Neue Aussichtsplattform am Gachen Blick eingeweiht

Feierliche Eröffnung: Obm. Hans-Peter Bock, Gf Ernst Partl, LHStv. Ingrid Felipe, Pf. Herbert Salzl, LT-Vizepräs. Anton Mattle mit den Architekten und Schützenvertretern.
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FLIEß/KAUNERGRAT (otko). Der im Jahr 1998 gegründete Naturpark Kaunergrat ist ein mustergültiges Beispiel für funktionierende und regionsübergreifende Zusammenarbeit. Dies stellen neben den neun Naturparkgemeinden auch die Tourismusverbände Pitztal, Tiroler Oberland und Tirol West unter Beweis, welche sich regelmäßig gemeinsam an den verschiedenen Vorhaben beteiligen.
Am Sonntag wurde das neue Natur- und Kulturpanorama Gacher Blick feierlich eröffnet. Im Rahmen dieser Initiative wurden zwei EU-geförderte Projekte realisiert. Der erste Teil beinhaltete die Überarbeitung der Parkplatzsituation samt der Neugestaltung ansprechender Grünflächen. Beim zweiten Projekt entstand eine Aussichtsplattform, die einen sehenswerten Blick auf die Täler und Berge des Oberen Gerichts freigibt. Der barrierefreie Weg dorthin wurde vor kurzem noch thematisch inszeniert. Der Besucher erlebt dann Rück-, Aus- und Einblicke in die bewegte Geschichte. Wobei das Thema „Freiheit“ den roten Faden durch alle Stationen darstellt.

Förderungen

Trotz des nass-kalten Wetters fanden zahlreiche Besucher den Weg zum Naturparkhaus. Nach einem landesüblichen Empfang und einer heiligen Messe erfolgte die Segnung durch Pfarrer Herbert Salzl. Naturparkobmann BR. Bgm. Hans-Peter Bock und GF Ernst Partl dankten dem Land, den Tourismusverbänden sowie dem Regionalmanagement regioL für die großzügige Unterstützung. Insgesamt wurden rund 750.000 Euro investiert. Diese Mittel werden von der Gemeinde Fließ in Kooperation mit den drei Tourismusverbänden aufgebracht, wobei Fördermittel des Landes Tirol und der EU einen wesentlichen Teil der Kosten abdecken.
Der Entwurf für die zwei Projekte wurde von der Architekturgemeinschaft „columbosnext“ ausgearbeitet. Sie setzten sich in einem Ideenwettbewerb durch. Der Jury gehörten neben Vertretern der Dorferneuerung, der Gemeinden und des Naturparks auch der Landesumweltanwalt sowie ausgewählte Architekten an.

Besonderer Ort

Schützenvertreter Josef Gfall verwies auf den besonderen geschichtlichen Ort. "Der Spannungsbogen reicht von den geologischen Verwerfungen des Engadiner Fensters, über den Ausblick auf zwei bedeutende Orte der Tiroler Freiheitskämpfe bis zur Moderne. Das Gedenken an die Ereignisse von 1703 und 1809 bei Pontlatz ist aber keine Verherrlichung von kriegerischen Ereignissen, sondern eine Mahnung, dass so etwas nie mehr passieren darf. Die Feinde von damals sind heute unsere Freunde", betonte Gfall. Auch LT-Vizepräsident Anton Mattle zeigte sich von den zusätzlichen Attraktionen beeindruckt.
LHStv. Ingrid Felipe zeigte sich erfreut, dass die Naturparks durch die Naturvermittlung den Tourismus und die Natur unterstützen. "Gerade der Schwerpunkt auf die Barrierefreiheit im Naturpark Kaunergrat ermöglicht eine Teilhabe für einen größeren Bevölkerungskreis. Die Natur verbindet Kulturen, Religionen und Völker", so Felipe.

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