Postfuchs kehrt Flirsch den Rücken

Nun ist es offiziell: Die Postfiliale in Flirsch schließt am 30. November.
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FLIRSCH (otko). Nach der großen Schließungswelle von Postfilialen in den vergangenen Jahren blieben nur mehr jene in Landeck, St. Anton am Arlberg, Ischgl, Prutz und Flirsch übrig. Im September 2016 wurde dann auch die Postfiliale in Prutz zugesperrt. Mit der nun bevorstehenden Schließung in Flirsch gibt es nur mehr drei Postfilialen im Bezirk Landeck. In einigen Orten des Bezirks werden die Post-Geschäfte von einem Post-Partner erledigt.
"Wir haben die Filiale in Flirsch bei der RTR (Anmerkung: Rundfunk- und Telekom Regulierungs GmbH) zur Schließung angemeldet und nach Prüfung einen positiven Bescheid erhalten. Mit 30. November wird die Filiale geschlossen", bestätigt David Weichselbaum, Pressesprecher der Österreichischen Post AG. Voraussetzung für solch eine Filialschließung sei, dass der Standort seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich negativ ist und es auch keinen positiven Ausblick gibt. "Wir spüren den Rückgang im Briefgeschäft in unseren Filialen und dies kann auch durch das steigende Paketgeschäft nicht ausgeglichen werden. Wir bleiben aber mit unserem Service vor Ort. Bereist am 29. August hat in 6574 Pettneu am Arlberg ein Postpartner eröffnet, welcher die Dienstleistungen in diesem Gebiet übernimmt", verweist Weichselbaum. Der angesprochene Postpartner befindet sich im Gewerbegebiet Schnann in dem neu eröffneten Metzgerei-Verkaufsgeschäft der Wetter Wild GmbH.

Keine Freude mit Entwicklung

Für Bgm. Roland Wechner war die Schließung der Post-Filiale absehbar. "Wir haben eine Stellungnahme beim Gemeindebund abgeben und ein Gespräch mit Vertretern der Post geführt. Von Bürgermeisterkollegen wusste ich aber, dass der Standpunkt der Gemeinden hier kein Gehör findet und nicht berücksichtigt wird", ärgert sich der Dorfchef. Bereist vor Jahren wurden die Öffnungszeiten der Flirscher Filiale massiv eingeschränkt und die Post AG  begab sich auf eine erfolglose Suche nach einem Postpartner in der Gemeinde. "Wir hatten mit den heimischen Betrieben ausgemacht, dass sich keiner als Postpartner erklärt. Auch die Gemeinde sah sich aufgrund fehlender Ressourcen nicht in der Lage. Wir hatten dies gut im Griff und die Filiale wäre noch länger erhalten geblieben. Es ist schade", betont Wechner.
Mit der Eröffnung des Postpartner in Schnann schienen die Tage aber bereits gezählt. "Allerdings konnten wir mit unseren Argumenten nicht auf den Schweizer Metzger einwirken. Mit dieser Entwicklung haben wir natürlich keine Freude. Falls es für die Firma kein Geschäft ist, haben wir bald keine Poststelle mehr in der nähren Umgebung", so Wechner.

Keine weiteren Schließungspläne

Weitere Schließungen der verbliebenen drei verbliebenen Postfilialen im Bezirk sind laut Post AG aber nicht geplant. "Wir sind relativ gut aufgestellt und alles läuft nach Plan. Daher gibt es im Moment auch keinen Grund für weitere Schließungspläne", verweist Pressesprecher Weichselbaum.

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