Kuhattacke-Urteil
Wolfgang Egg: "Wie in Schottland? Nein Danke!"

Das tragische Unglück von 2014 ist ein großes Thema für Landwirtschaft und Tourismus in Tirol.
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  • Foto: Symbolbild Sieghard Krabichler
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BEZIRK LANDECK. Der Grüne Bezirkssprecher Wolfgang Egg tritt dafür ein, das freie Wegerecht und die freie Weidehaltung zu sichern.

Betretungsverbot für ganze Täler

An seine Schottland-Reise im vergangenen Jahr erinnert sich Wolfgang Egg, Bezirkssprecher der Grünen, im vergangenen Jahr: "Überall Stacheldraht. Wegsperren. Betretungsverbot für ganze Täler.  Verlassene Dörfer. Gelegentlich einige Schafe. So habe ich Schottlands Norden erlebt. Bei aller landschaftlichen Schönheit trostlos."
So weit soll es aber in Tirol nicht kommen. "Das wirklichkeitsferne Zivilrechtsurteil zum tragischen Mutterkuhunfall im Pinnistal, welches das Siedlungsgebiet im Tal mit der Alm gleichstellt, bedroht Almwirtschaft, Bauern, Tourismus und unser Tiroler Selbstverständnis vom freien Gehen in Wald und Gebirge. 2018 wanderte man auf vielen Almen links und rechts zwischen hohen Elektrozaunkonstruktionen. Schrecklich", betont Egg.

Freies Wegerecht verlangt Eigenverantwortung

Der Tiroler Landtag sei gefordert, schnell zu handeln – über alle Parteigrenzen hinweg in Absprache mit dem Justizministerium. Das freie Wegerecht, auf das wir in Tirol so stolz sind, verlange Eigenverantwortung. Es müsse doch eine juristisch abgesicherte Möglichkeit geben, das Wandern in Wald und Gebirge auf eigene Verantwortung und den freien Weidegang des Almviehs zu sichern, sozusagen Betreten auf eigene Gefahr.
"In Bayern ist Mountainbiken auf allen Forstwegen legal, allerdings muss der Radler jederzeit mit Hindernissen und Gefahrenstellen rechnen. Das funktioniert durch Selbstverantwortung. Eine Steilvorlage für uns in Tirol", verweist Egg.
Die Verurteilung des Stubaier Bauern bedrohe wirklich die Existenz des Bauernstandes. "Der Alpenverein versichert die Bergekosten seiner Mitglieder mit und ohne Hubschrauber automatisch. Ein Vorbild für die Tiroler Landwirtschaftskammer. Eine Bauernabsicherung, die sogar bei 'mangelhafter' Beschilderung schützt. Auch wenn es betroffen macht, dass man die Bauern vor der Justiz versichern muss, weil diese auf jeden Fall einen Schuldigen finden will, obwohl nur eine Verkettung von unglücklichen Zufällen vorliegt", so der Grüne Bezirkssprecher abschließend.

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Wolfgang Egg, Bezirkssprecher der Landecker Grünen.

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