Wohnbau: NHT investiert 27,4 Millionen Euro

Die neue NHT-Geschäftsführung auf Besuch im Bezirk Landeck: Hannes Gschwentner (li.) und Markus Pollo.
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BEZIRK LANDECK (otko). In Sachen Wohnbau ist im Bezirk Landeck weiterhin viel los. Im Rahmen einer Pressekonferenz gab die Neue Heimat Tirol (NHT) eine Vorschau über die aktuellen und laufenden Projekte. "Derzeit bauen wir im Bezirk Landeck in insgesamt vier Gemeinden. Weitere sechs Vorhaben sind in Vorbereitung. Damit tragen wir einen wichtigen Impuls für die Bauwirtschaft bei", betone Geschäftsführer Hannes Gschwentner. Bislang besitzt der gemeinnützige Wohnbauträger in insgesamt zehn Gemeinden Grundstücke bzw. hat dort Objekte gebaut. "Insgesamt 27,4 Millionen Euro werden heuer im Bezirk in den Bau bzw. in die Bauvorbereitung investiert. Auch weiterhin wollen wir soziales und leistbares Wohnen überall ermöglichen", berichtet Markus Pollo. Der studierte Architekt und Betriebswirt ist seit 1. Jänner 2017 neuer kaufmännischer Direktor bei der NHT.

Laufende Projekte

In der Gemeinde Fließ finalisiert die NHT gerade eine Wohnanlage mit zwölf Mietwohnungen mit Kaufoption samt Tiefgarage – die Übergabe soll in Kürze erfolgen. In Galtür entstehen derzeit zwei Wohnhäuser mit 17 Eigentumswohnungen. Auch hier ist die Fertigstellung noch vor dem Sommer geplant. Ebenfalls zügig voran schreiten die Bauarbeiten beim „Haus des Lebens“ in St. Anton am Arlberg, ein regionales Vorzeigeprojekt mit 13 Einheiten für betreubares Wohnen sowie einem Atelier und einem Büro. In Tösens erfolgt demnächst der Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt mit neun weiteren Mietwohnungen mitten im Dorfzentrum.

Neue Wohnanlagen

"Neben unseren aktuellen Baustellen wollen wir vor allem im Zentralraum Landeck-Zams mehrere interessante Projekte mit über 80 neuen Wohnungen realisieren", erläuterte Gschwentner. Gleich drei Projekte mit 67 Wohneinheiten möchte die NHT heuer in der Stadtgemeinde Landeck angehen. Neben dem Bau von 21 Mietwohnungen auf dem alten "Greuter-Areal" sind auch zehn Eigentumswohngen in der Prantauersiedlung geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund zehn Mio. Euro. Auch die Erneuerung der Südtiroler Siedlungen schreitet voran. Ob die dritte Baustufe mit 36 Wohnungen am Lötzweg in Perjen noch heuer begonnen wird, hängt vom Baufortschritt bei den anderen Projekten ab. In Zams soll 2017 unterdessen der Startschuss für den fünften und letzten Bauabschnitt zur Neugestaltung der Südtiroler Siedlung erfolgen. Es sind 30 neue Wohnungen geplant.
Auch in der Fließer Schlosssiedlung steht der Bau einer Anlage von zwölf Wohnungen auf den Programm. "Erstmals sind wir auch in Pettneu am Arlberg tätig. Unterhab der Kirche habe wir eine Immobile erworben und werden sie mit der Gemeinde im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses entwickeln. Hier sind mit einem Neubau 25 Wohnungen geplant", berichtet Gschwentner. Auch aus Spiss gibt es eine Anfrage für eine kleine Wohnanlage. "Der Bürgermeister hat uns kontaktiert und wir haben drei Grundstücke angeschaut. Das zeigt, dass wir einen öffentlichen und sozialen Auftrag haben und uns nicht nur die Rosinen herauspicken", unterstreicht Gschwentner.

Umstrittene Vorhaben

Zwei umstrittene Projekte hängen allerdings noch in der Warteschleife. Im Schönwieser Ortsteil Starkenbach sind zwei Wohnblöcke geplant. Gegen das Projekt hat eine Bürgerinitiative mobil gemacht, die unter anderem den dort vorkommenden und geschützten Alpenskorpion gefährdet sah. "Wir sind seit drei Jahren dran und würden gerne bauen, da der Bedarf gegeben ist. Durch eine Neubewertung der Lawinengefahr liegt das Grundstück aber nun der roten Zone. Die Errichtung einer Wohnanlage samt Schutzbauten wäre aber wirtschaftlich nicht vertretbar", verweist Gschwentner. Derzeit werde an einer Standortverlegung in Richtung Starkenbacher Kapelle gearbeitet. Auch ein neues Naturschutz-Ansuchen ist nötig.
Wenig Bewegung gibt ea auch beim geplanten Personalhaus in Ischgl. "Wir haben das Projekt mehrfach präsentiert und reduziert. Jedenfalls ist auch hier der Bedarf gegeben und mache Hoteliers suchen dringend gescheite Dienstnehmerwohnungen", verweist Gschwentner. Auch hier gibt es Einwände seitens einer Initiative bestehend aus Anrainern und Hoteliers, die eine Lärmentwicklung in der Nacht befürchten. "Wir harren hier einer Entscheidung durch die Gemeinde entgegen. Weitere Gespräche sollen nach der Wintersaison folgen", so Gschwentner.

Die neue NHT-Geschäftsführung auf Besuch im Bezirk Landeck: Hannes Gschwentner (li.) und Markus Pollo.
"Haus des Lebens": In St. Anton am Arlberg entsteht ein Vorzeigeprojekt für betreutes Wohnen.

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