33 neue Wohungen am Konrad-Areal
Schönwies: Grünes Licht für sozialen Wohnbau

Der Schönwieser Gemeinderat gibt grünes Licht für das neue Wohnbauprojekt der Neuen Heimat Tirol auf dem Konrad-Areal.
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SCHÖNWIES (otko). Gemeinderat votierte einstimmig für den Bau einer Mischform aus Miet- und Eigentumswohngen am Konrad-Areal. Wohnanlage der Neuen Heimat Tirol soll im Frühjahr 2021 übergeben werden.

Jahrelange Diskussion beendet

Bei der letzten Sitzung des Schönwieser Gemeinderates gab es Applaus von den Zuhörern. Zuvor hatten die Mandatare einstimmig den Antrag angenommen, dass am Konrad-Areal ein Wohnprojekt der Neuen Heimat Tirol (NHT) errichtet werden soll. Im nördlichen Teil des Grundstücks, das sich in Gemeindebesitz befindet, entstehen 24 Mietwohnungen und im südlichen Teil neun Eigentumswohngen. "Damit haben wir eine jahrelange Diskussion beendet. Schönwies startet endlich mit dem sozialen Wohnbau durch", zeigte sich Bgm. Willi Fink sichtlich erleichtert.
Bereits bei bei der Gemeinderatssitzung im 11. Februar wurde ein mehrheitlicher Beschluss gefasst, dass auf dem Konrad-Areal ein Wohnprojekt umgesetzt werden soll. Ob es Miet-, Miet-Kauf- oder Eigentumswohngen werden sollen, wurde damals noch offen gelassen. Auch einige Wünsche und Anregungen zur Planung wurden den Vertretern der Neuen Heimat mit auf den Weg gegeben.

Zwei separate Baukörper

NHT-Vertreter Elmar Draxl und Architekt Martin Tabernig präsentierten nun den Gemeindemandataren die Planungsergebnisse. "Zum Thema Schallschutz sowie zum Abstand und der Einfahrt hat es eine Besprechung mit dem Baubezirksamt Imst gegeben. Dazu haben wir das Projekt angeschaut und mit dem Raumplaner durchbesprochen. Wir werden auf dem Grundstück zudem mit Miet- und Eigentumswohnungen zwei Rechtsformen machen", erläuterte Draxl.
Zur bestmöglichen Ausnutzung werden zwei separate Baukörper errichtet, wobei aber das gesamte Grundstück unterkellert wird. Der nördliche Baukörper umfasst 24 Miet- und der südliche neun objektgeförderte Eigentumswohnungen. Alle Wohnungen sind barrierefrei, verfügen über einen überdachten Balkon und sind mit einer Komfortlüftung ausgestattet. "Mit den zwei Baukörpern, deren Fassade aus Holz besteht, bekommen wir eine Art geschützte Hofsituation. Dabei entsteht in Richtung Süden ein attraktiver Außenraum", erläuterte Architekt Tabernig.
Die Brutto-Miete inklusive Betriebskosten und Tiefgarage beläuft sich laut Draxl auf 8,52 Euro pro Quadratmeter. Bei den Mietwohnungen bleibt das Einweisungsrecht bei der Gemeinde Schönwies. Bei den Eigentumswohnungen liegt der Kaufpreis bei 3.000 Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen noch ca. 23.000 Euro für den Tiefgaragenplatz.

Mehr Parkplätze als vorgeschrieben

Die Einfahrt zur Tiefgarage befindet sich bei der Wegkreuzung der beiden Gemeindestraßen. Neben 36 Tiefgaragenplätzen gibt es im Außenbereich auch zwölf weitere Abstellplätze. "Damit haben wir mehr Parkplätze zur Verfügung als es in der Stellplatzverordnung des Landes vorgesehen ist. In der Mitte der Tiefgarage befindet sich dann auch die Grundgrenze zwischen den beiden Rechtsformen", so Draxl.
Die Gemeinderäte Peter Bartl und Hanspeter Hamerle kritisierten, dass aus ihrer Sicht zu wenig Parkplätze vorhanden und ein Chaos vorprogrammiert sei. NHT-Vertreter Draxl entgegnete, dass man aufgrund der Stellplatzverordnung nicht mehr bauen dürfe.

16 Monate Bauzeit

Am nördlichen Teil des Konrad-Areals soll die NHT von der Gemeinde ein Baurecht auf 52 Jahre erhalten, während sie den südlichen Teil käuflich erwirbt. Nach dem positiven Beschluss des Gemeinderats wird das Grundstück nun parzelliert und die dementsprechende Verträge erarbeitet.
Als Zeithorizont für die Umsetzung des Bauvorhabens nannte Elmar Draxl einen Baubeginn im Herbst 2019 und stellte die Fertigstellung im Frühjahr 2021 in Aussicht. Vizebgm. Reinhard Raggl regte an, das Projekt nochmals der Bevölkerung vorzustellen. Dazu soll es eine Postwurfsendung geben. Derzeit stehen 68 Bewerber auf der Liste der Wohnungssuchenden.
Offen ist derzeit noch, ob dort auch ein Arztpraxis im Mietteil untergebracht werden soll. "Unser Doktor hat sich Bedenkzeit erbeten. Fix ist momentan noch nichts", betonte Dorfchef Fink.

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