Geschäftsbericht 2018
Krankenhaus Zams behandelte 25.001 Patienten

In den Ausbau des Krankenhauses Zams (im Bild die neue Tiefgarage und die neuen Psychiatrischen Ambulanz) werden bis 2021 knapp 95 Millionen Euro investiert
  • In den Ausbau des Krankenhauses Zams (im Bild die neue Tiefgarage und die neuen Psychiatrischen Ambulanz) werden bis 2021 knapp 95 Millionen Euro investiert
  • Foto: Krankenhaus St. Vinzenz Zams
  • hochgeladen von Othmar Kolp

ZAMS (otko). Für das Jahr 2018 hat das Krankenhaus St. Vinzenz Zams einen informativen Geschäftsbericht vorgelegt.

Weiterer Meilenstein beim Großprojekt

Das Krankenhaus St. Vinzenz in Zams hat für 2018 einen gedruckten Geschäftsbericht vorgelegt. In der 20-seitigen Broschüre (A4-Format) wird ein Einblick in die Arbeit und die zukünftige Entwicklung des Krankenhauses St. Vinzenz gegeben. Dazu kommen noch kompakte Informationen sowie informatives Zahlenmaterial zum abgelaufenen Jahr.
"Die Arbeiten für die Erweiterung des Krankenhauses verlaufen nach Plan. Ein derartiges Vorhaben im Rahmen des laufenden Betriebs stellt eine große Herausforderung für alle Beteiligten dar, die hier arbeiten oder einen Krankenhausaufenthalt absolvieren", betont Geschäftsführer Bernhard Guggenbichler. Generaloberin Sr. Maria Gerlinde Kätzler schreibt in ihrem Grußwort: "Mit dem neuen Jahr schreitet auch die Bauphase und die Fertigstellung des Hauses 3 ein gutes Stück voran. Die Veränderungen sind jetzt schon spürbar, so erstrahlt die Küche in neuem Glanz und hat schon ihren Betrieb aufgenommen. Auch die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte wird bald eröffnet. Mein ganz besonderer Dank geht an unsere Angestellten, die diese Gemeinschaft und das positive Miteinander ermöglichen."

Mehr Personal nötig

Neben der baulichen Erweiterung braucht es künftig aber auch mehr Personal. "Unserer primäres Ziel ist es die alle PatientInnnen zu versorgen. Damit das gelingt, müssen wir – in Zeiten von Mitarbeitermangel quer durch alle Branchen – neu neue und innovative Wege beschreiten", so GF Guggenbichler. Dazu zählt unter anderem das Pilotprojekt ‘Lean Care'. Dieses Modell hilft dem Pflegepersonal, sich noch besser auf seine ureigensten Aufgaben zu konzentrieren. Ein weiterer Mosaikstein im Gewinnen von neuen MitarbeiterInnen ist das St. Vinzenz Bildungszentrum für Gesundheitsberufe. Hier werden direkt vor Ort die Nachwuchskräfte der Zukunft ausgebildet. 

Abgang von 3,8 Mio. Euro

Das Krankenhaus in Zams ist für über 100.000 Menschen im Oberland der medizinische Nahversorger. Erträgen von 79,9 Millionen Euro standen im Jahr Aufwendungen von 83,7 Millionen Euro gegenüber. Den Abgang von 3,8 Millionen Euro tragen vornehmlich das Land Tirol, die 54 Gemeinden der Bezirke Imst und Landeck sowie die Kongregation der Barmherzigen Schwestern Zams. Für das Jahr 2019 wird mit Erträgen von 81 Millionen Euro und Aufwendungen von 84,9 Millionen Euro geplant.
Von den insgesamt 25.001 stationär aufgenommenen PatientenInnen stammen im Jahr 2018 80 Prozent aus Tirol, 18 Prozent aus dem Ausland und 2 Prozent aus Restösterreich. Über zwei Drittel der Aufenthalte entfielen auf die Abteilungen Innere Medizin, Unfallchirurgie und Chirurgie, heißt es in dem Bericht.

12 Millionen Euro Außenstände

Die große Bedeutung des Tourismus im Tiroler Oberland zeigt sich auch darin, dass 2018 insgesamt 1.987 nicht in Österreich versicherte Personen stationär behandelt. Dies spiegelt sich auch bei den Außenständen wieder. Die Forderungen an ausländische Kassen liegen bei 12 Mio. Euro, wobei 49 Prozent der Summe auf deutsche PatientInnen entfallen.
Auch bei den Behandlungen in den Ambulanzen gab es laut dem Geschäftsbericht einen weiteren Anstieg Steigerung auf knapp 190.000 zu verzeichnen. Insgesamt 9.053 Operationen wurden durchgeführt, was durchschnittlich knapp 25 Eingriffen pro Tag entspricht.
Erfreuliche Zahlen gibt es auch aus der Entbindungsstation. 2018 kamen 796 neue Erdenbürger auf die Welt. 2017 waren es 819 und 2016 783 Geburten.
Das Krankenhaus St. Vinzenz zählt zu den größten Arbeitgebern im Tiroler Oberland. 2018 waren 844 MitarbeiterInnen beschäftigt, wobei 87 Prozent aus den Bezirken Imst und Landeck kommen. 596 weibliche Mitarbeiterinnen stellen die klare Mehrheit bei den Beschäftigten.

Ausbau im Zeitplan

Bis 2021 werden insgesamt 94,9 Millionen Euro in den Ausbau des Krankenhauses Zams investiert. Bis Ende 2018 wurden bereits 57,4 Millionen Euro verbaut. Heuer fließen 13,6 Millionen Euro in die laufende Erweiterung. "Die Arbeiten verlaufen nach Wunsch, die Bautätigkeiten parallel zum Krankenhausbetrieb gehen problemlos vonstatten. Die gute Wirtschaftslage erhöht allerdings den Druck auf die veranschlagten Gesamtbaukostenn", so Guggenbichler. Weitere Investitionen in Höhe von 2 Millionen Euro erfolgen u. a. in Neu- und Ersatzanschaffungen, heißt es im Geschäftsbericht.

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