Reschenscheideck-Haus
TVB TirolWest baut neues Bürogebäude in Landeck – mit VIDEO

Das Neubauprojekt der TVB-Zentrale stammt vom Zammer Architekturbüro Platter/Häusler.
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  • Das Neubauprojekt der TVB-Zentrale stammt vom Zammer Architekturbüro Platter/Häusler.
  • Foto: Visualisierung Platter Häusler Architekten
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LANDECK (otko). Nachdem das Projekt jahrelang intern umstritten war, soll heuer die neue Info-Zentrale des TVB TirolWest beim Reschenscheideck-Haus umgesetzt werden.

Hauptsegment im Sommer stärken

Der Tourismusverband TirolWest zog bei der Vollversammlung am 14. Jänner Bilanz über das abgelaufene Jahr. Unter Einhaltung sämtlicher geltender Hygienevorschriften hatten doch zahlreiche Mitglieder den Weg in den Stadtsaal gefunden.

"Bis Februar 2020 waren wir bei den Nächtigungen auf dem Weg, die beste Wintersaison aller Zeiten zu erreichen. Corona hat uns dann schwer getroffen und es war kein gutes Jahr für uns – auch nicht finanziell", betonte TVB-Obmann Konrad Geiger. Die Einnahmen brachen um rund 30 Prozent ein und dementsprechend mussten auch Sparmaßnahmen getroffen werden.
TVB-Geschäftsführerin Simone Zangerl präsentierte die wenig erfreulichen Zahlen. "Mit rund 203.000 Nächtigungen hatten wir ein Minus von 80.000 Nächtigungen zu verzeichnen. Auch 40.000 weniger Ankünfte schlagen sich zu Buche. Zumindest konnten wir in der Pandemie im Bereich Ferienwohnungen 30 Betten dazugewinnen."

Die Vollversammlung des TVB TirolWest am 14. Jänner verlief ohne Debatte.
  • Die Vollversammlung des TVB TirolWest am 14. Jänner verlief ohne Debatte.
  • Foto: Othmar Kolp
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Weiterhin setzt der Verband, der die Gemeinden Landeck, Zams, Fließ, Grins, Stanz und Tobadill umfasst, auf eine Stärkung des Hauptsegmentes im Sommer. "Wandern liegt gerade jetzt im Trend und wir haben 130 Kilometer Wanderwege in unserem Verbandsgebiet. Wir setzten heuer zudem den Burgenweg um, der zu 100 Prozent gefördert wird und auch verbandsübergreifend die Gemeinden Pians und Schönwies umfasst. Auch beim Venetrundwanderweg soll die noch bestehende Lücke geschlossen und der Weg durchgehend beschildert werden", so Geiger. Wichtig und eine Bereicherung für das Gebiet sei auch der Naturpark Kaunergrat. Ein Thema sei hier aber noch die Winterbelebung.

TVB-Obmann Konrad Geiger und Geschäftsführerin Simone Zangerl.
  • TVB-Obmann Konrad Geiger und Geschäftsführerin Simone Zangerl.
  • Foto: Othmar Kolp
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Städtebaulicher Akzent

Öffentlich präsentiert wurden dann erstmals auch die Pläne für die neue TVB-Zentrale in der Malserstraße. Obmann Geiger zeigte Visualisierungen des neuen Info- und Bürogebäudes, das aus der Feder des Zammer Architekturbüros Platter/Häusler stammt. Noch heuer soll das Objekt beim Reschenscheideck-Haus gebaut werden. "Alle Genehmigungen sind im Haus. Es gibt einen Bauausschuss und wir holen Ausschreibungen ein. Wenn die Grundvoraussetzungen passen, werden wir das Büro umsetzen." Neben einem "städtebaulichen Akzent" soll damit auch "eine zentrale Infostelle" geschaffen werden, die einer Bezirkshauptstadt würdig sei. Auch sei der Standort an der Via Claudia ideal. Zumindest finanziell steht der Verband gut da und verfügt über rund 1,95 Millionen Euro an liquiden Mitteln.
Im neuen und offenen Bürogebäude sollen digitale touristische Infos rund um die Uhr zur Verfügung stehen. An der vorgelagerten Bushaltestelle soll zudem der erste digitale Fahrplananzeiger in Landeck auf Kosten des TVB errichtet werden.

Das Neubauprojekt der TVB-Zentrale stammt vom Zammer Architekturbüro Platter/Häusler.
  • Das Neubauprojekt der TVB-Zentrale stammt vom Zammer Architekturbüro Platter/Häusler.
  • Foto: Visualisierung Platter Häusler Architekten
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Umstrittenes Projekt

Das Projekt, das seit rund zehn Jahren diskutiert wird, war aber intern nicht unumstritten. Im vergangenen Jahr hatte "Sonne-Wirt" Karl Graber eine Aufsichtsbeschwerde eingebracht, die von der Tourismusabteilung des Landes abgelehnt wurde. Zuletzt hatte eine Unternehmergruppe kritische Fragen gestellt. Der TVB solle sich anstelle eines Neubaus um 700.000 bis 850.000 Euro in ein Mietobjekt einquartieren und somit etwas gegen den Leerstand beitragen. Entgegen der Erwartungen gab es bei der Vollversammlung aber keinerlei Fragen. Das Neubauprojekt wurde ohne Debatte zur Kenntnis genommen.

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