Wirbel um Hausmeisterposten an der TFBS

An der TFBS für Tourismus und Handel sorgt eine Entscheidung des Landecker Gemeinderats für Kopfschütteln.
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  • hochgeladen von Daniel Schwarz
Wo: TFBS, Kreuzg. 9, 6500 Landeck auf Karte anzeigen

LANDECK (das). In der TFBS für Tourismus und Handel rumort es! Grund dafür ist eine fragwürdige Entscheidung des Landecker Gemeinderats bezüglich des Hausmeisterpostens in der Schule. Dort wird nämlich der bei den Kollegen äußerst beliebte und geschätzte Hausmeister einfach vor die Tür gesetzt. Seine Nachfolge wird ein Mitarbeiter antreten, der derzeit schon beim Stadtbauamt beschäftigt ist, seine Stelle wird wahrscheinlich neu ausgeschrieben. "Für uns ist diese Entscheidung nicht nachvollziehbar, wir haben uns sehr dafür eingesetzt, dass unser Mitarbeiter bleiben kann," äußert Direktor Günther Schwazer sein Unverständnis. Direktor Schwazer hatte bei einer vorherigen Stadtratssitzung schon einen Brief vorgelegt, in dem alle Mitarbeiter der Schule sich für den Verbleib des Kollegen einsetzten. "Der Mitarbeiter hat nicht nur seine Arbeit sehr verlässlich und gewissenhaft erledigt, sondern hat auch 25 Jahre Gastronomie- Erfahrung, was für uns natürlich eine Bereicherung darstellt!" fährt der Direktor fort.

Kritik an Entscheidung auch aus dem Gemeinderat
Ins gleiche Horn stößt Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Ahmet Demir: "Ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob wirklich die fachlichen Qualifikationen und die erbrachten vorigen Arbeitsleistungen bei Ausschreibungen eine Rolle spielen. Bei diesen Entscheidungen ist auch keine christlich soziale Familienpartei mehr zu erkennen. Man schickt lieber gute Mitarbeiter vor der Pension, wo man weiß, dass diese sich statistisch schwieriger tun, wieder eine Arbeit zu finden, in die Arbeitslosigkeit. Solche Bestellungen, sind menschlich gesehen letztklassig und sind demokratiepolitisch sehr, sehr bedenklich.
Deshalb werde ich in Zukunft bei keiner solchen Personalentscheidung mehr teilnehmen, weil die Beschlüsse im Vorfeld schon gefasst werden!"

Unliebsame Entscheidungen
Im Rathaus verweist man auf die geheime Abstimmung der letzten Gemeinderatssitzung und auf die damit verbundene Vertraulichkeit. "Wenn ich die Worte "letzklassig" und "demokratiepolitisch bedenklich" höre, muss ich mir schon die Frage stellen, ob man Entscheidungen akzeptieren kann oder nicht," entgegnete Bürgermeister Wolfgang Jörg. Die Stelle sei von Anfang an nur für ein befristetes Dienstverhältnis vorgesehen gewesen und wurde dann intern ausgeschrieben. "Dies wurde auch immer wieder ganz klar kommuniziert!" verweist der Stadtchef. Der Ablauf für diese Angelegenheit sei ganz klar, wenn sich ein Mitarbeiter für eine Stelle bewirbt, wird diese Bewerbung auch berücksichtigt und bearbeitet. Die Entscheidungsfindung sei nicht immer einfach und auch oft für außenstehende unverständlich.
"Fakt ist, dass wir die unliebsamen Entscheidungen, wie etwa Personalentscheidungen, vom Land zugeschanzt bekommen! Dies werde ich demnächst beim Land ansprechen, wir wären froh, wenn wir nicht mehr zuständig sind," meinte der Landecker Stadtchef abschließend.

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