Rad-Reise-Analyse
Via Claudia Augusta erstmals beliebteste Radroute der Deutschen

Mehrere hundert Brasilianer radeln jährlich die Via Claudia Augusta: Brasilianische Radfahrer in Nauders am Reschenpass.
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  • Mehrere hundert Brasilianer radeln jährlich die Via Claudia Augusta: Brasilianische Radfahrer in Nauders am Reschenpass.
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REUTTE, IMST, LANDECK. Die Via Claudia Augusta ist jetzt Nummer 1 der beliebtesten grenzüberschreitenden Radroute der Deutschen. Das ergab eine jährlich vom Allgemeinen deutschen Fahrradclub (ADFC) durch geführte repräsentative Umfrage unter 1.000 deutschen Radfahrern.

Jahrelang auf zweitem Platz

Jedes Jahr gibt der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) eine breit angelegte Rad-Reise-Analyse mit mehreren 1.000 Befragten in Auftrag. Die Studie gibt einen Überblick über die Bedeutung von Radfahren in Freizeit und Urlaub, über das Verhalten und die Bedürfnisse der Radfahrer, Entwicklungen und Trends. Außerdem werden die beliebtesten Radrouten und Radregionen der Deutschen ermittelt. Die Via Claudia Augusta, jahrelang Nummer zwei, wurde von den repräsentativ ausgewählten Befragten erstmals zur beliebtesten grenzüberschreitenden Radroute gewählt, vor dem österreichischen Donauradweg, der seit Jahren scheinbar unangefochten auf dem ersten Platz lag.

50 bis 100 Millionen direkte Wertschöpfung

Mit 40.000 Radfahrern, 15.000 Fernwanderern und vorsichtig geschätzt nochmal so viel Reisenden mit Auto, Camper, Bus, ... sowie von der Via Claudia gewonnenen Urlaubsgästen für die Regionen entlang der Route ist die Römische Kaiserstraße auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. 50 bis 100 Millionen Euro dürfte die direkte Wertschöpfung durch Reisende und Urlauber betragen, noch ohne Umweg-Effekte. Die Via Claudia Augusta leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Belebung der Ortzentren sowie zur Wertschätzung von Kultur und Geschichte der Regionen.

Leichtester Alpenübergang für Tourenradfahrer

Die Via Claudia Augusta war die erste transeuropäische Straße über die Alpen und reichte von der bayerischen Donau bis zum Fluss Po bzw. zur italienischen Adria. De facto verband sie den Nordwesten und Norden des römischen Reiches mit dem Süden und Südosten des Imperiums. Der große Trumpf der Radroute Via Claudia Augusta ist ihr Abwechslungsreichtum. Drei Länder, sieben Region, drei Klimazonen, ... bringen eine einzigartige Vielfalt an Landschaften mit sich. Alle 20 bis 30 Kilometer folgt eine neue Landschaft. Auf den relativ niedrigen Pässen entlang der Via Claudia Augusta zogen schon die Etrusker, Räter und Kelten über die Alpen. Ihre von den Römern ausgebauten Wege wurden auch im Mittelalter und in der Neuzeit weitergenutzt. Die Jahrtausende lange Geschichte der europa-verbindenden Straße, die laufende Begegnung mit Menschen aus vieler Herren Länder, der kulturelle und wirtschaftliche Austausch mit ihnen, prägte nachhaltig die entlang liegenden Regionen, die Orte, die Menschen und ihre Kulturen. All das, was die Straße mitgeprägt hat, wartet darauf entdeckt zu werden: Faszinierende Kultur- und Naturlandschaften, malerische Orte und quirlige Städte, Seen, Flüsse und Wildbäche, zahlreiche Bau-Denkmäler wie z. B. Burgen und Schlösser, unterschiedliche Menschen und ihre vielfältigen Kulturen, ... bringen eine einzigartig bunte Vielfalt an Eindrücken und Erlebnissen.
Die Via Claudia Augusta gilt auch als leichtester Alpenübergang für Tourenradfahrer. Die zwei höchsten Pässe, der Fern- und Reschenpass, liegen nur 200 bzw. 500 Meter höher als das Tal. Für jene die auch die relativ niedrigen Pässe nicht aus eigener Kraft überqueren möchten, gibt es an allen Pässen entlang der Via Claudia Augusta Rad-Shuttles.

Mehrere hundert Brasilianer radeln jährlich die Via Claudia Augusta: Brasilianische Radfahrer in Nauders am Reschenpass.
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Radroute Via Claudia Augusta mit 4 Sternen ausgezeichnet

Die Via Claudia Augusta wurde auch bereits das zweite Mal nach dem international anerkannten System des ADFC mit 4 Sternen für ihre Qualität ausgezeichnet. Um vom Zielpunkt im Süden wieder nach Norden zu kommen bietet die Via Claudia Augusta fast täglich einen komfortablen Rad-Shuttle von Italien über Innsbruck nach Deutschland. Dies alles wissen nicht nur viele Deutsche, Österreicher und Italiener zu schätzen. Trotz steigenden Zahlen aus diesen Ländern steigt an der Via Claudia Augusta der Anteil der Radfahrer, die nicht deutsch oder italienische sprechen. Sie kommen sogar aus Nord- und Südamerika, Australien, ja sogar vereinzelt aus Asien um die Via Claudia Augusta zu radeln. Nummer 1 unter der Herkunftsländer in Übersee ist Brasilien. Mehrere hundert Brasilianer radeln jährlich die Via Claudia Augusta und es gibt in den Social Medien eine regelrechte brasilianische Fan-Community der römischen Kaiserstraße über die Alpen.
Übrigens, wer die Via Claudia Augusta, ihre Geschichte, ihre vielfältigen Landschaften und Kulturen interessant findet, aber sie nicht radeln möchte, für den gibt es auch eine Fernwander-Route und eine Panorama-Reise-Route für Auto, Camper, Bus, ... Außerdem gibt es entlang der Route eine bunte Vielfalt an Urlaubs-Regionen, in der fast jeder seine optimale Urlaubsregion finden wird.
Alle Infos auch zu Geschichte und Kultur auf www.viaclaudia.org.

"Via Claudia Augusta" wird virtuell wiederbelebt

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Eine Karte, die die Bedeutung der Via Claudia Augusta in der Römerzeit zeigt.
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