2,7 Mio. Quadratmeter
Liste Fritz kritisiert die Baulandhortung im Bezirk Landeck

Leistbares Wohnen: Liste Fritz Landtagsabgeordneter Markus Sint will die Baulandreserven im Bezirk Landeck mobilisieren.
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BEZIRK LANDECK (otko). Mit der Baulandmobilisierung in den 30 Landecker Gemeinden möchte die Liste Fritz leistbares Wohnen möglich machen.

Leistbares Wohnen

Grund und Boden sind im Land Tirol begrenzt und daher ist ein sorgsamer Umgang notwendig. Nut 12,4 Prozent der Landesfläche in Tirol ist besiedelbar, wobei sich aber nur 6,9 Prozent (entspricht 868 Millionen Quadratmeter) als Dauersiedlungsraum eignen. In der Debatte um leistbares wohnen ist es daher für die Liste Fritz essentiell, dass die Menschen auch zukünftig genug Platz zum Wohnen finden und sich Grund und Boden auch leisten können. "Allein mit den bereits gewidmeten Baulandreserven haben wir im Land genug Grund und Boden für Generationen. Wir schaffen es aber nicht diese Baulandreserven zu mobilisieren. Stattdessen müssen wir tausende Quadratmeter Grund und Boden neu widmen, da es sonst eine weitere Verknappung und Verteuerung gibt", zeigt LA Markus Sint vergangenen Mittwoch in Landeck auf.

Baulandreserven erhoben

Um mit "politischen Mysterien" aufzuräumen hat die Liste Fritz für alle 279 Tiroler Gemeinden die Baulandreserven erhoben. "Die Zahlen sind valide und stammen vom Land Tirol. Wir haben dabei die Landesdaten über das TIRIS ausgewertet. Bei reinen Bauflächen für das Wohnen sind wir aber sehr konservativ vorgegangen und daher liegen die Zahlen an der unteren Grenze", erläutert Sint.
Für den Bezirk Landeck hat die Liste Fritz rund 2,7 Mio. Quadratmeter gewidmetes und nicht bebautes Bauland erhoben. Die Gemeinde Zams verfügt demnach über 254.000 Quadratmeter Baulandreserve – die Stadt Landeck über 244.000 Quadratmeter. Weitere Gemeinden mit über 100.000 Quadratmeter sind Fließ (187.000 Quadratmeter), Pettneu am Arlberg (186.000 Quadratmeter), Prutz (170.000 Quadratmeter), St. Anton am Arlberg (159.000 Quadratmeter), Pfunds (144.000 Quadratmeter), Grins (124.000 Quadratmeter), Nauders (118.000 Quadratmeter), Ried im Oberinntal (112.000 Quadratmeter), Schönwies (104.000 Quadratmeter) und Fiss (102.000 Quadratmeter). (Quelle: Liste Fritz)
"Diese Flächen wurden von den Gemeinden irgendwann vor Jahren und Jahrzehnten als Bauland gewidmet und erfüllen alle Kriterien für Bauland. Diese Flächen eignen sich auch grundsätzlich für das Bauen", stellt der Landtagsabgeordnete klar.

Vorbehaltsflächen ausweisen

" Wir können daher mit dem ÖVP-Märchen aufräumen, wonach es Baulandreserven nur in entlegenen Gemeinden geben würde. Im Gegenteil, die Gemeinden mit den größten Baulandreserven liegen in der Inntalfurche", betont Sint.
Wie sollen diese Baulandreserven nun mobilisiert werden. Im Juli-Landtag wurde ein neues Tiroler Raumordnungsgesetz (TROG) beschlossen. "Es sind einige Punkt drin, die richtig sind, aber uns geht es noch nciht weit genug. Wir greifen die Baulandreserven wieder nicht an", so Sint. Die Regierungsparteien schreiben im neuen TROG jeder Tiroler Gemeinde ein "Mindestmaß" an Vorbehaltsflächen für den geförderten Wohnbau vor. Wie viel dieses "Mindestmaß" konkret ausmachen soll, lassen sie aber offen. Die Liste Fritz hat daher einen Zusatzantrag zum TROG eingebracht, der aber abgelehnt wurde.
"Jede Gemeinde muss 10 Prozent ihrer Baulandreserve als Vorbehaltsfläche für den geförderten Wohnbau ausweisen. Damit ermöglichen wir leistbares Wohnen und für die Gemeinde ist dies auch mit der Infrastruktur bewältigbar. Viele Private sitzen auf der Baulandreserve und warten noch 20 Jahre bis es noch teurer und spekulieren weiter. Wenn sie es nicht zum Bauen brauchen dann sollen es sie das Bauland verkaufen oder wieder rückwidmen lassen. Wir müssen etwas tun und die Gemeinden soll darauf Einfluss haben", konkretisiert Sint den Vorschlag der Liste Fritz. Den Vorwurf "Enteignung" will der Landtagsabgeordnete in diesem Zusammenhang aber nicht gelten lassen. "Bei der Vertragsraumordnung wenden wir dieses Prinzip schon lange an."

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