Weniger Schadstoffbelastung durch Alternativen
Ohne Feuerwerk geht's auch

Mit der umweltfreundlicheren Alternative soll die feuerwerksfreie Zone in St. Anton immer mehr ausgeweitet werden.
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  • Mit der umweltfreundlicheren Alternative soll die feuerwerksfreie Zone in St. Anton immer mehr ausgeweitet werden.
  • Foto: Patrick Bätz
  • hochgeladen von Carolin Siegele

LANDECK/ST. ANTON (sica). Nach dem Jahreswechsel schießen Statistiken über die erhöhte Feinstaubbelastung geradezu in die Höhe wie die Raketen zu Silvester. Dass es auch attraktive Alternativen zu Feuerwerken gibt belegten die Grünen mit einem Positivbeispiel.

Erhöhte Umweltbelastung

Einige Betroffene hatten sich in der Vergangenheit bereits an die Grünen gewandt, weil ihnen die zunehmende Umweltbelastung durch die wöchentlich wiederkehrenden Feuerwerke im Rahmen der Demo-Shows etlicher Skiorte sauer aufstößt. Wolfgang Egg, Regionalgruppensprecher der Grünen, gab sich zudem erstaunt: "Es ist verwunderlich, dass nicht mehr Protest von Bauern oder auch Jägern geäußert wird." Die Feinstaubbelastung steigt nach Silvester nachweislich auf das bis zu 15-fache, der Wert der Metall- und Mikrostäube hebt sich auf das 20- bis zu 50-fache im Vergleich zum Normalwert. 
Auch wenn die Laser-Show beim Innsbrucker Bergsilvester eher "durchwachsen" war, so auch Egg, möchten die Grünen zeigen, welches Potenzial sich hinter den Alternativen eines Feuerwerkes verbirgt und weitere Gemeinden zum Umdenken animieren. In Zeiten des Klimawandels bestehe dringender Handlungsbedarf auf allen Ebenen, betonte Egg. "Sich für den Klimaschutz einzusetzen ist zwar eine schwierige Aufgabe, die es zu meistern gilt, aber es ist auf keinen Fall zu spät dafür!"

Alternatives Entertainment zum Jahreswechsel

In St. Anton hat sich der seit 2017 bestehende Verein "+eventZ" (Positive EventZ) der neuen und nachhaltigen Konzipierung touristischer Veranstaltungen verschrieben. Mit der ersten feuerwerksfreien Silvester-Zone der Alpen verfolgen sie akribisch das Ziel, den Jahreswechsel umweltfreundlicher zu gestalten und Feuerwerke einzuschränken. "Seit letztem Jahr sind wir auch das erste zertifizierte CO2 neutrale Event am Arlberg.", betonte Martin Jennewein als Organisationsmitglied und Kassier des Vereins stolz. Im Jahr 2019 erfreute sich die Lasershow von "LASAIR", welche beispielsweise auch Bühnenshows von namenhaften Künstlern wie Coldplay konzipieren, mit lokaler Unterstützung vom jungen Arlberger Team Diamond-Event-Engineering in Sachen Licht und Sound und schwedischen DJ's erneut großer Beliebtheit. Die Kosten für die Show beliefen sich auf 31.000 Euro (die erste Show kostete 15.000 Euro). Als Non-Profit Organisation sind die Veranstalter dabei auf die Unterstützung umliegender Betriebe der feuerwerksfreien Zone und die Hilfe zahlreicher Mitstreiter und Wegbereiter angewiesen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen bringt dabei den positiven Nebeneffekt der Stärkung der Dorfgemeinschaft mit sich. "Bei den Gästen stößt man mit der Alternative zum Feuerwerk auf Verständnis, immer öfter auch auf Begeisterung, der Umwelt zuliebe auf die Raketen und Böller zu verzichten.", so Sabine Kertess, Mitglied der Grünen und Chefin des Lux Alpinae Hotels in St. Anton.
Es gilt, der Masse eine interessante Alternative zu Knall und Rauch zu bieten. Das erkannte auch Zürs/Lech und veranstaltete mit 1.1.2020 das letzte Klangfeuerwerk. Die Rauch- und Feinstaub-Belastungen wollen auch die TVB-Verantwortlichen nicht weiter strapazieren und so wird nach vielen Jahren nach einem neuen Konzept für 2021 gesucht. Der Event vom 1.1.2020 ließ  schon ein wenig erahnen, wohin die Reise in Zukunft geht. Mit einer kleinen Lasershow wurde das Intro bestritten und war mit der Reflektion in den umliegenden Hotels und Bergen ein besonderes Erlebnis.

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