110-kV-Stromleitung
Grünes Licht für Tinetz-Ausbaupläne in Ried

Alternative Variante A der geplanten 110-kV-Leitung auf das Sonnneplateau: Für die neue Trasse werden zwei Masten verschoben.
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  • Alternative Variante A der geplanten 110-kV-Leitung auf das Sonnneplateau: Für die neue Trasse werden zwei Masten verschoben.
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RIED (otko). Gemeinde Ried i.O. und Tinetz erzielten Einigung: Neue 110-kV-Freileitung aufs Sonnenplateau wird 2020 gebaut.

Stromleitung sorgte für erhitze Gemüter

Die geplante 110-kV-Leitung der Tinetz vom Talboden auf das Sonnenplateau sorgte in der Gemeinde Ried im Oberinntal heuer bereits für erhitzte Gemüter. Die Kritik der Gemeinde und einer Bürgerinitiative, die sich gebildet hatte, richtete sich dabei gegen eine weitere Freileitung, die sichtbar wäre und das Ortsbild nachhaltig beeinflussen würde. Die Gemeinde hatte den naturschutzrechtlichen Bescheid beeinsprucht. Das Landesverwaltungsgericht hatte Ende August aber die Beschwerde der Gemeinde Ried zurückgewiesen. Die Tinetz warnte davor, dass ohne neue Freileitung ein Stromengpass am Sonnenplateau drohe. Zuletzt war es im Stromstreit öffentlich aber ruhig geworden und hinter den Kulissen wurde emsig verhandelt.

Tragbare Lösung gefunden

Bei der Gemeinderatssitzung vergangenen Donnerstag war vom Stromstreit aber nicht mehr viel zu spüren. Ohne größere Diskussion wurde der Tagesordnungspunkt 5 "Beratung und Beschlussfassung über Projekt 110-kV-Leitung Fiss-Ladis" einstimmig beschlossen. "Es gab mehrere Verhandlungen und intensive Gespräche, wo auch die Bürgerinitiative eingebunden wurde. Auch beim Land haben wir unsere Position vorgetragen. Schlussendlich haben wir uns für die alternative Variante A entschieden", erläuterte Bgm. Elmar Handle. Dafür werden im unteren Bereich zwei Strommasten nach Norden verschoben. Anstatt sichtbar über Wiesen wie in der alten Variante geplant, verläuft die neue Freileitung künftig weitgehend im Wald oberhalb der Landesstraße. "Mit den betroffenen Parteien ist eine einvernehmliche Lösung zustande gekommen", so der Dorfchef und Vizebgm. Thomas Greiter. Auch mit den betroffenen Grundeigentümern und den Behörden gab es bereits Gespräche.
Diskutiert wurden dann noch weitere Nebenbedingungen für einen positiven Grundsatzbeschluss sowie die weitere Vorgangsweise. Unter anderem braucht es noch eine Wegedienstbarkeit mit Ladis und angesprochen wurde auch, ob der Bürgermeister und der Gemeindevorstand den Dienstbarkeitsvertrag unterschreiben dürfen oder ob es dazu den Gemeinderat braucht. Angeregt wurde wegen des niedrigen Holzpreises auch eine Aufzahlung der Tinetz auf das zu schlagende Holz auf der Stromtrasse sowie die Verpflichtung zur Wegerhaltung. Vorbehaltlich der Einhaltung mehrerer Bedingungen stimmte der Gemeinderat dann zu, dass der Tinetz die Überspannungsrechte auf Rieder Gemeindegrund eingeräumt werden. Anstatt 75.000 Euro gibt es wegen der neuen Trasse aber nur mehr 25.000 Euro als Entschädigung.

Baustart im nächsten Jahr

Für die Tinetz steht nach der Gemeinderatssitzung in Ried der Umsetzung des geplanten Umspannwerks in Fiss für den Ausbau der Stromversorgung der Gemeinden Fiss, Ladis und Serfaus nichts mehr im Wege.
„In gemeinsamen Gesprächen und dem intensiven Bemühen aller Beteiligten haben wir eine tragbare Lösung gefunden. Die gewählte Variante stellt für alle einen guten Konsens dar. Auf Basis des angepassten Projekts werden wir die Pläne umgehend bei der Behörde neu einreichen und anschließend mit den Ausschreibungen beginnen, damit wir unmittelbar nach der Wintersaison mit den Bauarbeiten starten können“, betont Tinetz-Geschäftsführer Thomas Rieder.
Der neue Zeitplan sieht eine Fertigstellung und Inbetriebnahme im Dezember 2020 vor. „Damit bleibt die touristische und wirtschaftliche Entwicklung am Sonnenplateau gesichert“, so der Tinetz-Geschäftsführer.

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Der Gemeinderat fasste einen einstimmigen Beschluss.
Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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