Bauernbund
Landecker Bauern rüsten sich für neue EU- Förderperiode

Peter Frank, Maria Förg, Bernhard Achenrainer (Bgm. Tösens), Georg Strasser (Bauernbundpräsident), Elmar Monz (Bezirksbauernobmann) und Peter Raggl (Bauernbunddirektor) (v.l.).
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  • Peter Frank, Maria Förg, Bernhard Achenrainer (Bgm. Tösens), Georg Strasser (Bauernbundpräsident), Elmar Monz (Bezirksbauernobmann) und Peter Raggl (Bauernbunddirektor) (v.l.).
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Am vergangenen Dienstag stattete Bauernbundpräsident DI Georg Strasser dem Bezirk Landeck und insbesondere der Gemeinde Tösens eine Besuch ab. Im Zuge eines Pressegesprächs wurden aktuelle Herausforderungen der österreichischen Landwirtschaft aufgezeigt und der Stellenwert der kleinstrukturierten Landwirtschaft erörtert.

TÖSENS (das). "Es geht um die Zukunft!" betonte Bezirksbauernbundobmann Elmar Monz zu Beginn des Gesprächs, in Hinblick auf die EU-Förderperiode, welche im Jahr 2020 ausläuft. So gilt es laut den Verantwortlichen die bestehenden landwirtschaftlichen Betriebe im Bezirk, um jeden Preis zu erhalten. Allein bei den Direktzahlungen soll Österreich laut Landwirtschaftsministerium jährlich 27,5 Mio. Euro weniger bekommen. Dazu kommt eine Kürzung von 82 Mio. Euro für ländliche Entwicklung.

Meistens stehe bei den Bauernfamilie die Lebensqualität hinten an, deshalb würde auch als Erstes die Landwirtschaft aufgelassen, bevor es in diesem Bereich noch zu weiteren Verschlechterungen käme. "Wenn nur einer aufhört, ist das schon einer zuviel!" so der Tenor.

Maßnahmvorschläge präsentiert

Aus diesem Grund haben die Vorstände der Bezirkslandwirtschaftskammern Landeck, Imst und Reutte gemeinsam mehrere Maßnahmenvorschläge zur Absicherung der Landwirtschaft in den extremen Bergbauerngebieten ausgearbeitet, welche diesem Trend entgegenwirken sollen. So soll etwa die Projektförderung im Bereich der baulichen Investition angepasst, die Ausgleichszulage und die Direktzahlungen verbessert und ein österreichisches Umweltprogramm forciert werden. "Mit einer gerechten Abgeltung und Aufteilung der Fördergelder soll wieder für mehr Freude an den Betrieben innerhalb der bäuerlichen Familien geschaffen werden", so Monz.

"Regional ist in aller Munde"

"Wir sind uns bewusst, dass falls es zu Kürzungen auf EU- Ebene kommt, auch immer die Landwirtschaft davon betroffen sein wird. Ich kann die geforderten Maßnahmen deshalb nur unterstreichen", betonte auch Bauernbunddirektor BR Dr. Peter Raggl.
Auch die bessere und professionellere Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten im Bezirk soll weiter gefördert und ausgebaut werden. "Regional ist derzeit in aller Munde, nun müssen auch wir in diesem Bereich noch unsere Hausaufgaben machen um diesem Trend gerecht zu werden!" ergänzte der Bezirksbauernobmann. Mit der Modellregion ist ein guter Ansatz geschaffen worden, den es gilt weiter auszubauen und zu fördern.  

Österreichische Landwirtschaft kein "Klimakiller"

Dass die österreichische Landwirtschaft in Kritik steht, ein "Klimakiller" zu sein will Bauernbundpräsident DI Georg Strasser so nicht stehen lassen: "Wir sind in einer Zeit angelangt, in der der Klimaschutz eine große Brisanz hat. Rindfleisch aus Argentinien zum Beispiel produziert 80kg CO2 pro Kilogramm Fleisch, wogegen heimisches Rindfleisch bei 14kg CO2 pro Kilogramm liegt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Konsument die österreichische Qualität wertschätzt und auch kauft!"
Deshalb sei die heimische Landwirtschaft auch nicht das Problem, sondern die Lösung in Fragen des Klimaschutzes. Es müssen, laut ihm, auch andere Zugänge zu den bisherigen Freihandelsabkommen gesucht werden, da die EU immer höhere Standards fordere, diese aber nicht für andere Länder außerhalb der EU gelten. Auch der "BREXIT" und besonders ein im Raum stehender "Hard BREXIT" wirft ebenfalls seinen Schatten voraus und trage nicht unbedingt zu einem positiveren Klima bei. "Es wird notwendig sein neue Märkte und Vernetzungsbeispiele zu finden. Hier im Bezirk Landeck funktioniert die Zusammenarbeit mit den Seilbahnen und dem Krankenhaus Zams schon vorbildlich und kann als "Best practice Beispiel" angesehen werden. In diese Richtung sollte es in Zukunft weiter gehen!" so Strasser abschließend.

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Autor:

Daniel Schwarz aus Landeck

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