Venet Bergbahn
NEOS Tirol: "Transparenz und langfristige Strategie fehlt"

NEOS-Landessprecher Dominik Oberhofer und der Landecker NEOS-Sprecher Johannes Tilg: „Mehr Transparenz und viel ungenutztes Potential bei der Venet Bergbahn.“
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  • NEOS-Landessprecher Dominik Oberhofer und der Landecker NEOS-Sprecher Johannes Tilg: „Mehr Transparenz und viel ungenutztes Potential bei der Venet Bergbahn.“
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ZAMS, LANDECK (otko). Das letzte Jahresergebnis der Venet Bergbahnen AG sorgte bereits für eine Diskussion im Zammer Gemeinderat. Die NEOS fordern nun mehr Transparenz und eine langfristige Strategie. Ein Jugendhotel und eine Downhill-Strecke sollen Frequenz bringen.

Langfristige Strategie fehlt

Die Venet Bergbahnen sorgen immer wieder für Diskussionen bei den Gemeinderatssitzungen in Landeck und Zams. Nun haben auch die NEOS das Thema aufgegriffen. Bei einer Pressekonferenz am 26. Juni sparten NEOS-Landessprecher und Hotelier Dominik Oberhofer sowie der Landecker NEOS-Sprecher Johannes Tilg nicht mit Kritik am Vorstand und den beiden Hauptaktionären – den Gemeinden Landeck und Zams. „Der Venet ist wie eine Blackbox. Die Investitionen der letzten Jahre floppen alle, was sich dementsprechend negativ auf den Umsatz und die Jahresergebnisse auswirkt. Die zwei Gemeinden als Eigentümer sind aber der Meinung, dass es keinen Aufklärungsbedarf gibt. Die Zahlen und Bilanzen gehören auf den Tisch", kritisiert NEOS-Klubobmann Oberhofer. Als Beispiel einer falschen Investition nannte er die neue Rollbobbahn "VenetBob". "Ein Winterbetrieb ist dort unmöglich und ein Kampf gegen die Realität. Was es braucht ist ein sparsamer Sommerbetrieb, da weitere Folgeinvestitionen absehbar sind", betonte Oberhofer.
Der Venet sei ein schönes Skigebiet, aber es gehe so nicht weiter. "Es wird immer mehr Geld hineingepumpt. Es braucht eine langfristige Strategie und keinen Maulkorb für die Gemeinderäte", verweist NEOS Landeck Sprecher Tilg.

Die Venetbahn in Zams sorgt immer wieder für Diskussionen.
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"Geht hier um sehr viel Steuergeld"

Man müsse das Rad aber nicht neu erfinden, sondern sich an erfolgreichen Beispielen wie der Mutterer Alm oder der Nordkette orientieren. "Ich denke im Moment beim Venet aber eher an einen kleinen Patscherkofel. Die öffentliche Hand investiert sehr viel Geld und geht nicht sehr nachhaltig damit um. Es fehlt das Geld dann bei anderen Dingen in den Gemeinden", tritt Oberhofer für eine Kursänderung ein.
Der intransparente Umgang der Gemeinden in der Causa Venet sei für die NEOS nicht nachvollziehbar. Transparenz sei oftmals der erste Schritt zur Lösung. "Es geht hier immerhin um sehr viel Steuergeld, da sollte man transparent und ehrlich damit umgehen. Die Bevölkerung hat ein Recht darauf, dass alle Zahlen offengelegt werden,“ fordert der NEOS-Klubobmann volle Transparenz in Hinblick auf die finanzielle Situation der Bergbahn.

NEOS-Landessprecher Dominik Oberhofer und der Landecker NEOS-Sprecher Johannes Tilg: „Mehr Transparenz und viel ungenutztes Potential bei der Venet Bergbahn.“
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Innovation als wirtschaftliches Zugpferd

NEOS Landeck Sprecher Tilg will auf Innovation setzen: „Ich habe bereits mehrmals vorgeschlagen, dass man auf vermehrt auf ein junges Publikum setzen sollte. Der Venet würde sich ideal als Mountainbike- und Downhillstrecke eignen. Damit würde man eine Marktlücke im Oberland schließen und gleichzeitig für ein Alleinstellungsmerkmal in der Region sorgen. Die jetzigen Angebote verfehlen augenscheinlich ihre Wirkung. Die Verantwortlichen sollen Mut beweisen und neue Wege gehen.“
Einen weiteren Vorschlag, um die Region für Gäste attraktiver zu machen bringt Oberhofer ins Spiel: „Die Region braucht dringend mehr Betten, um konkurrenzfähig zu werden. Die Investitionen müssen aber zielgerichtet sein. Der Bereich am Parkplatz der Bergbahn eignet sich hervorragend als Standort für ein Jugend-Hotel mit 200 bis 300 Betten. Damit würde man die Wertschöpfung erhöhen, die Zahl der Hotelbetten sinnvoll erhöhen und jungem Publikum ein attraktives Nächtigungsangebot bieten.“ Laut Oberhofer gibt es sicher Investoren, die an solch einem Projekt interessiert sind. Er bietet auch gleichzeitig seine Hilfe für die Suche und die Nutzung seines Netzwerkes an.

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