Begegnungszone Malser Straße
Neues Fahrverbot im Landecker Stadtzentrum

Künftig gilt im Landecker Stadtzentrum ein Fahrverbot – ausgenommen sind der Anrainerverkehr und Radfahrer.
4Bilder
  • Künftig gilt im Landecker Stadtzentrum ein Fahrverbot – ausgenommen sind der Anrainerverkehr und Radfahrer.
  • Foto: Othmar Kolp
  • hochgeladen von Othmar Kolp

LANDECK (otko). Landecker Gemeinderat beschloss mehrheitlich ein Fahrverbot im Stadtzentrum und Änderungen beim Parken.

Durchzugsverkehr wird verbannt

Das Thema Verkehr wurde in Landeck vergangenen Donnerstag in der Gemeinderatssitzung kontroversiell diskutiert. Wie bereits in der letzten Sitzung vor der Sommerpause angekündigt, wurde ein Fahrverbot in der Begegnungszone beschlossen. Davon ausgenommen sind der Anrainerverkehr und Radfahrer.

"Es gibt zu viel Lärm, zu hohe Geschwindigkeiten und zu viele Verkehrsströme. Wir haben im Ausschuss viel diskutiert und es gab viele Vorschläge, wie ein Nachtfahrverbot. Ein Fahrverbot in der ganzen Malserstraße ist einfach zu kennzeichnen und eine andere Bezirksstadt hat eine ähnliche Verordnung gemacht", erläuterte Ausschussobmann Vizebgm. Thomas Hittler. Als Anrainer gelten all jene, die in der Stadt etwas zu erledigen haben, wie z.B. Besorgungen, Einkäufe, Bankomat-Behebungen oder einen Besuch im Kaffeehaus. "Damit lösen wir viele Probleme und verbannen den Durchzugsverkehr Richtung Reschen aus dem Zentrum. Natürlich wird das Fahrverbot auch stark kontrolliert werden. Auch das Problem mit den klappernden Deckeln werden wir in Ordnung bringen", so Hittler. Für Bgm. Dr. Wolfgang Jörg ist es ein Versuch der weniger Verkehr und mehr Ruhe bringt: "Es braucht aber auch Bewusstseinsbildung und mehr Kontrollen."

Kontrollen undurchführbar

Kritik von der Opposition kam an der Undurchführbarkeit solcher Kontrollen. Die SPÖ hatte zudem lieber ein Nachtfahrverbot beschlossen. "Solche Kontrollen werden schwierig und unmöglich sein. Jeder Einheimische hat immer ein Ausrede parat, um als Anrainer zu gelten", so SPÖ-Fraktionssprecher Manfred Jenewein. Der Antrag wurde mit den Stimmen der ÖVP beschlossen. SPÖ, FPÖ und Grüne votierten dagegen.
Wenig Freude mit der Kenntlichmachung haben auch die Leistungsgemeinschaft Landeck-Zams und die Wirtschaftskammer. In einer gemeinsamen Stellungnahme heißt es unter anderem: "Wir finden es in der Umsetzung eher schwierig und für Besucher nicht verständlich. Sollte ein Fahrverbotschild bei der Einfahrt zur Begegnungszone kommen, wäre dies für Kunden, Gäste und Besucher nicht verständlich und ein Widerspruch zum eigentlichen Sinn der Straße. Wir begrüßen die Idee sehr den Durchzugsverkehr zu verringern, hoffen aber auch, dass die Straße noch attraktiver gestaltet wird."

Zonen- und Tarifänderung

Auch beim Thema Parken gibt es wiederum Änderungen. "Die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung hat Wirkung gezeigt und Ordnung hinein gebracht. Mittels einer Evaluierung wurden Änderungen eingearbeitet. Wir reagieren damit auf die Kritik und die Wünsche aus der Bevölkerung", betonte Ausschussobmann Vizebgm. Hittler. Künftig gibt es keine gemischten Zonen zwischen Parkraumbewirtschaftung und Kurzparkzone mehr. Das sorge für mehr Verständnis und mache auch die Kennzeichnung einfacher. In Perjen, Angedair und beim ehem. Pümpel-Areal gibt es eine grüne Zone. Änderungen gibt es auch bei den Tarifen der Parkraumbewirtschaftung: Zwei Stunden parken ist hier kostenlos. Für drei Stunden sind 1 Euro, für vier Stunden 2 Euro und für den Tag vier Euro fällig. Die Parkraumbewirtschaftung gilt künftig von Montag bis Samstag, 0 bis 24 Uhr. An Sonn- und Feiertagen gibt es keine Gebührenpflicht. In der Kurzparkzone am Marktplatz, Schulhausplatz und Altersheim gilt künftig die Gebührenpflicht von Montag bis Freitag 6 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 6 bis 12 Uhr. "Damit haben wir die Dauerparker im Griff und die Kenntlichkeit und Handhabung wird vereinfacht", verwies Hittler.

SPÖ plädiert für mehr Änderungen

Kritik kam von der SPÖ-Fraktion. GR Manfred Jenewein und Stadtrat Mathias Niederbacher hatten sich ein paar Änderungen mehr gewünscht, wie zwei Parkkarten pro Haushalt sowie eine Gebührenfreiheit in der Nacht- und am Wochenende. Auch eine bessere Infokampagne sei nötig. "Wenn wir das zulassen haben wir wieder die ganzen Firmenautos am Wochenende da. Bei einer zweiten Parkkarte sind die ganzen Tiefgaragen wieder leer", argumentierte Hittler. Der Antrag wurde mit 15 Stimmen angenommen. Die SPÖ-Fraktion votierte dagegen.

Mehr News aus dem Bezirk Landeck: Nachrichten Bezirk Landeck

Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

6 folgen diesem Profil
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.