Wildfütterung: Ständige Unruhe im Wald

Die Bereiche von Wildfütterungen sollten gemieden werden.
  • Die Bereiche von Wildfütterungen sollten gemieden werden.
  • Foto: O. Leiner
  • hochgeladen von Othmar Kolp

BEZIRK LANDECK (otko). Bezirksjägermeister Hermann Siess ortet einen Trend von „Freizeitgestaltern“ die längst nicht mehr nur am Wochenende und auf den Wegen unterwegs sind, sondern bei Tag und in der Dämmerung mit der Stirnlampe auf einer Lichtung mitten im Hochwald auftauchen. "Gerade ab der Dämmerung sollten die Fütterungsbereiche nicht mehr betreten werden. Der Egoismus mancher Menschen macht auch in der Nacht und im Bereich der Fütterungen nicht halt, was eindeutige Beobachtungen bei behördlich vorgeschriebenen Zählungen beweisen. Auch Tafeln und Hinweise werden oft einfach ignoriert", so Siess. Neben dem Stress für das Wild durch die Störungen seien die Auswirkungen auch für den Wald schädlich. "Leider nehmen die Störungen jedes Jahr zu und die Leute sind oft unbelehrbar. Ich kann hier aber nur an die Vernunft aller appellieren, ansonsten müssen wir behördlich befristete Sperrzonen für die Wildfütterung erwirken. Solche Dinge bringen aber wieder zusätzliche Emotionen hinein."

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