Ischgl: Nacht-Skischuhverbot wird eingehalten

Im Après-Ski-Hotspot Ischgl gilt von ab 20 bis 6 Uhr Uhr ein Skischuhverbot auf den Straßen.
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ISCHGL (otko). Zu Beginn der Wintersaison sorgte der Après-Ski-Hotspot Ischgl mit der Verhängung eines nächtlichen Skischuverbots international für Schlagzeilen. "Im Zeitraum vom 20. November bis zum 5. Mai ist das Gehen mit Hartschalenschuhen (wie Skischuhe oder ähnlichem aus Plastik gegossenen Schuhwerk) sowie das offene Tragen von Skiern, Skistöcken und Snowboards täglich von 20:00 Uhr bis 06:00 Uhr verboten", heißt es in der Verordnung. Dieses Verbot gilt auf der gesamten Dorfstraße, dem Silvrettaplatz, dem Galfeisweg, dem Fimbabahnweg sowie in den Tunneln und bei der Rolltreppe beim Motel Madlein. Bei Zuwiderhandlung werden 25 Euro eingehoben – der Strafrahmen reicht bis zu 2.000 Euro. Argumentiert wurde die Verhängung mit der Lärmbelästigung und der Verletzungsgefahr.
"Die Bilanz ist nach fast zwei Monaten sehr positiv und es hat sich bewährt. Das Feedback von Einheimischen, Anrainern und Gästen bestätigt dies. Natürlich gibt es aber auch immer wieder einige negative Meldungen, da eine Verordnung nie zu 100 Prozent auf Zustimmung stoßen wird", resümiert Bgm. Werner Kurz. Die immense Beruhigung im Dorf zeigte, dass die Verhängung eine richtige und gute Sache sei.
"Ich bin viel in der Nacht unterwegs und wir wollen an den markanten Straßen und Plätzen eine Verbesserung erreichen. In den Zwischenzeit regt es aber keinen mehr auf. Nur mehr ganz wenige sind in Skischuhen unterwegs und für diese werden Taxis geordert. Natürlich gibt es aber auch immer wieder Leute, die es provozieren", informiert Kurz. So berichtet der Dorfchef schmunzelt von einem älteren Herr, der nach 20 Uhr die Lage sondierte und dann schnell mit seinen Skischuhen im Quartier verschwand.

Medialer Rummel

Für die Kontrolle des Verbots hat die Gemeinde den privaten Sicherheitsdienst kräftig aufgestockt. 300.000 Euro sind dafür im heurigen Jahr budgetiert. Neben dem Skischuhverbot werden seit heuer auch Leute gestraft, die in den Straßen und Gassen urinieren oder sich übergeben. "Hier beträgt die Strafe 50 Euro. Inzwischen werden mehr solche Strafen verhängt als Skischuhvergehen", weiß Kurz. Wie beim der Skischuhverodnung hat dies der Gemeinderat mit einer eigenen Verordnung auf eine gesetzliche Basis gestellt.
Natürlich habe es in der Zwischenzeit auch Anfragen aus anderen Tourismusorten gegeben. "Ein endgültiges Resümee können wir aber erst am Jahresende ziehen. Jedenfalls werden wir die Verordnung für weitere zwei bis drei Jahre durchziehen", verweist der Dorfchef. Inzwischen hat sich aber der medialen Rummel gelegt. "Es war über Tage hinweg ein großer Stress und ein Dauereinsatz. Die mediale Berichterstattung war aber für uns eine gute Werbung", so Kurz.

Charmantes Bild

Auch TVB-Geschäftsführer Andreas Steibl zieht eine positive Bilanz: "Die Verordnung wird sehr gut angenommen und eingehalten. Es ist fast nicht notwendig zu strafen. Mittlerweile werden auch jene Gäste, die mit Skischuhen bzw. Skiausrüstung am Abend unterwegs sind, von anderen drauf aufmerksam gemacht." Das Gesamtbild nach 20 Uhr sei jetzt in der Fußgängerzone ein gänzlich anderes. "Es ist ruhiger, sicherer und charmanter. Die Belästigung und die Gefahr ist nicht mehr gegeben. Wir sind hochpreisig angesiedelt und bieten ein hochqualitiatives Angebot. Daher ist auch die Zielgruppe von Ischgl dementsprechend bekleidet und erwartet sich eine bestimmte Qualität", erläutert Steibl.

Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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