Gletscherstraße als Weg in ein neues Leben

Begleitet von kräftigen Anfeuerungsrufen starteten die Teilnehmer an der Mautstation.
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  • Begleitet von kräftigen Anfeuerungsrufen starteten die Teilnehmer an der Mautstation.
  • Foto: Kaunertal Tourismus
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KAUNERTAL. Bestzeiten und Stockerlplätze sind beim Handbikebattle Kaunertal kein Maßstab. Vielmehr stellt das erfolgreiche Absolvieren der Distanz für jeden der 100 Teilnehmer einen Meilenstein dar. Dies beginnt schon in der Vorbereitung. „Um die sportliche Herausforderung in Tirol zu meistern, legen wir mit dem Training bereits im Dezember los. Die Leute werden dadurch im Vorfeld fitter und eignen sich einen aktiven Lebensstil an“, verrät Mediziner David Gobets. Das gemeinsame Ziel verbindet. So reicht das Altersspektrum vom Teenager bis zum Senioren, die ihr Handbike nur mit reiner Armkraft Richtung Ochsenalm fortbewegen.

Rennen als Motivationsschub

Der niederländische Paralympicssieger Jetze Platz hält den Streckenrekord beim Handbikebattle Kaunertal. 2017 agierte der Athlet mit muskelbepackten Oberarmen als Unterstützer und gefragtes Model für Selfies. „Für jeden, der hier antritt, ist es eine lange Reise bis zu diesem Tag. Ob durch Krankheiten oder Unfälle bedingt, alle Teilnehmer haben ihre individuelle Geschichte. Dieses Rennen hilft beim persönlichen Fortkommen“, betont der Spitzenhandbiker.

Perfekte Infrastruktur

Eine Woche lang gastierten die Teilnehmer samt ihren Familien, Physiotherapeuten und Ärzten im Kaunertal. „Insgesamt können wir 500 Personen begrüßen, die neben der Vorbereitung auf den Bewerb auch die Schönheiten der Region erkunden“, berichtet Michaela Gasser, Geschäftsführerin vom Kaunertal Tourismus. Sowohl Organisatoren als auch Teilnehmer schätzen das Angebot für mobilitätseingeschränkte Personen. „Es ist wirklich einmalig, dass 100 Teilnehmer eine ganze Woche an einem Standort so gut untergebracht sind. Die hervorragende Infrastruktur macht es möglich“, erklärt David Gobets vom Organisations-Team.

Bergkulisse statt Flachland

Warum treffen sich die Radsportbegeisterten Holländer seit fünf Jahren im Kaunertal? „Abel ten Hoorn, einer der Initiatoren, entdeckte das Potenzial unserer Region. Er hat gesehen, dass wir uns um diese Gästeschicht aktiv bemühen und war begeistert von der Gletscherstraße. Mittlerweile ist das Handbikebattle in Holland und Belgien bestens bekannt“, so Charly Hafele vom Hotel Weißseespitze. Das weckt auch das Interesse des niederländischen Fernsehens. Ein Team des öffentlich-rechtlichen Senders NPO begleitete die fünfte Auflage per Kamera und bringt das Kaunertal via TV in die holländischen Wohnzimmer.

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