Zams startet 2019 den "Pflege-Bachelor"

Ausbildungen mit Perspektiven: GF Bernhard Guggenbichler, Dir. Beate Zangerl und Pflegedirektor Siegmar Tangl (v.l.).
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  • Ausbildungen mit Perspektiven: GF Bernhard Guggenbichler, Dir. Beate Zangerl und Pflegedirektor Siegmar Tangl (v.l.).
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ZAMS (otko). Mit der Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG) im vergangenen Jahr kommen auch auf das Zammer Bildungszentrum (BiZ) St. Vinzenz Änderungen zu. "Noch zwei Jahre gibt es die Diplomausbildung im herkömmlichen Kehrgang. Ab Herbst 2019 startet dann tirolweit die Ausbildung zum Bachelor", informiert BiZ-Direktorin Beate Zangerl. 32 Studienplätze stehen für den Start der Bachelorausbildung zur Verfügung. Bei einer Drop-out-Quote von rund einem Drittel rechnet man mit 20 bis 25 Absolventen, die mit einem Bachelor abschließen. Zams ist dabei ein dislozierter Studienstandort der FH Gesundheit in Innsbruck. Voraussetzung für die Aufnahme ist aber ein Maturazeugnis.
Auch der bisherige Pflegehelfer firmiert nun als Pflegeassistenz unter neuem Namen. Im November startet die berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildung (Anmeldefrist 30. Juni 2017) und im März 2018 die Vollzeitausbildung.
Durch die GuKG-Novelle 2016 ist es nun auch möglich sich in einem zweijährigen Kurs zum Pflegefachassistenten ausbilden zu lassen. In Zams startet die berufsbegleitende Teilzeit-Ausbildung am 14. November (Anmeldefrist 31. Mai). Die Ausbildung umfasst 1.600 Stunden, davon entfallen mindestens 530 Stunden auf die praktische Ausbildung. Ein Vollzeit-Kurs wird erst im Oktober mit dem Start der des Bachelor-Lehrgangs angeboten.

Hohes Ausbildungsniveau

Bei der Diplomausbildung orten Zangerl und Pflegedirektor Siegmar Tangl aber eine eher zögerliche Anmeldung. "Wir wollen aber vermitteln, dass Diplom und Bachelor gleicht viel wert sind. Inhaltlich ist die Bachelor-Ausbildung nahezu ident mit der bisherigen Diplomausbildung. Weder beim Status im Haus noch bei der Bezahlung gibt es Unterschiede", so Zangerl und Tangl. Warten sei daher nicht sinnvoll. Einziger Unterschied sind die Aufnahmekriterien. Für die Diplomausbildung sind das vollendete 17. Lebensjahr sowie zehn erfolgreiche abgeschlossene Schulstufen Voraussetzung. Die aktuelle Anmeldefrist läuft noch bis 31. Mai.
Pflegedirektor Tangl verweist, dass ein Großteil der Mitarbeiter des Krankenhauses Zams aus Abgängern und Absolventen des Bildungszehnrums besteht. "Wer einen Job will, wird auch einen kriegen. Trotzdem werden die Anforderungen immer komplexer und die Aufgabenbereiche ändern sich durch die GuKG-Novelle. Zusätzliche Aufgaben müssen übernommen werden", so Tangl.
Wichtig sei daher auch die Vermittlung des theoretischen Wissens in der Praxis. Bevor die Absolventen zu den Patienten kommen, beherrschen sie die Fertigkeiten, die sie vorher an Puppen und Menschen geübt haben. Zudem legt die Schule auch Wert auf die Vermittlung der Achtsamkeit mit den Menschen.
"Pflegen kann nicht jeder und es braucht eine gewisse Basis und Fertigkeiten für den Beruf – daher haben wir an sehr strenges Niveau. Die SchülerInnen bekommen aber die Hand gereicht dieses hohe Niveau zu erreichen", unterstreicht Zangerl.

Wichtige Ausbildungsstätte

"Wir wollen das Bildungszentrum für das Tiroler Oberland sein. Dazu bieten wir aus Gratisvorträge zu gewissen medizinischen Themen und beraten pflegende Angehörige", erläutert Zangerl. Für Bernhard Guggenbichler, Geschäftsführer des Krankenhauses Zams, ist das Bildungszentrum St. Vinzenz ein wesentliches Standbein: "Wir bilden dort unser diplomiertes Personal aus und wichtig ist es auch für Fortbildung."
Seit der Eröffnung des neuen Bildungsstandortes wurden an die 300 SchülerInnen verabschiedet. Seit zehn Jahren steigt zudem die Zahl bei den männlichen Schülern – mittlerweile sind es ein Drittel. "Der Pflegebereich ist ein Beruf, wo man Karriere machen kann und es gibt viele Umsteiger", weiß Zangerl. Dies bestätigt auch Tangl: "Der Zahltag im Beruf ist gut und auch Dinge wie die Work-Life-Balance werden durch die Dienstformen und betriebliche Gesundheitsmaßnahmen gefördert."

Autor:

Othmar Kolp aus Landeck

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