TVB-Obmann Armin Falkner
Skiverbindung Kaunertal-Langtaufers: 
"Gemeinsam Chancen nutzen"

Skiverbindung Kaunertal-Langtaufers: TVB-Obmann Falkner sieht große Chancen für zwei strukturschwache Regionen in Nord- und Südtirol.
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KAUNERTAL/LANGTAUFERS. Bei einer Umsetzung des geplanten Skiverbindungsprojekts Kaunertal-Langtaufers ergeben sich laut TVB-Obmann Falkner große Chancen für zwei strukturschwache Regionen in Nord- und Südtirol, welche vom erweiterten, attraktiveren touristischen Angebot profitieren würden.

Wesentlicher Wirtschaftsfaktor

In einem kürzlich erschienenen Artikel in einer großen Tageszeitung wird Heinrich Noggler, Bürgermeister der Gemeinde Graun im Vinschgau, bezugnehmend auf das geplante Erweiterungsprojekt Kaunertal-Langtaufers mit folgenden Worten zitiert: „Mit dem Zusammenschluss der Skigebiete Schöneben und Haider Alm haben wir ein hervorragendes Projekt. Der Kuchen für einen weiteren Player ist zu klein, aus dem Kaunertal sind keine neuen Gäste zu erwarten.“
Der Tourismusverband Tiroler Oberland mit seinen Erlebnisregionen Nauders-Tirloer Oberland-Kaunertal ist hierzu grundlegend anderer Meinung. Die Gletscherregion Kaunertal bietet Skilaufen von Mitte September bis Anfang Mai, das Pistenangebot eignet sich optimal für alle Altersgruppen und Könnerstufen. Der Kaunertaler Gletscher ist somit ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor und Motor in einer ansonsten strukturschwachen Region.

Sinnvolle Chance für zwei Regionen

Das geplante Projekt Kaunertal-Langtaufers bietet eine große, sinnvolle Chance zur touristischen Weiterentwicklung der ganzen Region Tiroler Oberland und des Obervinschgaus, welche man nicht verstreichen lassen sollte“, erklärt Armin Falkner, Obmann des TVB Tiroler Oberland. „Denn das aus der Skiverbindung neu entstehende Angebot würde die gesamte Region als Skiregion attraktiver machen und so vollkommen neue Möglichkeiten eröffnen.“
Selbstverständlich würden die Gäste aus dem Kaunertal dann auch in die Nachbarregionen kommen, eben auch in Saison-Randzeiten. Denn insbesondere von den verlängerten Saisonzeiten würden bei einer Umsetzung des Projektes in Zukunft sowohl Langtaufers, Graun und der gesamte Obervinschgau sowie vor allem auch Nauders als Teil des eigenen Tourismusverbandsgebietes profitieren. Damit wären die Erlebnisregionen des Tiroler Oberlandes über die italienische Seite verbunden.

Signalwirkung für Europaregion Tirol

Die Bedeutung der Frühjahrs- und Herbstsaison im Kaunertal belegt vor allem der Anteil der Übernachtungen im Herbst und Frühjahr an den Gesamt-Winternächtigungen (von 01.10. bis 31.05.): In den letzten Wintersaisonen lag dieser stets bei rund 40 Prozent, in der Saison 2017/18 sogar bei 42 Prozent. Das zeigt, dass im Kaunertal ein erheblicher Anteil der gesamten Winternächtigungen in einer Zeit lukriert wird, welche in Nicht-Gletscherregionen betriebstechnisch gar nicht bedient wird.
Es würde sich zudem auch die historische Möglichkeit ergeben, das erste länderübergreifende Seilbahnprojekt zwischen Nord- und Südtirol zu realisieren. Dieses Projekt hätte somit Signalwirkung für die Europaregion Tirol. „Gerade strukturschwache Regionen sollten in einem modernen Europa ihre Kräfte bündeln, altes Denken in Landesgrenzen hinter sich lassen und an einer gemeinsamen Zukunft arbeiten“, betont TVB-Obmann Falkner.

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