Tempo 30: Ladis bremst Verkehr ein

Mit Tempo 30 soll der Verkehr in Ladis eingebremst und die Sicherheit erhöht werden.
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LADIS (otko). Die kleine Gemeinde Ladis am Sonnenplateau verzeichnet wie viele anderen Ortschaften ein ständig wachsendes Verkehrsaufkommen. Ein Problem für den Verkehrsfluss sowie die Fußgänger sind aber die beengeten Platzverhältnisse auf der Durchzugsstraße im Ortszentrum. Mittel- bis langfristig soll daher eine Lösung für das Verkehrsproblem in Angriff genommen werden. Bisher galt Tempo 40 auf der Landesstraße. "Wir hatten aber eine unklare Regelung zwischen dem Ortsgebiet und der Hauptstraße. Daher haben wir ein verkehrstechnisches Gutachten in Auftrag gegeben und und an die BH Landeck herangetreten. Vom Ergebnis waren wir aber selber überrascht, da es in Verkehrsaufkommen von über 2.200 Fahrzeugen in 24 Stunden gibt. Gerade in den Stoßzeiten der Früh und am Abend spielt am meisten ab", informiert Bgm. Florian Klotz. Auch die Durchschnittgeschwindigkeit wurden erhoben, die beim 45 km/h liegt. "Teilweise fahren aber Leute mit bis zu 80 km/h durchs Dorf. Es ist zudem ein Wahnsinn was sich oft bei den Engstellen und einigen Passagen abspielt. Durch fehlende Gehsteige kommt es oft zu Konflikten zwischen Kfz-Lenkern und Fußgängern", schildert der Dorfchef.
Nun wurde pauschal Tempo 30 auf das gesamte Ortsgebiet gesetzt. Allen voran soll damit die Geschwindigkeit weiter gesenkt werden. Auch für den Leiter der Verkehrsabteilung, BH Stv. Siegmund Geiger, ist die 30er-Beschränkung durch die beengten Straßenverhältnisse gerechtfertigt. 2018 sollen laut Bgm. Klotz zusätzliche Bodenmarkierungen die Bereiche von Autofahrern und Fußgängern abgrenzen.

Mehr Belebung

Im Zuge der Diskussion wurde aber auch die Einführung einer Begegnungszone im Ortszentrum angedacht. "Wir haben hier eine gewisse Infrastruktur mit Lokalitäten, Restaurants und Geschäften, wo die Leute die Straße queren müssen. Hier gibt es immer einen Konflikt und mit einer Begegnungszone könnten wir alle Verkehrsteilnehmer gleich stellen. Dies würde auch eine Belebung bringen und das Ambiente weiter verbessern", unterstreicht Klotz die Vorteile.
Von Seiten der BH Landeck meint Verkehrsreferent Geiger dazu, dass man sich dies genau anschauen müsse, da es sich hier um eine Landesstraße handelt. "Eine Begegnungszone bringt aber nicht nur verkehrliche sondern auch bauliche Begleitmaßnahmen mit sich, die oft kostenintensiv sein können", verweist Geiger.

Großräumige Umfahrung

Eine weitere Idee, die geboren wurde, ist eine Dorfumfahrung. Eine Machbarkeitsstudie wurde bereits erstellt und vorgelegt. "Wir bekommen vom Land dafür eine 50-prozentige Förderung. Glücklicherweise können wir über zwei Varianten entscheiden, die den Verkehr aus dem Ort bringen und machbar wären.
Die jetzige Straße würde dann eine Gemeindestraße werden", erläutert der Dorfchef. Der Verkehrs- und Bauausschuss hat sich bereits eingehend mit der Studie befasst und sich für die großräumige Umfahrung ausgesprochen. 2018 soll es mit dem Land weitere Gespräche geben. "Uns ist aber bewusst, dass die Umsetzung eines solchen Projekts ein langer Weg ist. Unter zehn Jahren Zeithorizont dürfte hier nichts passieren und von Seiten des Landes wurde uns klar mitgeteilt, dass es hier Reihungen gibt", so Klotz abschließend.

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