WESTALLGÄU - Eine Reise in die Vergangenheit
EISTOBEL – Teil 1

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Bild 01 - Station 1: Im Bereich des Eingangs bei der Argen- Tobelbrücke (54 m über dem Tobelboden).
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  • Foto: © by Ing. Günter Kramarcsik
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Wir waren eine kleine Gruppe vom Kamera Klub Landeck, als wir uns am 15.06.2019 auf eine Foto- Exkursion begaben. Zeitig in der Früh brachen wir in einer Fahrgemeinschaft mit einem Kleinbus auf. Unser Ziel war ca. 160 km in der Nähe von Isny entfernt und wir erreichten es nach 2,5 Stunden.

Der 1. Teil beginnt mit einer Karte unserer Wanderroute und zeigt die angetroffene Fauna und Flora. Das Eistobel im Westallgäu liegt zwischen Oberstaufen und Isny und gilt als eines der schönsten Geotope Bayerns. Seit 135 Jahren kann man es auf gut gesicherten Pfaden besuchen.

Im 2. Teil dieser Reportage werden uns diese Pfade zu rauschende Wasserfälle und tiefe Strudellöcher, vorbei an riesige Gesteinsblöcke und gewaltige Felswände auf eine Länge von mindestens 3,5 km führen. Wegvarianten bis zu 9 km Längen garantieren auch Abwechslung. Wir entschieden uns um 10 Uhr für die 5 km lange Tour 19. Ein guter Wanderer benötigt dafür ca. 1.5 bis 2 Stunden. Diese Zeit kann gut und gerne mindestens verdoppelt werden, wenn man als Wanderer die Natur näher betrachtet oder gar fotografiert!

Das Eistobel wurde 1953 zum Naturschutzgebiet erklärt. Seltene Tier- und Pflanzenarten, Erdgeschichte zum Anfassen und im Winter eine Märchenwelt aus Schnee und Eis, gibt es hier zu entdecken!

Zu beachten gilt: Im Winter ist der Eistobel offiziell gesperrt! Betreten nur auf eigene Gefahr und mit entsprechender Ausrüstung und bergsteigerische Kenntnisse.

Es gibt 2 Einstiegstellen. Wir begaben uns zum Infopavillon an der Argen- Tobelbrücke. Der Eintritt für Erwachsene kostet 2,50 € und für Kinder zahlt man 1 €. Mit diesen Einnahmen finanziert die Fördergemeinschaft die Beschilderung, Erhaltung und Sicherung der Wanderpfade.

Nach einem relativ steilen Abstieg in das Tobel kommt man unter der Argen- Tobelbrücke an der Argen an. Ein flacher Weg führt flussaufwärts im anfänglich noch breiteren Talboden immer mehr ansteigend in das enger werdende Tobel, welche von einem Wald aus mächtigen Ahornen, Eschen, Ulmen, Buchen und sogar Eiben gesäumt wird. Am Anfang wird dieser noch durch Wiesen teilweise unterbrochen. Weiter flussaufwärts finden sich vor allem feuchtigkeitsliebende Schattenpflanzen. Moose, Farne und Riesen-Schachtelhalme erinnern den Besucher an manchen Stellen nicht selten auch an einen tropischen Regenwald.

Im Eistobel leben zahlreiche Spezialisten aus dem Tier- und Pflanzenreich. So geht zum Beispiel die Wasseramsel im turbulenten Wasser der Oberen Argen auf Nahrungssuche. Sie ist der einzige europäische Singvogel, der schwimmen und tauchen kann. Diesen Vogel glaubte ich nicht gesichtet und fotografiert zu haben und führte das trotz unseres frühen Besuchs auf den relativ starken Besucherandrang zurück. Erst zu Hause entdeckte ich im Zuge der Sichtung meiner Fotoausbeute doch noch eine Wasseramsel. Siehe dazu die Bilder 04 und 05 (ist eine Ausschnittvergrößerung von Bild 04).

Wogegen ich mit meinem Begleiter David und später auch zeitweise allein entlang des Ufers kleinere Schwärme der prächtig gefärbten Blauflügel-Prachtlibellen beobachten konnte. Sie zu fotografieren war sehr schwierig, da sie hurtig und sich gegenseitig jagend über dem Ufer und im Ufergebüsch schwebten. Dabei handelte es sich um ein Revierverhalten der blauen Männchen. Die Weibchen sind braun und deshalb waren in diesen kleinen Schwärmen nur blaue Libellen zu sehen. Trotzdem hatte ich einmal das Glück eine Libelle solo und in der Nähe einer „Bauernrose“ rastend anzutreffen. Siehe Bild 21.

Auch die Bachforelle (siehe: Bachforelle # 3704 in der Sanna) fühlt sich im kalten, sauerstoffreichen Wasser wohl und Überlebenskünstler wie die Steinfliege haben sich an den Lebensraum angepasst. Auf der erfolglosen Suche nach einer Bachforelle (siehe obigen Link) fand ich auch zwei Larvenhüllen (siehe Bilder 22 + 23).

Im 2. Teil gehe ich mit Fotos und Text auf die Entstehung und Geologie dieses Geotops ein.
Siehe auch dieses Eistobel- Video

Autor:

Günter Kramarcsik aus Landeck

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