Grüne fordern Nationalpark Silvretta-Verwall

Präsentierten ihre Ziele und Strategien für die Zukunft: Wolfgang Egg und Gebi Mair (v.l.)
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  • hochgeladen von Daniel Schwarz
Wo: Landeck , 6500 Landeck auf Karte anzeigen

LANDECK (das). "Wir brauchen den Tourismus und die Gäste, die in unser schönes Land kommen, dies darf aber nicht auf Kosten der eigenen Leute und deren Lebensqualität passieren!" eröffnete das grüne Urgestein, Wolfgang Egg, die Pressekonferenz der Grünen in Landeck.
Hiermit spricht der Vertreter der Bezirksliste Landeck das Thema an, das die Grünen im Oberland am meisten bewegt: Der geplante Ausbau der Fernpaßstrecke und dem damit verbundenen Verkehr für den Bezirk. "In diesem Fall ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Schwerverkehr ins Oberland verlagert und somit das LKW- Fahrverbot ausgehebelt wird!" meinte Egg weiter, "Wenn schon ein Tunnel am Fernpaß gebaut wird, sollte es ein Eisenbahntunnel werden, damit Bahn fahren auch für Gäste attraktiver wird."

Eine starke Wirtschaft und Tourismus wichtig
Den Tourismus zu bewahren ist auch das erklärte Ziel von Klubobmann und Landtagsabgeordneter Gebi Mair: "Allerdings sollte der Tourismus nicht den Ast absägen auf dem man sitzt." Nachhaltigkeit ist hier das Zauberwort der Grünen: "Der Tourismus in Tirol lebt von der Natur und diese muss auf alle Fälle erhalten bleiben," meinte Mair weiter.
Die meisten ungeschützten Landschaftsräume befinden sich in unmittelbarer Umgebung von Tourismusorten. Hier zitierte Gebi Mair den Hotellier Günther Aloys der aussagte, dass nur fünf Prozent des Gemeindegebiets von Ischgl für den Tourismus intensiv genutzt wird. 95 Prozent sind ungenutzt. An diesen 95 Prozent möchte Mair anknüpfen und schlägt erstmals einen länderübergreifenden Nationalpark Silvretta-Verwall vor. Wo in der letzten Legislaturperiode die Kalkkögel im Fokus standen, soll dies für die kommende Periode der Nationalpark Silvretta-Verwall sein.

Auf Kernthemen besinnen
Insgesamt wollen sich die Grünen wieder vermehrt auf ihr ursprüngliches Kernthema "Umwelt" besinnen. "Die Abstimmung zu den olympischen Spiele hat gezeigt, dass sich die Leute sehr um die Natur und ihre Umwelt kümmern," so der Klubobmann. In Anbetracht der Klimaerwärmung wird es immer wichtiger sich den veränderten Umständen anzupassen und sich den kommenden Herausforderungen zu stellen. Hierbei spielt die Raumordnung und die ausgewiesenen "Roten Zonen" eine immer größere Rolle. So ist es für Egg wichtig auf der Reschenstraße an Gefahrenstellen eine Galerie zu errichten. Aber unter keinen Umständen sollte die Straße durch Ausbaumaßnahmen (Tunnel) für den Schwerverkehr attraktiv gemacht werden. "Wir brauchen nicht schnellere, sondern sichere Straßen in Tirol!"

"Gewalt gegen Frauen" entgegenwirken
Auf der Bezirksliste wird Ahmet Demir als Spitzenkanditat antreten. Neben Wolfgang Egg werden noch Sabine Kertess und Jasmin Schütz die Frauen auf der Liste vertreten. Dass sich Frauen und Männer auf der Liste die Waage halten, ist für die Grünen selbstverständlich.
Gerade auch das Thema "Frauen" und "Gewalt gegen Frauen" ist der Partei ein Anliegen. "Es sind untragbare Zustände, dass es im Oberland keine Frauenhäuser gibt! Diese Situation muss sich ändern!" erklärte Egg abschließend. Dieses Ziel soll parteiübergreifend erreicht werden. "Dieses Thema darf nicht im Wahlkampf untergehen, dafür ist es viel zu wichtig," erklärte Gebi Mair abschließend.

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