Gemeinderat für zweites Parkgeschoß

Im geplanten Wohn- und Geschäftsgebäude in Perjen sollen 34 zusätzliche Tiefgaragenplätze errichtet werden.
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  • Im geplanten Wohn- und Geschäftsgebäude in Perjen sollen 34 zusätzliche Tiefgaragenplätze errichtet werden.
  • Foto: Visualisierung: F. Mathies
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LANDECK (otko). Die gemeinnützige Wohnbaugesellschaft Alpenländische baut im Stadtteil Perjen ab dem Frühsommer 2016 ein neues Objekt auf dem Areal Kreuzung Kirchenstraße mit der Schrofensteinstraße. In dem Gebäude sind neben einem Lebensmittelgeschäft, zwei weiteren Gewerbeeinheiten, 31 geförderten Mietwohnungen in verschiedenen Größen sowie Nebenräumen und Außenanlagen geplant. Außerdem werden eine Tiefgarage und 14 oberirdische Parkplätze realisiert. Fertig gestellt werden soll das Projekt voraussichtlich im Herbst/Winter 2017.
Der Landecker Gemeinderat hat nun bei seiner letzten Sitzung vor dem Gemeinderatswahlen einen mehrheitlichen Grundsatzbeschluss für den Bau eines zusätzlichen Geschosses in der Tiefgarage ausgesprochen. "Aufgrund der zentralen Lage des Projekts vertritt der Planungs-, Verkehrs- und Agrarausschuss die Auffassung, dass die Schaffung von zusätzlichen Stellplätzen den vorhandenen Parkdruck auf den öffentlichen Straßen mindern kann. Die Überprüfung der technischen Machbarkeit zur Errichtung zusätzlicher Stellplätze in einem weiteren Tiefgaragengeschoss hat ein positives Ergebnis gebracht. Auch die Alpenländische befürwortet grundsätzlich das Ansinnen", berichtet Planungsstadtrat Thomas Hittler (ÖVP).
Im zweiten Parkgeschoss sollen nun 34 zusätzliche Tiefgaragenplätze errichtet werden und der Stadtgemeinde Landeck auf die Baurechtsdauer (50 Jahre) vermietet werden. Die Stadtgemeinde vermietet diese Parkplätze dann um 65 bis 80 Euro pro Monat weiter.

Sinnvolles Projekt

"Es sind jetzt noch die konkretem Verhandlungen zu führen. Durch die Änderung der Stellplatzverordnung seitens des Landes wird der Parkdruck künftig erhöht und wir bekommen ein riesiges Problem", warnte Hittler. Auch für Bgm. Dr. Wolfgang Jörg (ÖVP) ist dies eine einmalige Chance, die genutzt werden müsse. "Es ist eine gute Sache und eine Entlastung für Perjen", so Jörg.
Zustimmung kam auch von GR Andreas Pfenniger (SPÖ): "Eine zweite Etage ist sinnvoll. Das Problem ist der ruhende Verkehr. Durch die neue Stellplatzverordnung des Landes wird er Druck auf der Straße noch größer." Ähnlich sah es Günther Stürz (SPÖ), der darauf hinwies endlich das Konzept für den ruhenden Verkehr (Parkraumbewirtschaftung) umzusetzen. "Damit tun wir uns leichter die Tiefgarage zu füllen", so Stürz. Ausschussobmann Hittler verwies darauf, dass dies nach der Wahl geschehen soll.
Die einzige Gegenstimme kam vom Grünen Gemeinderat Ahmet Demir, der keinen Mehrwert in dem Projekt sah: "Es braucht kein zusätzliches Parkdeck. Ich sehe dadruch nur zusätzliche Miet- und Betriebskosten für die Stadtgemeinde." Dafür musste Demir Kritik vonseiten des Planungsstadtrates einstecken. "Die Grünen ignorieren die Probleme der Leute. Sie sind immer gegen etwas und haben kein Konzept", so Hittler.

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