Bezirksärztetreffen in Landeck
HerzMobil Tirol expandiert in den Westen

Bereichsleiter Intensivstationen und Anästhesiepflege Bertram Ladner, HerzMobil Tirol-Koordinatorin Bettina Fetz, Ärztlicher Leiter-Stv. Innere Medizin OA Priv.-Doz. Dr. Alois Süssenbacher , Ärztlicher Direktor Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll und Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pölzl, Ärztlicher Leiter HerzMobil Tirol (v.l.).
  • Bereichsleiter Intensivstationen und Anästhesiepflege Bertram Ladner, HerzMobil Tirol-Koordinatorin Bettina Fetz, Ärztlicher Leiter-Stv. Innere Medizin OA Priv.-Doz. Dr. Alois Süssenbacher , Ärztlicher Direktor Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll und Univ.-Prof. Dr. Gerhard Pölzl, Ärztlicher Leiter HerzMobil Tirol (v.l.).
  • Foto: LIV/Seeberger
  • hochgeladen von Othmar Kolp

LANDECK/IMST. Das Team von HerzMobil Tirol hatte am 13. März die Möglichkeit, sein Versorgungsprogramm den Ärztinnen und Ärzten des Bezirkes Landeck und Imst zu präsentieren. HerzMobil Tirol ist ein Betreuungsprogramm für Menschen nach akutem Herzversagen und wird vom Landesinstitut für Integrierte Versorgung Tirol koordiniert. Bereits in drei Bezirken des Landes Tirol werden Patienten Mithilfe von Telemedizin wohnortnah versorgt. Nun expandiert das Programm in den Westen, um die Bezirke Landeck und Imst anzubinden.

Umfassende Versorgungsprogramm

HerzMobil Tirol ist ein umfassendes Versorgungsprogramm für Patienten mit schwerer Herzschwäche. Das Versorgungsprogramm beginnt in unmittelbarem Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt aufgrund akuter Herzinsuffizienz. „Ziel ist eine nachhaltige Stabilisierung der Erkrankung zur Verbesserung der Lebensqualität und zur Reduzierung neuerlicher Krankenhausaufnahmen“, erklärt Prof. Gerhard Pölzl, Ärztlicher Leiter von HerzMobil Tirol, und weiter: „Schwerpunkte des Programms sind eine Schulung des Patienten zu seiner Erkrankung, das Monitoring der Vitalparameter, die Therapieoptimierung und die verbesserte Kommunikation zwischen den einzelnen Gesundheitsversorgern.“
Die Schulung des Patienten übernehmen spezialisierte Herzinsuffizienz-Pflegepersonen. Die Technologie kommt vom AIT Austrian Institute of Technology – der größten außer-universitären Forschungseinrichtung der Republik Österreich, die in gemeinsamen Projekten in den letzten Jahren auf den Betreuungsprozess abgestimmt wurde.

Mehrwert für alle Beteiligten

Nun wurden die Ärztinnen und Ärzte der Bezirke Landeck und Imst über das Versorgungsprogramm informiert.Das Interesse anlässlich des Bezirksärztetreffens war groß. Der Start, der noch in der ersten Jahreshälfte 2019 stattfinden soll, ist somit gesichert. „Dieses neuartige Behandlungsmodell schafft nur Gewinner im System“, erläuterte Prof. Gerhard Pölzl. „Der Patient profitiert durch kurze Wege, schnelle Behandlung und laufende Sichtung der Vitalparameter. Weniger stationäre Wiederaufnahmen, ein effizienteres System und ein funktionierendes interdisziplinäres Netzwerk schonen Personalressourcen und senken somit die Kosten im Gesundheitswesen, was schlussendlich die Politik, die Sozialversicherungsträger und somit das Gemeinwesen zum Gewinner macht.“
In dieselbe Kerbe schlägt Bettina Fetz, Koordinatorin von HerzMobil Tirol: „Zudem sind auch die spezialisierten Pflegekräfte und Fachärzte Gewinner im System. Ärzte profitieren durch besser informierte Patienten und können so die vorhandenen Zeitressourcen besser nutzen. Für die Pflege eröffnet sich ein völlig neues, interessantes Tätigkeitsfeld, das sich trotz der neuartigen Technik durch mehr Patientenkontakt und besonders selbständiges Arbeiten kennzeichnet. Nicht zuletzt sind auch die betroffenen Patienten und deren Angehörige Gewinner dieses Programms: das Wissen im Umgang mit der Erkrankung erhöht die Eigenkompetenz, gibt Sicherheit und verbessert die Lebensqualität.“

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