Schutzmaßnahmen in Pettneu am Arlberg
LH Platter machte sich ein Bild vom aktuellen Stand beim Schutzbau am Zeinsbach - mit VIDEO

V.re.: Bgm Manfred Matt, LH Günther Platter, Sektionsleiter Gebhard Walter sowie Gebietsbauleiter Daniel Kurz beim Lokalaugenschein der Baustelle.
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  • V.re.: Bgm Manfred Matt, LH Günther Platter, Sektionsleiter Gebhard Walter sowie Gebietsbauleiter Daniel Kurz beim Lokalaugenschein der Baustelle.
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PETTNEU (sica). In den vergangenen Jahren war die Gemeinde Pettneu am Arlberg immer wieder von Muren- und Lawinenabgängen betroffen. Ein zentraler Schutzbau am Zeinsbach wurde im Frühjahr 2019 begonnen, Landeshauptmann Günther Platter schaute sich den aktuellen Umsetzungsstand der Schutzmaßnahmen an.

Aktueller Umsetzungsstand in Pettneu

"Naturereignisse wie Muren oder Lawinen kommen in den letzten Jahren vermehrt vor, hier sind akute Maßnahmen notwendig und es muss alles dazu beigetragen werden, um Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten!", betont Landeshauptmann Günther Platter. In den vergangenen Jahren war die Gemeinde Pettneu am Arlberg immer wieder von Muren- und Lawinenabgängen betroffen.

In den vergangenen Jahren war die Gemeinde Pettneu am Arlberg immer wieder von Muren- und Lawinenabgängen betroffen.
  • In den vergangenen Jahren war die Gemeinde Pettneu am Arlberg immer wieder von Muren- und Lawinenabgängen betroffen.
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Aus diesem Grund mussten vom Land Tirol und seitens des Bundes durch die Wildbach- und Lawinenverbauung in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie der ÖBB Infrastruktur AG mehrere Projekte zum Schutz des Siedlungsraumes und der Infrastruktureinrichtungen gestartet werden. Ein zentraler Schutzbau am Zeinsbach wurde im Frühjahr 2019 begonnen, die Bauzeit beläuft sich auf drei Jahre.

Am Donnerstag, begab sich LH Günther Platter gemeinsam mit dem Bürgermeister von Pettneu, Manfred Matt, Sektionsleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Tirol, Gebhard Walter sowie Gebietsbauleiter der Wildbach- und Lawinenverbauung Oberes Inntal, Daniel Kurz, auf Lokalaugenschein nach Pettneu.

LH Platter machte sich ein Bild vor Ort.
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„Zahlreiche Regionen in Tirol sind immer wieder mit herausfordernden Naturkatastrophen konfrontiert. Gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung arbeiten wir daher laufend daran, die Sicherheit in den Tiroler Gemeinden stetig zu verbessern – so auch in Pettneu am Arlberg, wo aktuell an umfangreichen Schutzmaßnahmen gearbeitet wird.

Insgesamt werden in das Schutzprojekt Zeinsbach/Schindler-Lawine 1,65 Millionen Euro investiert, 475.000 Euro davon in diesem Jahr", so LH Platter bei der Baustellenbegehung vor Ort. „Im Frühsommer dieses Jahres hat sich am Zeinsbach eine weitere Mure in Folge von Starkregen mit Hagel ereignet. Mit den bereits umgesetzten Maßnahmen konnte Murenmaterial zurückgehalten und somit Schäden im Siedlungsraum verhindert werden. Aus diesem Grund begrüßen wir die rasche Umsetzung der geplanten Schutzvorrichtung sehr“, zeigte sich auch Bürgermeister Matt von dem Projekt überzeugt. "Zudem wird der Bevölkerung durch den Schutzbau eine enorme psychische Last von den Schultern genommen."

Ziel dieses kombinierten Schutzbaus ist einerseits der Schutz vor Vermurungen und Hochwasser durch den Zeinsbach, andererseits gegen die Schadwirkung der sogenannten „Schindler-Lawine“, die den Ortskern von Pettneu gefährdet.
  • Ziel dieses kombinierten Schutzbaus ist einerseits der Schutz vor Vermurungen und Hochwasser durch den Zeinsbach, andererseits gegen die Schadwirkung der sogenannten „Schindler-Lawine“, die den Ortskern von Pettneu gefährdet.
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Gemeinsame Finanzierung

"Für die Gemeinde Pettneu wäre das Projekt finanziell nicht alleine stemmbar und ohne Unterstützung nicht machbar.", zeigt sich Bürgermeister Matt für die Zusammenarbeit dankbar. Die 1,65 Millionen Euro an Projektfinanzierung werden zu 58 Prozent vom Bund, zu 20 Prozent vom Land Tirol, zu 16 Prozent von der Gemeinde Pettneu, zu zwei Prozent von den Landesstraßen Tirol sowie zu vier Prozent von der ÖBB Infrastruktur AG übernommen.

Kombiniertes Großbauwerk gegen Muren, Hochwasser und LawinenZiel dieses kombinierten

Schutzbaus ist einerseits der Schutz vor Vermurungen und Hochwasser durch den Zeinsbach, andererseits gegen die Schadwirkung der sogenannten „Schindler-Lawine“, die den Ortskern von Pettneu gefährdet.

Aufgrund der immer wiederkehrenden Muren- und Lawinenereignisse wurde im Jahr 2019 mit der Umsetzung des Schutzbauwerkes begonnen.
  • Aufgrund der immer wiederkehrenden Muren- und Lawinenereignisse wurde im Jahr 2019 mit der Umsetzung des Schutzbauwerkes begonnen.
  • Foto: Wildbach- und Lawinenverbauung
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„Mit den WLV-Mitarbeitern vor Ort wird auch umgehend auf die aktuellen Ereignisse reagiert und wie in Pettneu am Arlberg ersichtlich, mit rasch ausgearbeiteten Projekten Murablagerungen und Rückhalteräume geräumt. Die Zusammenarbeit aller Beteiligter, wie Land Tirol, ÖBB und Gemeinde ist hier sehr entscheidend und funktioniert ausgezeichnet“, erläutert Sektionsleiter Walter. „Am Zeinsbach sind folgende Maßnahmen geplant: Die Instandsetzung sowie die Errichtung eines Unterlaufgerinnes, die Errichtung einer Rechensperre und die Errichtung eines Geschiebeablagerungsbeckens. An der ‚Schindler-Lawine‘ ist zudem die Errichtung eines 80 Meter langen Lawinenablenkdammes vorgesehen. Wir befinden uns voll im Zeitplan – etwaige Bauverzögerungen aufgrund von Hochwassergefahr in den Sommermonaten wurden ebenfalls eingeplant“, informiert Gebietsbauleiter Kurz über die Details des Vorhabens.

Am Zeinsbach entsteht der zentrale Schutzbau gegen Muren, Lawinen und Hochwasser.
  • Am Zeinsbach entsteht der zentrale Schutzbau gegen Muren, Lawinen und Hochwasser.
  • Foto: Wildbach- und Lawinenverbauung
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