Besonderes kulinarisches Event in Serfaus
"Leithe's Viecherei" war in aller Munde

Nicht wirklich alltägliche Sachen wurden im Leithe Wirt serviert.
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  • Nicht wirklich alltägliche Sachen wurden im Leithe Wirt serviert.
  • hochgeladen von Daniel Schwarz

SERFAUS (das). Dass die Regionalität einen besonderen Stellenwert in der kulinarischen Vielfalt der Region Serfaus-Fiss- Ladis hat, ist bereits hinlänglich bekannt. Mit "Leithe's Viecherei" im Bergrestaurant "Leithe Wirt" ist der Genussherbst der Region ab sofort um eine kulinarische Facette reicher.
Unter den Gästen waren unter anderem Bürgermeister Paul Greiter mit Gattin Romana, Vizebürgermeister Helmut Dollnig, Altbürgermeister Georg Mangott mit Gattin Elfriede, die Geschäftsführer der Seilbahn Komperdell Georg Geiger und Stefan Mangott, der Geschäftsführer der Bergbahnen Fiss-Ladis Benny Pregenzer samt Gastro Team der Bergbahnen, Vertreter der heimischen Landwirtschaft, ihnen voran Ortsbauernobmann Lorenz Purtscher, Vertreter der Lieferanten und Firmen wie etwa Georg Falkner (MKS), Thomas Walser (Firma Grissemann), Stefan Nothdurfter (Giggus Brennerei), Peter Neurauter (Neurauter frisch), Dietmar und Belinda Wille (Getränke Wille) uvm. Begleitet wurde der Abend durch erlesene Tropfen vom Weingut Gager und dem Weingut Forstreiter und der muskalischen Umrahmung von "Two in Time".

Verpönte Lebensmittel

Bei perfektem Herbstwetter erlebten die geladenen Gäste am vergangenen Mittwoch im "Leithe Wirt" auf 1.650 Höhenmeter, was es mit dem Namen "Leithe's Viecherei" auf sich hat. "Wie viele von euch wissen bin ich ein absoluter Innereienfan, das werdet ihr heute auch merken. Mit der Viecherei wollen wir einen kleinen Anstoß geben, in Hinsicht der üblichen Essgewohnheiten, umzudenken und euch vielleicht von dieser Küche zu überzeugen", erklärte Küchenchef Michael Kneist den Gästen zu Beginn der Veranstaltung. Seiner Ansicht nach, sind die Menschen viel zu viel von den "Gustostücken" der Tiere verwöhnt, deshalb werden Innereien immer einen neidrigen Stellenwert in der Gesellschaft haben. "Deshalb, lasst euch die Sachen schmecken und probiert viel!" betonte der Küchenchef mit einem Schmunzeln.

Spielraum für Experimente

Restaurantleiter Peter Mangott und sein Küchenchef hatten es sich dabei zur Aufgabe gemacht, dem Wort Regionalität eine tiefere Bedeutung zu geben. Angefangen hatte es laut Mangott mit einer "Spinnerei" Speck selbst zu räuchern. Es folgten unzählige Telefonate mit dem hiesigen Metzger und tonnenweise Lesematerial und Rezepte, welche sie sich aus dem Internet besorgten. Mittlerweile wurde eine eigene Selchhütte beim "Leithe Wirt" gebaut, in der feinste Räucherspezialitäten wie Speck, Osso Collo, Salami uvm. mit Buchenholzspänen unter Beigabe von wildwachsenden Wacholderstauden kalt geräuchert werden. "Es ging schließlich so weit, dass wir uns zwei Almschweine angekauft haben, die kürzlich geschlachtet wurden. Dabei wurde wirklich alles von den Tieren verarbeitet. Das Resultat werden wir heute kosten", so der Restaurantleiter. Alle Akteure sparten nicht mit Dank an die Geschäftsleitung, dass sie den Spielraum für solche "Experimente" bekommen haben.

Gelebte Regionalität

Der Projektmanager der Seilbahn Komperdell GmbH, Christof Schalber, hob die perfekte Symbiose zwischen der heimischen Landwirtschaft und der Seilbahngesellschaft in Serfaus hervor. "Der Gast merkt, welche hochwertigen Lebensmittel er auf den Teller bekommt, dies bestätigen die vielen positiven Rückmeldungen, wir sind auf einem guten Weg!" so Schalber.
Neben Leber, Hirn und Nieren wurden an diesem Abend aber auch "normalere" Sachen wie Lammbratwürste, Kesselgulasch und "Blunzngröstl" serviert. Ziel der Veranstaltung war es, viele Rückmeldungen der Gäste zu erhalten, da dieses Event ein fixer Bestandteil im Genussherbst für nächstes Jahr werden soll.

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