Weltklimaveränderung
Klimasünder Österreich und Verkehrsproblematik

Bild 01: Nostalgiebahnen zeigen uns am deutlichsten welcher Dreck (Treibhausgase) ausgestoßen wird. Was hier austritt könnte 1:1 auf sämtliche Kohlekraftwerke umgelegt werden. Hier wird sichtbar, warum die fossile  Energieerzeugung zu den Hauptemittenten von CO2 zählt!
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  • Bild 01: Nostalgiebahnen zeigen uns am deutlichsten welcher Dreck (Treibhausgase) ausgestoßen wird. Was hier austritt könnte 1:1 auf sämtliche Kohlekraftwerke umgelegt werden. Hier wird sichtbar, warum die fossile Energieerzeugung zu den Hauptemittenten von CO2 zählt!
  • Foto: © by Ing. Günter Kramarcsik
  • hochgeladen von Günter Kramarcsik

Zwar stellt uns die österreichische Politik immer wieder gerne als eines der umweltfreundlichsten Länder dar, was aber bei einem Faktencheck in Bezug auf Maßnahmen gegen den Klimawandel kein solch gutes Zeugnis ausstellt, wie es Österreichs Politiker gerne hätten!

Unter allen Ländern der Welt ist nicht der Anteil am Gesamtvolumen von CO2 aussagekräftig, sondern vielmehr ist der Anteil pro Kopf ein maßgeblicher Maßstab! Nur noch 33 Staaten von allen Staaten der Welt haben noch mehr CO2- Ausstoß pro Kopf als Österreich mit 8,16 to (letzte Zahl aus 2018)!

Im Vergleich dazu hatte Österreich vor ca. 30 Jahren eine CO2- Ausstoß von 7,33 to/Kopf. Das bedeutet eine Steigerung um mind. ca. 11%! Also keine Spur von einer Senkung!

Von den 27 EU- Ländern reihen sich nur noch 8 Mitgliedsländer hinter Österreich. Von Insgesamt 33 der schlechtesten Länder der Welt befinden sich also ca. 27% (inkl. Österreich) Länder aus der EU! Das bedeutet auch, dass die EU diesbezüglich keine Musterknabenrolle einnimmt!

Leider muss man leider auch feststellen, dass von den 9 schlechtesten EU- Ländern im Zeitraum von 1990 – 2018 deren CO2- Emissionen pro Kopf durchwegs zw. 3% bis 40% gesunken sind, aber  Österreich hebt sich mit einer Steigerung von ~11% sehr negativ ab!

So simpel wie das verlinkte Tabellenwerk „Länderliste der CO2-Emissionen pro Kopf“ diese Problematik darzustellen scheint, ist dieses Thema jedoch nicht. Es kommt je nach Betrachtungsweise auch zu Verzerrungen durch Export und Import. 

Die massive Zunahme des Verkehrs schlägt sich in Österreichs Klimabilanz negativ nieder. Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Europäischen Umweltagentur zeigt, dass Österreich pro Kopf die dritthöchsten CO2-Emissionen des Landverkehrs hat. Mit 2610 Kilogramm CO2 pro Kopf sind die Emissionen um 60 Prozent höher als im EU-Schnitt.
Mehr Informationen dazu finden sich HIER

Die zehn größten CO2- Emittenten nach Anteilen am Gesamtausstoß  an den weltweiten CO2-Emissionen im Jahr 2018 finden sich HIER

Dem Verkehrsclub Österreich zufolge ist die österreichische Klimabilanz ein „Nicht genügend“, es brauche „rasch ein umfassendes Maßnahmenpaket, damit der Verkehr seine Klimaziele erreicht“.
Greenpeace forderte die österreichische Regierung auf, sofort ein Notfallprogramm zu starten, um dem Negativtrend wirksam gegenzusteuern.
Global 2000 meinte, die Bundesregierung dürfe angesichts steigender Emissionen den Kopf nicht länger in den Sand stecken;
Der WWF forderte, das Steuersystem zu ökologisieren, umweltschädliche Subventionen abzubauen und eine Mobilitätswende zu forcieren.

Die gesamte EU ist in Summe an 3. Stelle der größten Treibhausgas- Emittenten nach China und den USA und noch vor Indien und Russland!

Mehr Informationen dazu kann man der Website des Europäischen Parlaments und den dort angebrachten Links zu weiterführende Beiträge entnehmen. Siehe HIER!

Angesichts der unerhörten Aussagen der rumänischen EU- Verkehrskommissarin Adina Valean ist fest zu halten dass es Tatsache ist, dass der Verkehr einen wesentlichen Anteil an den CO2- Emissionen hat! Er trägt wesentlich zur Erwärmung des Weltklimas bei!

Deshalb sollte es der EU- Kommissarin klar sein, dass sie bei deren Tirolbesuch nicht nur mehrfach ins Fettnäpfchen getreten ist, sondern dass sie nicht nur die Tiroler Bevölkerung, sondern auch ganz Österreich brüskierte. Sie konnte es ja gestern in Brüssel noch immer nicht lassen und kündigte Maßnahmen gegen Tirol an! Tirol habe die eingeleiteten Maßnahmen zu reduzieren bzw, darf sich nicht weiteren entsprechenden Maßnahmen gegen den Transitverkehr wehren. Indirekte drohte sie mit einer Klage gegen Tirol! Was sie alles an Aussagen von Stapel ließ, entspricht nicht der solidarischen Gesinnung, welche einst die Basis der EU darstellte, sondern ist Zeugnis davon, dass die EU nur mehr aus lauter Egoisten zu bestehen scheint? 

Sie braucht sich nicht wundern, wenn eine erneute Verschärfung der „Notmaßnahmen“ wie Lkw-Blockabfertigungen und sektorales Fahrverbot nicht nur in Aussicht gestellt, sondern auch umgesetzt wird. Darüber hinaus sollte Tirol und Österreich nicht mehr freundlich Briefe nach Brüssel senden, sondern beim Europäischen Gerichtshof Klage einbringen, weil die abgeschlossenen Staatsverträge mit unseren Nachbarn von ihnen nicht eingehalten werden oder nur schleppend umgesetzt werden. Es ist zu befürchten, dass der Brennerbasistunnel (zur Entlastung des Transits) schon längst fertig gestellt sein wird und die notwendigen Zulaufstrecken noch über 1 Jahrzehnt lang brauchen, bis die gesamte Entlastungsstrecke fertig gestellt sein wird! Mehr Informationen dazu finden sich HIER zum Thema Brennerbasistunnel, bzw. zum Thema Anfängen des Transitvertrags. Dort findet man auch weiter führende Links wie z.B. zur Autobahnmaut in Österreich. 

Zu Sofortmaßnahmen welche wir aber auch selbst und ohne EU umsetzen können, zähle ich aber die Abschaffung des Diesel- Privilegs (Umweg wegen billigen Sprit bei den Frächtern wird in Kauf genommen). Auch die Umsetzung der bereits vereinbarten Korridormaut würde ich einklagen, denn der Brenner ist darüber hinaus neben dem billigen Diesel auch noch wegen der billigen Maut gegenüber der Schweiz höchst interessant und damit für die Frächter trotz Umweg auch lukrativ! Das führt zu einen Umwegtransit und auf Kosten unserer Gesundheit.

Der freie Warenverkehr muss gegenüber der Gesundheit der Bevölkerung Nachrang haben und wenn die EU- Verkehrs- Kommissarin Valean uns deswegen klagen will, dann bin ich davon überzeugt, dass die Gesundheit der Menschen den Vorzug bekommt, gegenüber der Profitgier diverser Lobbys. Wenn nicht dann können wir ihrer Empfehlung immer noch Folge leisten und werden zur Schweiz Nr. 2. Solche Aussagen fördern die Zerschlagung der EU!


NACHTRAG vom 24.02.2020:

Wenn man der EU- Verkehrs- Kommissarin Valean Glauben schenken will, dann ist dies für mich die Bestätigung meines Verdachts, dass sich die EU von solidarischen Mitgliedsstaaten weg zu lauter Egoisten hin entwickelt! Siehe dazu gestriger Beiträge in der Tiroler Tageszeitung auf den Seiten 6 + 7!  Sollte sich dieser Link nicht öffnen lassen (weil vermutlich nur für Abonnenten öffenbar), so stelle ich die Seiten 6 + 7 als 11. Bild und als Kopie hier ein. 

Passend zu dem Brief an Tirol erlaube ich mir noch eine Ergänzung zu diesem Thema vom VCÖ hier zu verlinken. Siehe: Lkw-Transit über Österreichs Alpen nimmt am stärksten zu.

Dazu bin ich aber auch noch der Meinung, dass eine Doppelstrategie für künftige Entlastung vom Transitverkehr sinnvoll sein dürfte. Man darf hoffen, dass die Entlastung am Brennerkorridor durch Reform der Wegekosten- Richtlinie auf EU-Ebene durch nachfolgende 2 Maßnahmen gelingen könnte:
a) Diese soll die Mautsätze neu regeln, indem auch externe Kostenfaktoren eingerechnet werden müssen. Diese Wegekostenrichtlinie würde aber auch anderen Alpenpässen (auch in Österreich) eine nützliche Maßnahme darstellen!
b) Alpentransitbörse. Diese soll die Anzahl der Fahrten über den Brenner reglementieren.  

Wie man den Medien auch entnehmen konnte, ist es für den Europarechtsexperten Univ.-Prof. Dr. Walter Obwexer (ein italienisch-österreichischer Rechtswissenschaftler) nachvollziehbar und sinnvoll, beide Systeme parallel zu entwickeln. Immerhin würde die Richtlinie auch außerhalb der Alpen gelten, während eine Alpentransitbörse nur in besagten Regionen gültig sein könnte.

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass unter dem Titel "freier Warenverkehr" nicht freier LKW- Verkehr zu verstehen ist! Immerhin ist auch mit der Bahn ein freier Warenverkehr verfügbar. Drastische Maßnahmen sind notwendig, sowohl vor der eigenen Haustür (z.B. Abschaffung Diesel- Privileg) als auch bestehende Notmaßnahmen und ergänzende Maßnahmen lt. obige Punkte a) und b) um die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung gewährleisten zu können!

Hier für alle welche mehr über die EU Strategie zur Verkehrsproblematik in Erfahrung bringen wollen, der Link zum EU- Weißbuch über die Zukunft des Verkehrs aus dem Jahr 2011! 


Dass unser Tiroler Ansinnen bezüglich Transitbeschränkungen kein Ding der Unmöglichkeit darstellen, wurde 1990 bereits unter Beweis gestellt! 

Als bei Kufstein der Brückenknick infolge einer Hochwasserunterspülung eines Pfeilers diese Transitstrecke für Monate unterbrochen hatte, war man in kürzester Zeit in Stande den freien Warenverkehr für die EU auch ohne Brennerkorridor aufrecht zu halten! Verlagerung auf die Schiene auch ohne BBT und in die Anspruchnahmen von kürzeren Wegstrecken über die Schweiz zeichneten damals dafür verantwortlich. Was vor 30 Jahren wegen einer hochwasserbedingten Katastrophe möglich war, sollte nun durch entsprechendes Regulativ auch nachvollziehbar umgesetzt werden können!

Hier noch ein ein Auszug aus einem VCÖ- Factsheet 2019-03:
Fairen Wettbewerb zwischen Lkw und Bahn in der EU herstellen

Ein europaweiter Anteil der Bahn an Gütertransporten von 30 Prozent bedeutet neben dem Vermeiden von etwa 290 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr auch eine Ersparnis von insgesamt 100 Milliarden Euro an externen Kosten. Das entspricht jener Summe, die heute in weniger als einem Jahr an Schäden durch den Straßengüterverkehr verursacht wird. Gemeinsam mit niedrigeren Sozialstandards und geringerem Sicherheitsniveau im Lkw-Verkehr verzerrt das den Wettbewerb gegenüber der Bahn. Damit mehr Güter auf der Schiene transportiert werden, sind im Straßengüterverkehr faire Löhne und Arbeitsbedingungen sowie die Einhaltung von Tempolimits und Höchst-Lenkdauern durch verstärkte Kontrollen sicherzustellen. Die gesamte Broschüre kann unter dem oben angeführten Link nachgelesen werden. 

Und hier noch ein ARD- Bericht aus dem Jahr 2019: 
Nicht die Tiroler Sperren sind beim Brenner das Problem, sondern der stetig wachsende Lkw-Verkehr
Zirka 75 Sekunden reinhören bis zum Schluss lohnt sich!

Ergänzung per 14.03.2020

MPREIS investiert in zukunftsweisende Wasserstofftechnologie

Schlussfeststellung in diesen Artikel:
Mit diesem mutigen und zukunftsweisenden Projekt untermauert M- PREIS seine Position als Nachhaltigkeitspionier und übernimmt unternehmerische Verantwortung gemeinsam mit regionalen und internationalen Partnern.

Autor:

Günter Kramarcsik aus Landeck

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