Bürgerversammlung
Großer Unmut über Verkehrsbelastung in Pians

Baustellen und Umleitungen: Die derzeit große Verkehrsbelastung im Pianner Ortsteil St. Margarethen sorgt für Ärger bei den Anrainern.
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Umleitungen und Baustellen in Grins sorgen für eine zusätzliche Verkehrsbelastung. Der Pianner Ortsteil St. Margarethen erstickt im Ausweichverkehr. Die Anrainer und auch die Gemeindepolitik gehen auf die Barrikaden und suchen Lösungen.

PIANS (otko). "Der Verkehr geht den ganzen Tag auf und nieder", "Die Autos fahren am Gehsteig", "Mit dem Kinderwagen traue ich mich gar nicht mehr auf den Weg", "ein Verkehrschaos pur!".

Die Anrainer des Pianner Ortsteils St. Margarethen machten bei einer Bürgerversammlung am 11. Mai ihrem Ärger Luft. Seit Wochen quält sich täglich eine Fahrzeugkolonne durch die schmale und teils einspurige Gemeindestraße Richtung Grins. Auch der Gemeinderat befasste sich in seiner Sitzung am 5. Mai mit der Thematik.

Die Gemeindestraße nach Grins ist teilweise schmal und einspurig.
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Mittlerweile untragbare Situation

Für Bgm. Harald Bonelli hat sich die Situation weiter verschlechtert:

"Mittlerweile ist es untragbar. Wir haben hier ein gewidmetes Wohngebiet und die Leute ersticken im Staub, Dreck und Lärm. Dazu kommen Schäden an der Straße sowie an Mauern. Zudem befindet sich auch die Mittelschule dort und wir müssen die Sicherheit der Kinder gewährleisten."

Bei der Verkehrszählung 2019 wurden 700 Fahrten registriert – aktuell sind es über 900 Fahrten am Tag.

Bgm. Harald Bonelli: "Mittlerweile ist die Situation untragbar."
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Lösungen diskutiert

Das ganze Verkehrsproblem hat seinen Ausgang mit dem Erweiterungsbau des Wohn- und Pflegeheims in Grinsgenommen.

"Die Lkw nehmen den kürzesten Weg auf die Baustelle über St. Margarethen. Betonwagen haben sogar dreimal auf der Gemeindestraße Ladung verloren",

ärgert sich der Dorfchef. In der Nähe des Recyclinghofes wurde für den Ausbau des Erweiterungsbaus eine Bodenaushubdeponie genehmigt. "Was anfänglich eine Entlastung war, hat sich jetzt zur Belastung entwickelt. Durch die Genehmigung der BH darf diese nun als Bodenaushubdeponie bis 1. August weiter benutzt werden, was für zusätzliche Lkw-Fahrten sorgt", schüttelt Bonelli über das Nichtbeachten der Zugfahrtsituation den Kopf. Das Fass zum Überlaufen bei den Anrainern und bei der Gemeinde Pians brachten jetzt aber Grabungsarbeiten für Gas- und LWL-Leitungen in Grins. Die Ortsdurchfahrt ist für den Schwerverkehr gesperrt – für Pkw besteht eine innerörtliche Umleitung.
Bei der Bürgerversammlung wurden nun verschiedene Lösungen diskutiert – diese reichen von Gefahr in Verzug, einer temporären Sperre am Morgen zu Schulbeginn, rigorosen Polizeikontrollen von Tempo 30, bis hin zu einer Tonnagenbeschränkung. Auch ein "Protest-Gassenfest" samt Straßensperre wurde angeregt.

Bürgerversammlung der Bewohner von St. Margarethen am 11. Mai mit Bgm. Harald Bonelli im Pianner Gemeindesaal.
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Zeitliche Befristung

Auf der BH Landeck kennt man inzwischen die Problematik.

"Es hat ein normales verkehrsrechtliches Verfahren gegeben – auch in Abstimmung mit der Gemeinde Pians. Die Deponie ist zeitlich bis 1. August befristet. Bei der Baustelle in Grins hat man allerdings nicht gerechnet, dass der Pkw-Verkehr, anstelle über die schmalen Gassen auszuweichen, den kürzeren Weg über St. Margarethen nimmt",

ist für Verkehrsreferent BH-Stv. Siegmund Geiger der Ärger nachvollziehbar. Allerdings könne man trotz der Umleitungen den Verkehrsteilnehmern nicht vorschreiben, wo sie fahren müssen. Die Geschwindigkeit soll aber vermehrt kontrolliert werden.

Baustellen und Umleitungen: Die derzeit große Verkehrsbelastung im Pianner Ortsteil St. Margarethen sorgt für Ärger bei den Anrainern.
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Entspannung in Grins in Sicht

Verständnis für die Sorgen zeigt auch der Bürgermeister der Nachbargemeinde Grins.

"Das Pflegeheim ist Sache aller im Verband, auch die Gemeinde Pians ist hier beteiligt und hat zugestimmt. Wir müssen aber die notwendigen Grabungsarbeiten umsetzen, in zwei bis drei Wochen ist die Straße durch Grins dann auch wieder einspurig befahrbar",

verspricht Dorfchef Franz Benedikt eine Entspannung. "Die Deponie wird mit 1. August eingestellt und danach müssen wir nochmals Grabungsarbeiten durchführen. Was geht, werden wir im Konsens umsetzen, aber es benötigt nun mal eine Bauphase", hofft Benedikt trotzdem auf ein gutes Miteinander.

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