlebnis Gepatsch durch die Ausstellung „Helle Not – die Schattenseiten des Lichts“ im Quellalpin in Feichten. Hier bekommen die Besucher die wichtigsten Erkenntnisse zur Lichtverschmutzung und ihren Auswirkungen vermittelt.

Über FUTOURIST

Das neue Angebot „Sternenerlebnis am Gepatsch“ wurde im Rahmen des Interreg-V-A-Projektes FUTOURIST entwickelt, das von der Tiroler Umweltanwaltschaft gemeinsam mit der Handelskammer der Provinz Belluno und der Gemeinde Asiago in Vicenza länderübergreifend in Österreich und Italien umgesetzt wird. FUTOURIST hat sich der Förderung der Natur- und Kulturschätze in den Alpen durch sportliche, touristische und umweltfreundliche Maßnahmen verschrieben.
Dabei geht es vor dem Hintergrund des Klimawandels vor allem darum, alternative Angebote zum stark mit dem Wintersport verbundenen Tourismus zu schaffen. Diese neuen Naturerlebnisangebote sollen die regionale Infrastruktur verbessern, die Natur, ihre Eigenarten und die Vielfalt der alpinen Lebensräume stärken und die Lebensqualität der Besucher fördern. Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und Interreg V-A Italien-Österreich 2014-2020 gefördert.

Ziel von „FUTOURIST“ ist es, Natur- und Kulturschätze in den Alpen zu fördern. Am 20. Juli startet die erste „Sternen-Wanderung“ am „Gepatsch“ im Kaunertal.

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