Kultur mitten im Zentrum

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Auch in Ischgl gibt es trotz sprudelnder Einnahmen noch einige infrastrukturelle Defizite. „Allen voran betrifft dies Einrichtungen, die nur der Ischgler Bevölkerung vorbehalten sein sollen“, berichtet Bgm. Werner Kurz. Mit dem Bau des neuen Kulturzentrums St. Nikolaus will die Gemeinde dies beheben. Dadurch soll ein größeres Probelokal für die Musikkapelle, ein Pavillon für Aufführungen sowie ein Dorf- bzw. Kirchplatz für Feste und Prozessionen geschaffen werden. Zusätzlich wird der alte Widum in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt renoviert. Darin sollen zukünftig ein kleines Museum, ein Pfarrsaal, Chorprobe-, Archiv- und Musikschulräume beherbergt werden.

Vergangenen Mittwoch wurde im Silvrettacenter der Siegerentwurf für das Projekt präsentiert. Bgm. Werner Kurz erläuterte die bisherigen Projektschritte. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Dorferneuerung wurde ein Architektenwettbewerb initiert. DI Klaus Juen stellte das Siegerprojekt des Innbrucker Architektenbüros „parc ZT gmbh“ vor. „Das Projekt schmiegt sich in L-Form in das Gelände ein und geht das Thema Platz in einer unheimlichen Flexibilität an. Damit entsteht ein deutlicher Mehrwert für die Bevölkerung“, so Juen. Pluspunkt ist, dass der Bau großteils unterirdisch ist und somit das bisherige Ortsbild bei der Kirche kaum verändert wird. Zusätzlich entsteht auch ein großzügiger Platz mit rund 400 Quadratmetern.

Für die Innsbrucker Architekten Michael Fuchs und Barbara Poberschnigg war das Projekt spannend, da einer der letzten grünen Streifen von Ischgl verbaut werden soll. Bekanntlich stammt auch der Landecker Stadtplatz aus ihrem Büro.

Bgm. Werner Kurz will nun so schnell wie möglich mit der Agrargemeinschaft in Verhandlungen treten, da diese der Grundbesitzer ist. Bisher gibt es seitens der Agrar nur eine Zustimmung zur Planung. Baubeginn ist für Mai 2013 anvisiert und die Fertigstellung für November 2013. „Im Moment haben wir noch keine detaillierte Kostenaufstellung, aber bei einem umbauten Raum von rund 3.900 Kubikmetern werden sich die Kosten wohl zwischen drei bis 3,5 Millionen Euro bewegen“, verweist Kurz

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