Kulturstammtisch in Landeck
Kulturschaffende deponierten ihre Sorgen bei LRin Palfrader

Kulturstammtisch auf Schloss Landeck: Kulturlandesrätin Beate Palfrader, Kulturreferent Vizebgm. Peter Vöhl und Stv. Stadtrat Johannes Schönherr (v.l.).
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  • Kulturstammtisch auf Schloss Landeck: Kulturlandesrätin Beate Palfrader, Kulturreferent Vizebgm. Peter Vöhl und Stv. Stadtrat Johannes Schönherr (v.l.).
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LANDECK (otko). Auf Schloss Landeck fanden sich Kulturschaffende aus dem Bezirk ein, um ihre Sorgen und Nöte in der Corona-Krise mit der Kulturlandesrätin Beate Palfrader zu diskutieren.

Kulturstammtisch mit Landesrätin Palfrader

Zum "Kulturstammtisch" am 21. Juli auf Schloss Landeck konnte der Landecker Kulturreferent Vizebgm. Peter Vöhl und sein Stv. Stadtrat Johannes Schönherr Landesrätin Beate Palfrader begrüßen. Von Seiten der Kulturschaffenden waren Christian Rudig, Sylvia Mader (Bezirksmuseumsverein, Schloss Landeck) und Franz Geiger (Schloss Landeck, regioL), Birgit Hofer-Norz (Landecker Festwochen Horizonte), Wolfgang Egg (ExtraFilmKlub Landeck), Tina Köll-Zimmermann (Stadtbibliothek), Peppi Spiss und Lisa Krabichler (Arlberger Kulturtage) sowie Mirjam und Sascha Pedrazzoli und Christoph Mathoy (Kulturverein SigmundsRied) anwesend.

Kulturstammtisch auf Schloss Landeck: Kulturlandesrätin Beate Palfrader, Kulturreferent Vizebgm. Peter Vöhl und Stv. Stadtrat Johannes Schönherr (v.l.).
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Zahlreiche Landesförderungen

"Gerade von der Corona-Krise ist die Kunst und Kultur besonders betroffen. Ohne Auftritte ist es still im Land und vieles findet nur im digitalen Raum und im Fernsehen statt. Corona hat uns alle gebeutelt und viele Dinge wurden zuerst angegangen. Mit der neuen Kultur-Staatssekretärin haben wir aber eine Kämpferin bekommen", betonte Palfrader in ihrem Eingangsstatement. In diesem Zusammenhang verwies auf das erste Maßnahmenpaket des Landes über 4,5 Millionen Euro, das im April beschlossen wurde. Dort wurden seitens des Landes Arbeitsstipendien für Kulturschaffende ausgeschrieben, wobei die Aktion nun bis 31. August verlängert worden ist. Zudem gibt es auch eine Ateliersförderung für bildende Künstler, eine Erhöhung des Ankaufsbudgets durch das Land sowie Erleichterungen beim Förderverfahren. So müssen bereits ausbezahlte Förderungen nicht mehr zurück bezahlt werden.

Zahlreiche Kulturschaffende aus dem Bezirk Landeck brachten ihre Sorgen und Nöte vor.
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"Insgesamt 8,25 Millionen Euro hat das Land Tirol für Kunst und Kultur reserviert. Eine Million Euro an Landesförderung wurde für das Projekt 'Neustart' beschlossen, wo coronabedingte Maßnahmen, die viel Geld kosten, gefördert werden", so Palfrader. Darunter fallen Schutzmaßnahmen (Pelxiglas, Besucherführung etc.), Hygienemaßnahmen, neue Formate für Publikumsvermittlung, Öffentlichkeitsarbeit sowie die Verlegung von Veranstaltungen in den Outdoor-Bereich. Weitere 500.000 Euro an Fördergeldern fließen in den Schwerpunkt Kunst und Kultur im digitalen Raum sowie eine Million Euro in die Kulturgüter, wie z.B. in die Sanierung der Ruine Kronburg.
"Unser Ziel ist es betroffen KünstlerInnen zu unterstützen, die sonst in keinen der Fonds hineinfallen. Für Fragen steht auch die Kulturabteilung zur Verfügung", verwies die Kulturlandesrätin.

Covid-Beauftragter und Haftungsfrage

Vizebgm. Vöhl berichtete, dass man bei den Landecker Festwochen Horizonte mit einer Absage lange zugewartet habe. Jetzt ist ab 5. September eine abgespeckte Version mit sechs Veranstaltungen an drei Locations geplant. "Viele haben aber Angst und einen gewissen Respekt vor dem Covid-Beauftragten und die Verunsicherung ist groß", so Vöhl. Peppi Spiss musste das Kunstsymposium absagen, da viele Teilnehmer aus dem Ausland kommen. "Gerade beim Covid-Beauftragten wusste man nichts genaues."
Kulturlandesrätin Palfrader stellte aber klar, dass der Covid-Beauftragte nur der Ansprechpartner und Vermittler zwischen der Behörde, dem Veranstalter und dem Verein ist. "Obwohl es nirgends schriftlich festgehalten ist, ist aber nicht haftbar. Es gilt ein Präventionskonzept vorzulegen, aber es haftet nicht der Veranstalter dafür, wenn sich die Leute nicht daran halten."

Planung als großes Problem

 Wolfgang Egg informierte, dass der Extra Film Klub im Oktober in die neue Spielsaison starten möchte. Allerdings haben laut den aktuellen Vorgaben nur mehr unter 50 Leute im Alten Kino Platz. "Das größte Problem ist aktuell eine Planung." Auf Schloss Landeck waren fünf Ausstellungen geplant, wobei bereits drei abgesagt werden mussten. "Wir sind hier zwischen zwei Stühlen und diskutieren gerade, ob wir bei der geplanten Vernissage am 28. August nur Besucher mit einer persönlichen Einladungskarte zulassen", sagte Obmann Rudig. Eine freiwillige Erfassung der Besucher sowie die Verordnung einer Maskenpflicht durch den Veranstalter sei hier sicher zum empfehlen. "Es ist momentan schwierig, aber wir müssen doch gewisse Dinge ermögliche", zeigte sich Palfrader trotzdem hoffnungsvoll.


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